Neues Hundegesetz in Niedersachsen
27.07.2010 08:46 von Daniela Ehlers
Das müssen Sie wissen
Nach gefährlichen Beiß-Attacken auf Kinder soll noch im August das schärfere Hundegesetz Thema im Landes-Kabinett werden. Es ist ein Anliegen der Ministerin, die Situation zu beschleunigen. spätestens zum Jahresende soll der Landtag den neuen Regeln zustimmen. Jetzt werden Tierverbände gehört.
Was Hundebesitzer jetzt wissen müssen.
Chip-Pflicht: Wer sich einen Hund neu anschafft, muss das Tier „chippen“ und registrieren lassen. Damit soll jeder Hund seinem Besitzer zuzuordnen sein.
Versicherungspflicht: Jeder Besitzer muss für seinen Hund eine Haftpflicht Versicherung abschließen.
Hundeführerschein: Wer noch nie einen Hund gehalten hat, muss einen „Kleinen Hundeführerschein“ machen. Gleiches gilt für Besitzer, dessen Hund auffällig wurde. Wo der Hundeführerschein abgelegt werden muss, ist noch unklar.
Strenge Überprüfung: Verurteilte Straftäter werden von den Behörden überprüft, bevor sie sich ein Tier anschaffen dürfen. Notfalls wird ihnen die Hundehaltung untersagt.
Hundehalter aus Hannover befürworten die strengeren Regeln.
Die Verschärfung ist sinnvoll, alle sollten ihren Hund freiwillig chippen lassen. Ein Hund ist immer nur so gefährlich wie sein Besitzer. Gerade die Haftpflicht-Versicherung ist eine sehr gute Idee. Es kann so schnell passieren, dass der Hund einen großen Schaden verursacht.
Foto:Dominik Waas
Der allseits bekannte und beliebte Blödelbarde aus Ostfriesland, Otto Waalkes, kommt nach Hannover!
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Kommentar von Chenook | 28.07.2010
Ich finde, dass durch eine sehr subjektive Berichterstattung in Presse, Rundfunk und Fernsehen vieles stark übertrieben wird. Erst vor kurzem habe ich einen Bericht im NDR gesehen, bei dem gesagt wurde, dass in den letzten 10 Jahren viel weniger Unfälle mit Hunden waren, als in den Jahren zuvor. Nur haben immer mehr Menschen kaum Kontakt zu Tieren, werden durch die Berichterstattung stark verunsichert und können sich nicht mehr normal gegenüber einem Tier verhalten.
Als ich zur Schule ging, gab es in der Grundschule Sachkundeunterricht, Jeder durfte sein Haustier mitbringen, wenn dieses Art beim Thema dran war. Wir lernten dort den freien Umgang mit den Tieren. Obwohl bei mir daheim keine Hunde waren, lernte ich auch von meinen Eltern, wie ich mich verschiedenen Tieren gegenüber verhalten soll - Wildschwein im Wald, wie Nachbars Katze.
Heute erlebe ich immer wieder, dass einfachste Grundsätzliche Regeln gar nicht bekannt sind. Menschen sich sehr dumm benehmen gegenüber von Tieren und sich dann wundern, wenn diese normal reagieren.
Wenn das so weiter geht, dann kommt es noch so weit, das Haustieren die Krallen und Zähen gezogen werden, nur damit sie sich wie Kuscheltiere verhalten.
Heute müssen Hunde sich viel besser benehmen können als jedes Kind, es wird von ihnen viel mehr Beherrschung erwartet.
Warum wird nicht mal gefordert, das Menschen, bevor sie Kinder in die Welt setzen einen Führerschein machen, es sterben viel mehr Kinder, durch die "unsachgemäße Behandlung" durch ihre Eltern, als es durch Haustiere passiert.
Ich bin gegen eine solche Regelung, sie führt garantiert nicht zu dem gewünschten Ergebnis, sondern ist nur eine Geschäftemacherei und Augenwischerei von Politikern, die sich eine reine Weste verschaffen wollen, aber keinerlei Ahnung haben von dem Thema.