Dicke sollen mehr Kassenbeiträge zahlen
22.07.2010 13:09 von Daniela Ehlers
17 Milliarden Euro Gesundheitskosten
Dicke Menschen belasten das Gesundheitssystem laut einer Studie mit 17 Milliarden Euro im Jahr. Jetzt fordern erste Politiker und Experten Konsequenzen. Marco Wanderwitz (CDU), Chef der Jungen Gruppe meint, das die Frage erlaubt sein muss, ob die immensen Kosten, die durch übermäßigen Esskonsum entstehen, dauerhaft aus dem solidarischen System beglichen werden können.
Er halte es für sinnvoll, dass bewusst ungesund lebende Menschen auch in finanzieller Hinsicht eine Verantwortung dafür tragen.
Gesundheitsökonom Jürgen Wasem will eine Art „Schokoladensteuer“ einführen.
Ungesund lebende Menschen kann man nicht über Beiträge disziplinieren, denn zur Kontrolle bräuchte man eine Gesundheitspolizei. Man sollte aber, wie bei Tabakwaren, den Kauf gesundheitsschädlicher Konsumgüter höher besteuern und teilweise ins Gesundheitssystem führen. Das betrifft Alkohol, Schokolade oder Risikosportgeräte wie Drachenflieger.
Laut einer laufenden Studie der Jacoby Uni Bremen befürwortet eine Mehrheit der Beitragszahler höhere Zuzahlungen bei ungesunder Lebensweise.
Foto:maximiliano carmona landeros
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Kommentar von Ben Palmer | 09.08.2010
"den Kauf gesundheitsschädlicher Konsumgüter höher besteuern und teilweise ins Gesundheitssystem führen."
Man merke: "teilweise"! Hauptsache die Kassen klingeln.
Man merke auch: Je länger eine Mensch lebt und je älter er ist, umso höher sind seine Gesundheitskosten:
http://www.plosmedicine.org/article/info:doi/10.1371/journal.pmed.0050029
Wasem hat noch andere Risiken vergessen: Autofahren, Schwimmen, Skisport und Vieles mehr.
PS, Wasem scheint, nach den Fotos von ihm zu schliessen, an leichtem Übergewicht zu leiden.