Baderegeln beachten

06.07.2010 12:14 von Michael Weber

Sicher durch die Badesaison

Rettungsschwimmer bewachen viele  Gewässer in Niedersachsen

Jetzt ist es richtig Sommer. Freibäder und vor allem Seen und die Küsten haben Hochkonjunktur. Schwimmen, Planschen und Baden sind die idealen Erfrischungen bei hohen Temperaturen. Übermut ist aber ebenso gefährlich wie unbedachtes Springen in ein unbekanntes Gewässer. Deshalb sollten einige grundlegende Baderegeln beachtet werden, um weder sich selbst noch andere zu gefährden.

Diese Baderegeln und Hinweise an Seen und Küsten haben ihren Grund. Denn die DLRG Niedersachsen macht darauf aufmerksam, dass es in Niedersachsen immer wieder zu Badeunfällen kommt. Zu Badeunfällen, die beim Beachten der Regeln vermeidbar wären. Wichtigste Regel: Baden nur an überwachten Stränden und Gewässern! Denn an unbewachten Gewässern sind Ertrinkungsunfälle im Vergleich sehr häufig. Das betrifft zunehmend auch ältere Menschen, die die Wassertemperatur und ihre Fitness überschätzen. Ein vorheriger Herz-Kreislauf-Check beim Arzt kann helfen, die mögliche Gefahr einzuschätzen, um nicht im kalten Wasser Probleme zu bekommen.

Alkohol ist beim Schwimmen strikt zu vermeiden und sollte erst nach dem Badespaß konsumiert werden. Spielzeug und Hilfsmittel wie Luftmatratzen und aufblasbare Badeboote oder Gummitiere können für Nichtschwimmer oder Wagemutige zur tödlichen Falle werden. Nichtschwimmer gehen deshalb nur bis zum Bauch ins Wasser und vermeiden tiefere Stellen. Ebenso ist es für alle gefährlich dort zu schwimmen, wo Boote und Schiffe fahren.

Unrat und Müll können für immer die Freude am Leben nehmen. Kopfsprünge in unbekannte Gewässer sind deshalb lebensgefährlich und sollten vermieden werden. Auch Schnittverletzungen durch beispielsweise weggeworfene Flaschen im oder am Wasser sind sehr häufig. Selbstverständlich sollte eigener (und vielleicht auch fremder) Müll nach dem Badevergnügen entfernet werden.

Weder darf man die eigenen Kräfte überschätzen, noch sollte man mit zu vollem oder leerem Magen ins Wasser gehen. Beides kann zu Problemen beim Schwimmen führen. Außerdem muss vor dem Baden der Körper durch eine Dusche oder vorsichtiges Hineingleiten in das Wasser abgekühlt werden. Der Temperaturunterschied ist sonst zu groß und schafft Kreislaufprobleme, die beim Schwimmen tödlich enden können. Auch wer friert, muss sofort aus dem Wasser. Das gilt auch bei Gewitter. Ein Blitzschlag irgendwo ins Wasser kann reichen, um zu ernsthaften Schäden oder zum Tod zu führen.

Außerdem ist Rücksicht angesagt: Niemand sollte untergetaucht werden, man sollte nicht unter anderen hindurchtauchen und beim Sprung ins Wasser darf niemand gefährdet werden. Sobald jemand um Hilfe ruft, muss ihm geholfen werden. Scherzhilferufe sind selbstverständlich ein No-go und strikt zu unterlassen.

Mit diesen Regeln wird der Sprung ins Wasser zu einem unbeschwerten Badespaß. Denn Sommerzeit ist Badezeit!

 

Foto: Holger Schrank (mit freundlicher Genehmigung der DLRG Niedersachsen)

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