Bundestagswahl 2013 – Ergebnis Niedersachsen

Landesergebnis und Wahlkreise

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 23.09.2013
Bundestagswahl 2013 – das Ergebnis aus Niedersachsen inkl Wahlkreise

Am 22.09.2013 hat die CDU/CSU bei der Bundestagswahl 2013 einen großen Sieg erreicht. Doch ihr Koalitionspartner FDP kann erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik nicht mehr in den Bundestag einziehen. Die SPD gewann nur moderat hinzu, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke verloren deutlich an Stimmen. Die AfD verpasste den Einzug in das Parlament knapp. Es stehen schwierige Koalitionsverhandlungen bevor, denn die CDU/CSU muss nun mit der SPD oder Bündnis 90/Die Grünen eine Regierung bilden.

Bundestagswahl 2013 - Endergebnis

Nach dem bundesweiten vorläufigen amtlichen Endergebnis betrug die Wahlbeteiligung 71,5 % (+ 0,8 gegenüber 2009). Die CDU/CSU kam auf 41,5 % (+ 7,8), die SPD erreichte 25,7 % (+ 2,7), Die Linke kam auf 8,6 % (- 3,3), Bündnis 90/Die Grünen erreichte 8,4 % (- 2,3) und die FDP verlor mit 4,8 % (- 9,8) deutlich. Die AfD trat zum ersten Mal an und erreichte 4,7 %. In Sitzen inklusive Ausgleichsmandaten zeigt sich folgendes Bild: Die CDU/CSU bekommt 255 Mandate (mit 236 Direktmandaten), die SPD 192 (58), Die Linke 64 (4) und Bündnis 90/Die Grünen 63 (1).

Bundestagswahl 2013 - so wählte Niedersachsen

Betrachtet man nur das Bundestagswahlergebnis aus Niedersachsen, zeigt sich bei den maßgeblichen Zweitstimmen ein ähnlicher Trend. Insgesamt gibt es aktuell 59 Sitze im Bundestag, die Kandidaten aus Niedersachsen besetzen. 30 davon werden über Erststimmen bei der Wahl vergeben. Ausgleichsmandate sind möglich.

Die Wahlbeteiligung lag in Niedersachsen bei 73,4 %. Bei den Zweitstimmen kam die CDU auf 41,1 % (+ 7,9 gegenüber 2009), die SPD erhielt 33,1 % (+ 3,8), Die Linke kam hier auf 5,0 % (- 3,5), Bündnis 90/Die Grünen erreichte 8,8 % (- 1,9) und die FDP fiel auf 4,2 % (- 9,1). Andere Parteien spielten in Niedersachsen keine nennenswerte Rolle.

Bei der Auswertung der Wahlkreise in Niedersachsen (Erststimmen) erreichte die CDU 43,9 % (+ 5,4 gegenüber 2009) und die SPD 38,3 % (+2,5) der Stimmen. Die anderen Parteien lagen deutlich abgeschlagen. Die Linke erreichte 4,3 % (-3,2) der Erststimmen, Bündnis 90/Die Grünen 6,8 % (-1,6) und die FDP nur 1,9 % (-6,1).

Bundestagswahl: Direktmandate aus den niedersächsischen Wahlkreisen

Spannend war der direkte Vergleich der Kandidaten in den Wahlkreisen. Im Wahlkreis Hannover Stadt II setzte sich Edelgard Bulmahn mit 42,8 % klar gegen Ursula von der Leyen durch (33,9 %). Im Wahlkreis Hannover Land I trat der FDP-Parteivorsitzende Philipp Rösler an. Er erreichte nur 2,6 % der Erststimmen. Direkt gewählt ist hier mit 44,34 % Hendrik Hoppenstedt (CDU). Besser machte es der SPD-Vorsitzende Siegmar Gabriel, der in Salzgitter-Wolfenbüttel mit 46,6 % das Direktmandat gewann. Auch sein Parteigenosse Thomas Oppermann erreichte mit 40,4 % in Göttingen den direkten Einzug in den Bundestag. Spannend war der Wahlkreis Delmenhorst-Wesermarsch-Oldenburg Land. Hier trat die ehemalige niedersächsische Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen an, die in die Putenmast-Affäre verstrickt war. Sie erreichte mit 39,8 % ganz knapp das Direktmandat.

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