Tipps wie ihr Kind glücklich und schlau wird
30.07.2010 07:51 von Daniela Ehlers
Antworten auf Fragen die sich Eltrn täglich stellen
Wie erziehe ich mein Kind richtig? Wie kann ich die schulischen Leistungen fördern? Welche Sportart ist die beste für mein Kind? Das sind alles Fragen die sich Eltern im täglichen Leben stellen.
Hier finden Sie ein paar nützliche Anhaltspunkte:
Tipps zur Erziehung:
Haben Sie Geduld. Eine Änderung des Lebensstils ihres Kindes macht sich meist erst nach Wochen oder Monaten bemerkbar.
Spenden Sie Trost. Wenn Ihr Kind mal mit einer nicht so guten Arbeit nach Hause kommt, gilt: Eine schlechte Note ist oft schon Strafe genug.
Seien Sie Vorbild. Es ist Kindern schwer zu vermitteln, warum sie Müsli zum Frühstück essen sollen, während Sie Weißbrot essen.
Ihr Kind muss sich auf Ihr Wort verlassen können, sich bei Problemen Ihrer Hilfe sicher sein.
Loben Sie Ihr Kind. Ein Lob beflügelt und macht glücklich.
Kritisieren Sie Ihr Kind, wenn es nötig sein sollte, aber nicht vor anderen Personen und nicht unsachlich.
Stellen Sie sich selber auch der Kritik Ihrer Kinder, nehmen Sie diese ernst.
Zeigen Sie Interesse. Fragen Sie gezielt nach den Lieblingsstars oder den Freunden.
Erlauben Sie, dass Ihr Kind seine Freunde mit nach Hause bringt.
Tipps zum Lernen:
Ermuntern Sie Ihr Kind, seine „Leistungshochs“ für anspruchsvolle Hausaufgaben und zur Vorbereitung auf Klassenarbeiten zu nutzen.
Auch die „Leistungstiefs“ sind wichtig. Diese Zeit sollte zum Ausruhen, Lesen oder Freunde treffen genutzt werden.
Motivieren Sie Ihr Kind, sich Lerninhalte so einzuprägen: Gestikulieren beim lauten Aussprechen, Aufschreiben von Stichwörtern („Spickzettel“) oder auch hören bzw. vorlesen lassen.
In der Schule ist Kaugummikauen meist verboten, als kleine Unterstützung bei den Hausaufgaben aber einen Versuch wert. Wichtig: Die Kaugummis sollten zuckerfrei sein.
Wenn Sie einen Hund zu Hause haben, dann lassen Sie Ihr Kind regelmäßig seinem Liebling etwas vorlesen. Das beruhigt.
Tipps zur Gesundheit:
Sie sollten Ihr Kind einem Augenarzt vorstellen, wenn es beim Lesen den Kopf sehr nahe an das Buch hält, wenn es sich beim Fernsehen sehr nahe an das Gerät setzt oder Bälle schlecht fangen kann.
Sie sollten Ihr Kind einem HNO-Arzt vorstellen, wenn es Radio oder TV besonders laut einstellt und auf Nachfragen behauptet, es könnte sonst nichts verstehen.
Tipps zu Bewegung/ Sport:
Lassen Sie Ihr Kind herumtoben. Das fördert die Sprachentwicklung.
Kleinkinder sollten sich in sicherer Umgebung bewegen. Schon das Krabbeln über verschiedene Untergründe wie harte Fliesen oder weiche Decken setzt Entwicklungsreize fürs Gehirn.
Sport macht erfolgreich. Kinder, die außerschulischen Sport treiben, erzielen häufig bessere Abschlüsse. Schulkinder sollten sich täglich mindestens eine Stunde bewegen.
Sportarten, die Koordination, Kraft und Ausdauer gleichzeitig fördern, unterstützen die Gehirnentwicklung besonders gut. Zu empfehlen sind Turnen, Ballett, Judo oder Tennis.
Sprechen Sie mit den Lehrern, ob es Möglichkeiten gibt, für mehr Bewegung in den Pausen zu sorgen.
Lassen Sie ihr Kind wann immer möglich einen Schulweg von 15 bis 20 Minuten zu Fuß zurücklegen.
Kinder sollten ab dem Einschulungsalter mindestens 15 Sekunden lang barfuß auf einem Bein stehen können. Wichtig für den Gleichgewichtssinn.
Im Grundschulalter und bis etwa zum 12. Lebensjahr lernen Kinder nachweislich mehr, wenn sie ihre Sitzposition wechseln können und nicht ausschließlich auf einem Stuhl sitzen müssen.
Lassen Sie bei einem sicheren Untergrund Ihr Kind ruhig auch mal am Klettergerüst mit dem Kopf nach unten hängen. Fördert den Mut, stärkt das Selbstvertrauen und das räumliche Vorstellungsvermögen.
Schauen Sie, ob es vielleicht eine „Familiensportart“ gibt, bei der Sie ein- bis zweimal pro Woche etwas gemeinsam unternehmen können.
Tipps zu Essen/ Trinken:
Stellen Sie jeden Morgen die tägliche Trinkmenge bereit, die am Abend getrunken sein sollte.
Lassen Sie Ihre Kinder nie durstig zur Schule gehen.
Kinder behalten den Lernstoff schneller und leichter, wenn sie auch während des Unterrichts ausreichend trinken.
Schüler, die morgens ein vollwertiges Frühstück (z. B. Vollkorn-Müsli) verzehren, schneiden bei Lernaufgaben deutlich besser ab.
Das sind die Muntermacher für Pause und zwischendurch: Obst, klein geschnittenes Gemüse, Vollkornbrot mit magerem Fleisch oder Käse oder Vollkornkekse.
Mehrmals wöchentlich gemeinsam mit der Familie essen das soll das Suchtverhalten reduzieren.
In Intelligenztests erreichen Kinder, die regelmäßig Fisch verzehren, höhere Werte.
Kapseln mit Fisch- oder Meeresalgenöl als Nahrungsergänzung scheinen ähnlich wirkungsvoll zu sein wie der Verzehr von Fisch.
Das sollte Ihr Kind nicht zu oft essen: Weißbrot, zuckerhaltigen Brotaufstrich, Brotbelag mit fetter Wurst, fettem Käse, Schokoriegel oder Chips.
Eisenmangel kann zu schlechteren Leistungen führen. Eisen ist besonders in Fisch und Fleisch enthalten. Orangensaft kann die Eisenaufnahme verdoppeln.
Auch die Zinkversorgung wirkt sich auf Konzentration, Reaktionsfähigkeit und Gedächtnis aus. Zink ist in vor allem in Fleisch, Meeresfrüchten und Fisch, aber auch in Weizenkeimen.
Tipps zum Schlafen:
Schüler, die ausreichend schlafen, haben in der Regel auch bessere Schulnoten als ihre Klassenkameraden.
Vermeiden Sie zu viel und zu spätes Fernsehen, koffeinhaltige Getränke (Cola, Cola-Mix, Eistee) oder stark zuckerhaltige Lebensmittel.
Das Schlafzimmer sollte der ruhigste Platz im ganzen Haus sein. Abdunkeln, vor dem Einschlafen lüften. Zimmertemperatur: 18 bis 19° C.
Lassen Sie Ihre Kinder nicht mit ungelösten Konflikten ins Bett gehen. Versuchen Sie gemeinsam, noch vor dem Einschlafen eine Lösung zu finden.
Im Kinderzimmer hat ein Fernseher nichts zu suchen.
Tipps zu Musik/ TV:
Singen Sie abends kleinen Kindern ein Schlaflied vor, lassen Sie eine Spieluhr klingen.
Musizieren fördert Teamfähigkeit, emotionale Kompetenz sowie Ausdauer und Selbstvertrauen.
Bei der Wahl eines Instrumentes sollten die Interessen des Kindes im Vordergrund stehen.
Zeigen Sie Interesse, hören Sie Ihrem Kind zu, wenn es ein neues Stück eingeübt hat.
Hintergrundmusik während der Hausaufgaben kann die Arbeitsleistung in vielen Fällen verbessern.
Lassen Sie Ihre Kinder deren Lieblingsmusik hören. Das entspannt und bringt Körper und Geist ins Gleichgewicht. Musikhören setzt Energien frei, die auch fürs Lernen genutzt werden können.
Foto:Heike Berse
Der allseits bekannte und beliebte Blödelbarde aus Ostfriesland, Otto Waalkes, kommt nach Hannover!
Einen Kommentar schreiben