Sicheres Surfen f├╝r Kinder

Schutz vor Gefahren aus dem Internet

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 31.03.2012
Kinder sollen sicher im Internet surfen - Tipps f├╝r Eltern

Das Internet ist eine der faszinierendsten und wichtigsten Erfindungen des 20. Jahrhunderts. Es gibt viele Vorteile, die es mitbringt. Leider lauern auch sehr viele Gefahren, insbesondere f├╝r Kinder und Jugendliche. Viele Kriminelle spezialisieren sich konkret auf Kinder durch Abzocke-Seiten, die eine Menge Geld kosten, wenn man Mitglied wird. Aber auch P├Ądophile in Chats sowie jugendgef├Ąhrdende Angebote oder nicht altersgerechte Inhalte warten ebenso im WWW wie radikale Gruppen, Sekten und Foren mit Ansichten, die die normale Entwicklung des Kindes gef├Ąhrden k├Ânnen.

Eltern aufgepasst: Kinder surfen unbeaufsichtigt

Deshalb ist es von gro├čer Bedeutung, dass Eltern ein wachsames Auge auf ihre Kinder werfen, wenn diese surfen. Das Problem der meisten V├Ąter und M├╝tter ist allerdings, dass sie sich mitunter weniger gut mit dem Medium Internet auskennen als ihr Nachwuchs. Dadurch kann es sein, dass Kinder heimlich und ohne elterlichen Beistand auf Angebote im Internet treffen, die ihnen schaden k├Ânnen. Um dies zu verhindern, sollten Eltern gut gewappnet sein und einige Tipps beherzigen.

Mit den Kindern ├╝ber die Gefahren sprechen: Eltern sollten sich auf keinen Fall scheuen, mit ihren Kindern ├╝ber die Gefahren zu sprechen, auch wenn es sich um unangenehme Themen wie Pornografie, Gewaltverherrlichung, Abzocke oder andere Themen handelt. Dazu geh├Ârt auch, dass man sie ├╝ber die Sexualit├Ąt aufkl├Ąrt und die Absichten krimineller Menschen erl├Ąutert. Denn Kinder reagieren meist sehr naiv und k├Ânnen sonst die Gefahren nicht abw├Ągen.

Schutz f├╝r Kinder durch Sicherheitssoftware

Sicherheitssoftware installieren: Es gibt mittlerweile sehr gute Software, die illegale Inhalte filtert und auch ├╝ber das Surfverhalten wachen kann. Au├čerdem kann man meist einstellen, wie lange das Kind surfen und welche Seiten es besuchen darf. Besonders Eltern j├╝ngerer Kinder sollten unbedingt auf derartige M├Âglichkeiten zugreifen. Diese Kindersicherungen und Filter sind aber immer nur so gut wie ihre Einstellung. Daher sollten Eltern sich informieren, wie diese sinnvoll gesetzt werden.

Medienkompetenz antrainieren und kontrollieren

Kontrolle des Zugangs: Es ist in der Regel keine gute Idee, jungen Kindern einen Computer f├╝r das eigene Zimmer zur Verf├╝gung zu stellen. Besser ist es, wenn Eltern den PC in Reichweite haben und hin und wieder einen Blick auf den Bildschirm werfen k├Ânnen. Noch besser ist es, mit dem Kind gemeinsam das Internet zu durchsurfen, um kindgerechte Seiten zu finden und mit dem Nachwuchs ├╝ber seine Vorlieben und W├╝nsche beim Surfen zu sprechen. So kann das Kind nach und nach zu Medienkompetenz erzogen werden.

Den Verlauf im Browser durchsuchen: Nachdem das Kind im Internet gesurft hat, kann man ├╝berpr├╝fen, auf welchen Seiten es war. Hierzu gibt es eine Verlauffunktion im Browser. Allerdings sollte man im Hinterkopf behalten, dass der Verlauf auch gel├Âscht werden kann und Kinder dies meist wissen. Wenn Kinder den Browserverlauf l├Âschen, sollten die Alarmglocken l├Ąuten. Das bedeutet in der Regel, dass sie irgendetwas verheimlichen wollen. Dies muss nicht unbedingt etwas Schlimmes sein, allerdings sollte man der Sache nachgehen. Ein behutsames kl├Ąrendes Gespr├Ąch ist anzuraten. Dabei sollten auch die Gefahren und Chancen des Internets thematisiert werden. Ganz wichtig ist, die W├╝nsche des Kindes zu akzeptieren und Verbote nur als letzten Ausweg zu sehen.

Kinder befragen: Man sollte mit den Kindern regelm├Ą├čig ├╝ber ihre Interntaufl├╝ge sprechen. Zeigen Eltern Interesse, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger zu agieren, bauen sie Vertrauen auf und k├Ânnen das Surfverhalten ihrer Kinder besser einsch├Ątzen.

Vorsicht, hier lauern Gefahren im WWW

Vorsicht bei Chatrooms und Social-Media-Plattformen: Das Chatten in Chatrooms kann sehr viel Spa├č machen und ist f├╝r viele Kinder und Jugendliche anziehend. Besonders weil man mit Menschen in Kontakt kommt, die man nicht kennt. Allerdings lauern hier gro├če Gefahren. Deshalb sollte man als Eltern st├Ąndig ein wachsames Auge auf diese Chatrooms werfen. Das gilt auch f├╝r Social-Media-Plattformen wie Facebook oder Sch├╝ler VZ. Allerdings muss dabei ber├╝cksichtigt werden, dass die Mitsch├╝ler und Freunde vermutlich auch dort anzutreffen sind. Hier m├╝ssen die Eltern mit Fingerspitzengef├╝hl vorgehen.

Oberste Regel: Niemals pers├Ânliche Daten herausgeben!

Niemals pers├Ânliche Informationen herausgeben: Oberste Regel f├╝r Kinder muss es sein, niemals im Internet pers├Ânliche Daten herauszugeben. Eltern sollten ihrem Nachwuchs deutlich die Gefahren aufzeigen und sie dar├╝ber aufkl├Ąren, zu welchen Problemen und Gefahren die Datenweitergabe f├╝hren kann. Telefonnummern (auch Handynummern) sollten nur gute Freunde kennen, Geburtsdaten bleiben tabu, Passw├Ârter d├╝rfen niemals weitergegeben werden. Am wichtigsten ist jedoch, dass Eltern ein Vertrauensverh├Ąltnis zum Kind aufbauen und ein kompetenter Ansprechpartner in Sachen Internet werden, an den sich die Spr├Â├člinge auch vertrauensvoll wenden m├Âchten.

Eltern, die unsicher sind, wie sie sich verhalten sollen, finden bei schau-hin.info oder bei der Landesstelle Jugendschutz Informationen. Dort gibt es Brosch├╝ren zum Thema Internet, Surfverhalten oder Medienkompetenz, die sie online lesen oder anfordern k├Ânnen.

Foto: Clipdealer

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