Hunte

Zweitl├Ąngster Nebenfluss der Weser

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 29.12.2014

Die Hunte ist nicht nur einer der bekanntesten Flüsse in Niedersachsen, sondern auch gleichzeitig ein beliebtes Revier für Kanuten und Urlauber, die das Land vom Wasser aus intensiv erkunden möchten. Mit einer Länge von ca. 190 Kilometern erstreckt sich der zweitlängste Nebenfluss der Weser entlang und durch die niedersächsischen Landkreise Diepholz, Oldenburg, Osnabrück, Vechta und Wesermarsch.

Quelle und Verlauf der Hunte

Die Quelle der Hunte findet sich im Osnabrücker Hügelland. Sie liegt im Naturpark TERRA.vita, im Stadtgebiet von Melle (Landkreis Osnabrück). In seinem Verlauf passiert der Fluss das Wiehengebirge, die Norddeutsche Tiefebene und den Mittellandkanal. Von dort nimmt die Hunte ihren Weg weiter in den Dümmer, wo sie sich zunächst teilt und bei Diepholz wieder zusammenfließt. Durch die landschaftlich reizvolle Wildeshauser Geest erstreckt sich die Hunte bis zu den Osenbergen, nach Oldenburg, Stadland, Elsfleth und mündet dann in die Weser. Die unterschiedlichen Streckenabschnitte der Hunte begründen auch die Unterteilung in Obere, Mittlere und Untere Hunte.

Wirtschaftliche Bedeutung der Hunte

Wasserkraftwerke und Fischereibezirke haben sich an der Hunte angesiedelt. So betreiben die Städte Oldenburg und Wildeshausen jeweils ein Kraftwerk zur Stromgewinnung am Flusslauf der Hunte. Für den Fischfang wurde die Hunte in vier Fischereibezirke eingeteilt.  

Sport- und Freizeitaktivitäten auf der Hunte

Vom Stadtteil Hunteburg, der zur Gemeinde Bohmte im Landkreis Osnabrück zählt, bis nach Oldenburg ist die Hunte mit dem Kanu über eine Strecke von ca. 105 Kilometern befahrbar. Das einmalige Erlebnis der „Wasser-Wanderung“, bietet eine völlig neue Perspektive, die Blickwinkel eröffnet, die per pedes oder auf dem Fahrrad so nicht möglich sind. Die Fahrt führt vorbei an traumhaften Wäldern, natürlichen Sandstränden und bizarren Uferböschungen. Die Kanustrecke gliedert sich in drei Teilabschnitte: Hunteburg bis Barnstorf (Obere Hunte), Barnstorf bis Wildeshausen (Mittlere Hunte) und Wildeshausen bis Oldenburg (Untere Hunte). Die Dörfer und Städte am Flusslauf sind bestens auf den „Kanutourismus“ vorbereitet, Interessierte erhalten ausführliches Kartenmaterial bei den Fremdenverkehrseinrichtungen.

Entlang der Hunte-Routen finden sich Lehrpfade, die Informationen zu Fauna und Flora des jeweiligen Hunte-Abschnitts geben, auch die Geschichte der Flussentwicklung lässt sich an den Stationen der Wasserwander-Lehrpfade unterhaltsam nachvollziehen.

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