Melle

Nach Fläche drittgrößte Stadt in Niedersachsen

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 02.01.2014

Im niedersächsischen Landkreis Osnabrück, zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald, liegt die Stadt Melle. Nahe größere Städte sind Osnabrück, Bielefeld und Herford. Die Stadt dehnt sich auf einer Fläche von 254 Quadratkilometern aus und zählt ca. 49.000 Einwohner, was sie zur größten Stadt im Landkreis Osnabrück und flächenmäßig zur drittgrößten Stadt in Niedersachsen macht. Seit der Gebietsreform 1972 gliedert sich die Stadt in folgende Stadtteile:

  • Melle-Mitte,
  • Buer,
  • Bruchmühlen,
  • Gesmold,
  • Neuenkirchen,
  • Oldendorf,
  • Riemsloh,
  • Wellingholzhausen.

Erste Aufzeichnungen über die Stadt Melle im Osnabrücker Land stammen aus dem Jahr 1169. Die historische Stadt zeichnet sich vor allen Dingen durch ihr grünes Landschaftsbild aus, das sich mit ausgedehnten Wäldern, Parks und einem üppigen Baumbestand bis in die Stadtteile präsentiert.

Wirtschaft und Verkehr in Melle

Durch die hervorragende Autobahnanbindung Richtung Amsterdam und Berlin ist die Stadt Melle ein wesentlicher Standort für die Logistikbranche. Weiterhin dominieren Betriebe der Metall-, Kunststoff-, Gummi- und Holzverarbeitung sowie die Nahrungsmittelindustrie. Zu den großen renommierten Unternehmen, die in Melle ansässig sind, zählen DPD und die Tetra GmbH.

Verkehrsanbindungen finden sich mit der Bahnstrecke Osnabrück-Melle-Löhne-Hannover sowie mit der Bundesautobahn A 30. Die nächsten Flughäfen sind Münster Osnabrück und der Airport Hannover-Langenhagen. Der öffentliche Stadtverkehr wird durch Buslinien bedient.

Sehenswürdigkeiten, Freizeit, Kultur in Melle

Die Stadt bietet eine Fülle an Sehenswürdigkeiten unterschiedlicher Couleur, darunter viele Rittergüter und Schlossanlagen. Zu den bedeutenden Bauwerken zählen das Rathaus am Marktplatz in Melle-Mitte, die Alte Posthalterei sowie Schloss Gesmold, dessen Ursprünge auf eine alte Wehrburg zurückgehen, die für den Wegeschutz zwischen Osnabrück und Melle errichtet wurde. Ein Kleinod der Renaissance findet sich mit dem Rittergut Ostenwalde. Romantisch am Wasser liegt Gut Sondermühlen. Um die Diedrichsburg in den Meller Bergen ist der gleichnamige Wildpark mit einer Fläche von über 200 Hektar entstanden, in dem sich Rehe und Wildschweine frei bewegen können.

Die grüne Landschaft Melles wartet mit Naturdenkmälern wie dem Grönenbergpark, der Hasequelle und dem Umweltbildungsstandort „Birfurkation“ in Melle-Gesmold. In Gesmold teilt sich die Hase und fließt unter gleichem Namen Richtung Nordwesten sowie als Else in Richtung Osten. Dieses Naturphänomen, das nur selten zu beobachten ist, nennt sich Bifurkation. Der Umweltbildungsstandort hält für Interessierte verschiedene Optionen zur Erkundung des Flussgebietes per Fahrrad oder per pedes bereit, es werden Führungen, Wanderungen, Exkursionen und Vorträge angeboten und es gibt einen Mit-Mach-Erlebnispfad.

Geschichtlich Interessierte finden das Automuseum Melle sowie das Grönegaumuseum vor. Die Stadt richtet im Laufe des Jahres zahlreiche Veranstaltungen aus, darunter das mehrfach prämierte Stadtfest „Fabelhaftes Melle“ mit Mittelaltermarkt und eindrucksvoller Illumination, bei dem sich alles um Märchen, Fabeln und Stadtgeschichte dreht.

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