ver.di ruft für Montag zu Warnstreiks im Norden auf
08.02.2010 09:11 von Daniela Ehlers
Die Gewerkschaft fordert Zulagen in einem Gesamtvolumen von fünf Prozent
Hannover/Hamburg (ddp-nrd). Wegen des Tarifkonflikts im öffentlichen Dienst soll am Montag auch im Norden vielerorts gestreikt werden. Betroffen sind nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di Bereiche des öffentlichen Dienstes in Niedersachsen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Warnstreiks gebe es unter anderem in kommunalen Kindertagesstätten, Krankenhäusern, im öffentlichen Personennahverkehr, in Ver- und Entsorgungsbetrieben, Stadtverwaltungen, Wasser und Schifffahrtsdirektionen, Stadtwerken, Stadtreinigungen, Landkreisen, Sparkassen und Dienststellen der öffentlichen Verwaltung, wie die Gewerkschaft am Samstag mitteilte.
In der niedersächsischen Landeshauptstadt Hannover wollen sich die Streikenden sich um 10.30 Uhr an drei Orten versammeln und zum Opernplatz ziehen, wo um 11.30 Uhr eine Kundgebung stattfinden soll. Hauptredner der Veranstaltungen wird ver.di-Chef Frank Bsirske sein. Bestreikt wird in Hannover unter anderem der öffentliche Personennahverkehr. Ab 3.30 Uhr sollen 24 Stunden lang weder die Busse der RegioBus noch die Stadtbahnen der üstra fahren.
In Hamburg ist ein halbtägiger Warnstreik angekündigt. Aufgerufen sind unter anderem Stadtreinigung, Kitas sowie einige Bundesbehörden. Die Streikenden wollen sich am Morgen vor dem Sitz des Arbeitgeberverbandes AVH treffen. Von 8.00 bis 9.00 Uhr soll dort eine Streikkundgebung stattfinden. In Schleswig-Holstein werden laut ver.di zahlreiche kommunale Kindertagesstätten geschlossen bleiben. Kundgebungen und Demonstrationen sind hier in Kiel, Lübeck, Norderstedt, Eckernförde, Flensburg, Rendsburg, Tönning und Elmshorn geplant. In Mecklenburg-Vorpommern treffen sich Streikende in Schwerin, Rostock und Wolgast zu Aktionen.
ver.di fordert Zulagen in einem Gesamtvolumen von fünf Prozent, darunter eine Gehaltserhöhung, eine 24-monatige Übernahme von Auszubildenden sowie eine Verlängerung der Altersteilzeitregelungen. Die Arbeitgeber lehnen dies ab. Die nächste Verhandlungsrunde ist für Mittwoch geplant.
(ddp)
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