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Zwei Interessenten bieten auf die Herrenhäuser Brauerei

Kaufangebote wurden abgegeben

26.08.2010 von Daniela Ehlers

Es haben sich zwei neue Bierbrauer für die Herrenhäuser Brauerei eingeschaltet. Die Einbecker Brauhaus AG und die Braunschweiger Brauerei Hofbrauhaus Wolters haben Kaufangebote abgegeben.

Beide stellten gestern ihre Konzepte zur Komplettübernahme mit der Zusicherung der Standorterhaltung dem Gläubigerausschuss und dem Insolvenzverwalter vor.

Der bisherige Eigner Manfred Middendorff, stellte sein Konzept, mit dem Erhalt der Arbeitsplätze für eine Planinsolvenz vor. Wenn der Gläubigerausschuss sich für die Variante der Planinsolvenz entscheidet, dürfte Middendorff das Unternehmen wohl unter strengen Kontrollen weiterführen.

Außerdem gibt es noch zwei andere Bieter für die Herrenhäuser Brauerei, diese sind noch nicht Bekannt gegeben.

Middendorff selber sieht die Mitarbeiter und die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG), die mit im Gläubigerausschuss sitzen, hinter sich. Wenn die Herrenhäuser Traditionbrauerei verkauft wird, werden auch immer bestimmte Strukturen und Arbeitsplätze gestrichen.

Die beiden niedersächsische Bierbrauer Einbecker Brauhaus AG und die Braunschweiger Brauerei Hofbrauhaus Wolters haben gestern beide ihre Übernahmepläne vorgestellt und ihre Gebote abgegeben.

Die Braunschweiger Brauerei Hofbrauhaus Wolters will die Herrenhäuser Brauerei als eigenständiges Unternehmen weiterführen und mindestens die Hälfte der 72 Mitarbeiter weiterbeschäftigen. Die Finanzierung dürfte für Wolters kein Problem sein. Im Jahr 2009 hatte die Brauerei einen Umsatz von etwa 25 Millionen Euro. Wolters selber soll bei dem geplanten Finanzierungskonzept nie in Gefahr sein.

Die Einbecker Brauhaus AG hat ein strategisches Interesse an der Herrenhäuser Brauerei. Bei einem Zuschlag würde Einbecker seine Marktposition in Südniedersachsen und der Region Hannover stark verbessern. Das Gesamtkonzept sichert den Standort, die Arbeitsplätze und die Marke selber. Mit einem Umsatz von etwa 45 Millionen Euro dürfte auch hier die Finanzierung kein Problem sein. Zudem könnte die Einbecker Brauhaus AG nach der Übernahme mehrere Marken unter einem Dach anbieten.

Die Herrenhäuser Brauerei sei nur bei einer Übernahme zu retten, da sind sich beide Interessenten einig. Jetzt werden die Konzepte vom Gläubigerausschuss und dem Insolvenzverwalter geprüft. Eine Entscheidung, wie es weiter geht, dürfte in etwa 6 Wochen fallen.

 

Foto: Niko Korte/Pixelio