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Hannover kriegt Müll-Ferkel nicht in den Griff

19.07.2010 08:53 von Daniela Ehlers

Ratsherr fordert harte Strafen

Schnapspullen vorm Rathaus oder Grilldreck in Herrenhausen überall hinterlassen die Leute ihren Müll

Schnapspullen vorm Rathaus oder Grilldreck in Herrenhausen überall hinterlassen die Leute ihren Müll. Ausgerechnet zur Ferienzeit präsentiert sich Hannover seinen Besuchern im Schmuddel-Look. Grill-Ferkel und Sonnen-Anbeter machen unsere schönen Parks und Grünanlagen zur Müllhalde.

Ein Beispiel ist der Georgengarten. In dem 560000 Quadratmeter großen Park in den Herrenhäuser Gärten lassen Umweltsünder Einweg-Grills zurück, werfen Bierflaschen, Verpackungen und Zigarettenstummel achtlos auf den Rasen.

Besonders unappetitlich sind Essensreste von Grill-Orgien. Die locken Tiere an. Im Park gibt es 138 Mülleimer die paar Meter bis zum nächsten Behälter sollten für keinen Besucher zu weit sein. Das gute Wetter verschärfe das Problem noch. Es kommen mehr Menschen in den Park und hinterlassen immer mehr Müll.

Auch an Maschsee, Ihme-Ufer oder Maschpark hinterlassen Müll-Ferkel regelmäßig ihre Spuren, besonders am Wochenende. Die Mitarbeiter der Stadtreinigung kommen nicht hinterher. Schon im vergangenen Jahr hatten Müllberge die Grünanlagen verschandelt, die Stadt versprach eine härtere Vorgehensweise. Sieben Park-Ranger sprechen stadtweit Müll-Sünder an. Eingreifen können sie aber nicht. Sie dürfen keine Bußgelder verhängen, nur ermahnen.

CDU-Ratsherr Dieter Küßner will das ändern. Park-Ranger müssen endlich mit Befugnissen ausgestattet werden, bei Umwelt-Sündern sofort abzukassieren. Mit gutem Reden ist es nicht getan. Nur über das Portemonnaie kommen die Menschen zur Vernunft. Je nach Verschmutzungsgrad hält er Bußgelder bis 500 Euro für vertretbar.

Bis jetzt misst die Verwaltung mit zweierlei Maß. Autofahrer werden mit teuren Blitzanlagen abgezockt, bei Müll-Ferkeln gibt es kaum Kontrollen und Strafen. Die CDU will das Thema erneut in den Rat einbringen.

 

Foto:Johann H. Addicks

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