92% der Führungskräfte sind mit Schwarz-Gelb unzufrieden
16.06.2010 09:47 von Daniela Ehlers
Wirtschaft, Politik, Verwaltung: Schock-Umfrage
92 % der Führungskräfte aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sind enttäuscht von Schwarz-Gelb. Mehr als drei Viertel halten ihre einstige Wunsch-Koalition für zu schwach um die aktuellen Probleme zu lösen.
Das ist das Ergebnis einer neuer Allensbach-Umfrage. Die Studie wird alle zwei Jahre durchgeführt. Es wurden 533 Chefs befragt. Das Image von Angela Merkel sinkt der Umfrage zufolge dramatisch. 46 Prozent der Bosse halten sie inzwischen für eine schwache Kanzlerin. Das ist der schlechteste Wert seit ihrem Amtsantritt 2005.
Nur ihr Vize-Kanzler Guido Westerwelle und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (beide FDP) schneiden noch schlechter ab. Mit ihrer Arbeit sind nur 11 %, beziehungsweise 8 % zufrieden und ein Befreiungsschlag für Schwarz-Gelb ist kurzfristig kaum möglich.
Was führt zu dem dramatischen Absturz?
• 60 % glauben nicht, dass die Regierung eine erfolgreiche Sanierung der Staatsfinanzen hinbekommt
• 86 % sind zu noch härteren Einschnitten bereit, etwa beim Abbau von Steuervergünstigungen (zum Beispiel bei Schicht- und Nachtarbeit)
• 83 % befürworten die Kürzung von direkten Finanzhilfen für Unternehmen
• 80 % wollen die Abschaffung der Mehrwertsteuer-Ausnahmen
• 66 % plädieren für eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes
• 50 % wollen eine höhere Mehrwertsteuer
• 48 % fordern die Abschaffung des Ehegattensplittings
• selbst 44 % finden eine Erhöhung der Vermögenssteuer akzeptabel
Die Rufe nach Neuwahlen werden lauter und die Bürger ungeduldiger. Hält die Koalition bis zum Ende der Legislaturperiode 2013? Die Opposition fordert bereits Neuwahlen.
Neuwahlen lehnen die Top-Entscheider allerdings ab. Sie sagen die Regierung muss durchhalten. Merkels Werte sind im Keller die Stars im Kabinett sind jetzt Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) mit 80 % Zustimmung, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU, 78%) und Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU, 75%).
67 % der Führungskräfte haben Vertrauen in den Euro, nur 4 % wünschen sich die D-Mark zurück.
Die aktuelle Euro-Krise sehen 83 % als Vorteil für die Wirtschaft. Als Lehre aus der Krise fordert die Elite eine stärkere Zusammenarbeit in der Wirtschaftspolitik: 54 % wollen sogar eine gemeinsame Euro-Wirtschaftsregierung.
Foto:Pixelfehler
Der allseits bekannte und beliebte Blödelbarde aus Ostfriesland, Otto Waalkes, kommt nach Hannover!
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