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An der Medizinischen Hochschule Hannover ist es gelungen, eine neue Therapieform für Wundheilung zu entwickeln. Diese ermöglicht es zum Beispiel schwere chronische Wunden bei Diabetes-Patienten mit dem körpereigenen Hormon Erythropoietin (EPO) zu behandeln. Damit gibt es Hoffnung für rund 10 Millionen Deutsche „Zuckerkranke“. Denn eine der Nebenerscheinungen von Diabetes sind Durchblutungsstörungen, die zu chronischen Geschwüren heranwachsen können und schlimmstenfalls zur Amputation von Gliedmaßen führen.
Die Forscher wollen in einer Studie zur Wundtherapie bei Diabetischem Fußsyndrom zeigen, dass mit EPO Wunden wesentlich schneller abheilen als unter konventioneller Behandlung. Die wissenschaftlichen Ergebnisse weisen darauf hin, dass schon niedrige Dosen von EPO einen positiven Einfluss auf die Regeneration von Verletzungen und Organschäden haben. EPO ist ein körpereigener Stoff, der in der Niere gebildet wird. Er reguliert als Wachstumsfaktor die Entstehung der roten Blutkörperchen. Die Fähigkeit zur allgemeinen Leistungssteigerung hat EPO den zweifelhaften Ruf eines Dopingmittels beschert.
Hans-Peter Häge|Pixelio

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