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Hitze: Belastung für den Körper

Hohe Temperaturen sind gefährlich

29.06.2010 von Michael Weber

Kaum ist der Sommer richtig da, klettern die Temperaturen bereits über 3ß0 Grad Celsius. Was viele so sehr herbeigesehnt haben, ist aber nicht ungefährlich, denn der menschliche Organismus wird stark belastet. Das Niedersächsische Sozial- und Gesundheitsministerium veröffentlicht deshalb jedes Jahr Hitzewarnungen und gibt Tipps, wie man unbeschwert den Sommer genießen kann.

Gesunde Erwachsene können die sommerlich heißen Temperaturen bei normaler Lebensführung sowie ausreichender Flüssigkeitsaufnahme gut bewältigen. Natürlich sollten auch sie bestimmte Schutzmaßnahmen beachten, wenn sie sich direkt der sommerlichen Sonne aussetzen. Anders sieht es aber bei alten, kranken und ganz jungen Menschen aus. Ihnen gelingt die Anpassung an die hohen Temperaturen nicht so leicht. Es kann zu Beeinträchtigungen der Gesundheit kommen.

Eine andauernde Hitzeperiode mit Temperaturen um die 30 Grad Celsius und darüber kann mit gesundheitlichen Problemen bis hin zu ernsten Erkrankungen verbunden sein, da insbesondere bei alten Menschen, aber auch Kindern die Fähigkeiten des Körpers zur Erkennung von Hitzestau und Flüssigkeitsmangel eingeschränkt sind. Auch die Fähigkeit zu schwitzen, mit der sich der Körper selbst kühlt, ist bei diesen Personen manchmal nur eingeschränkt vorhanden. Der Körper nimmt dann mehr Hitze auf, als er abgeben kann und es kann sogar zu einem Hitzschlag oder Sonnenstich kommen. Um das zu vermeiden, sollten nicht nur gefährdete Personen dringend verschiedene Vorsichtmaßnahmen ergreifen.

Der Körper reagiert frühzeitig mit Warnhinweisen: Kreislaufbeschwerden, Muskelkrämpfe, Bauchkrämpfe, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl, ein ungewohntes Unruhegefühl sowie Rötungen sollten deshalb ernst genommen werden, denn sie zeigen eine starke Hitzeempfindlichkeit. Wichtigstes Mittel bei hohen Temperaturen: Viel trinken! Viel heißt, mehrere Liter Flüssigkeit am Tag. Denn der Körper schwitzt stärker, verbraucht so viel mehr Flüssigkeit und hat einen erhöhten Bedarf. Kalte Getränke wirken zwar erfrischend, helfen aber nicht nachhaltig und können sogar den Kreislauf belasten. Hier sind handwarme zuckerfreie Getränke am sinnvollsten und verträglichsten.

Draußen sollte Schatten aufgesucht werden, lange Sonnenbäder sind nur bei guter Konstitution zu empfehlen. Eine Sonnencreme mit auf den Hauttyp abgestimmten Sonnenschutzfaktor ist Pflicht. Kleine Kinder sollten zusätzlich auch am Strand ein T-Shirt tragen. Außerdem ist bei kleinen Kindern und alten Menschen eine Kopfbedeckung hilfreich, um einen Sonnenstich zu vermeiden. Das gilt auch für Erwachsene mit schlechter Hitzeverträglichkeit. Lockere, luftige Kleidung, eine Sonnebrille und ein gelegentliches Abkühlen mit kalten Lappen oder am Waschbecken sind sinnvoll. Wer kann, sollte zudem Anstrengungen wie Sport, Einkaufen oder Gartenarbeiten in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegen. Mit diesen Grundregeln lässt sich der Sommer leichter genießen.

 

Foto: nimkenja|Pixelio

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