Greifvogelgehege in Bispingen

Wilde Vogelwelt mitten im Wald

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 06.03.2012

In der Nähe von Amelinghausen in der Lüneburger Heide befindet sich ein echter Geheimtipp für Ausflügler und Urlauber. Inmitten von Wald liegt das Greifvogelgehege von Bispingen. Es wurde 1978 eröffnet und bringt dem Besucher, seit über dreißig Jahren, die Welt der Tag- und Nachtgreifvögel näher.

Es können vierzig unterschiedliche heimische Greifvogelarten bewundert werden. Insgesamt beherbergt das Gehege gut zweihundert Vögel. In einer neunzigminütigen Führung wird ein großer Teil der Tiere gezeigt. Dazu werden ihre Lebensgewohnheiten ausführlich und interessant beschrieben. Die Vögel sind nicht, wie sonst in Volieren, sondern können hautnah und Auge in Auge betrachtet werden. In manchen Fällen dürfen die Besucher die Tiere berühren und streicheln. Das ist besonders attraktiv für Familien mit Kindern.

Jeder einzelne Vogel im Greifvogelgehege in Bispingen hat einen Namen und seine eigene Geschichte, die liebevoll erzählt wird. So erfährt der Besucher den Vogel nicht nur als Tier, sondern als eine Art Persönlichkeit. Die Tochter des bekannten Zoologen Dr. Ernst A. Laage ist heutige Besitzerin des Geheges. Von ihrem Vater hat sie die Liebe zu den großen Vögeln geerbt. Sie selber führt, in ihrer sehr persönlichen Art, die Besucher durch das Greifvogelgehege in Bispingen.

Eine Flugshow, wie sie normalerweise in Greifvogelgehegen gezeigt wird, findet in Bispingen nicht statt. Dafür sitzen die Vorführvögel auf Präsentationsstangen und können so genau betrachtet und sogar berührt werden. Gezeigt werden fast alle einheimischen Eulenarten, viele Greifvögel, aber auch kleine Säugetiere wie Frettchen.

Zu den Taggreifvögeln in Bispingen gehören Adler, Bussarde und Falken. Beispielsweise der Steinadler, der Habicht, der Mäusebussard, der rote Milan und der Wanderfalke. Zu den heimischen Eulenarten im Gehege gehören die Schneeeule, die Schleiereule und der Waldkauz und viele mehr.

Das Greifvogelgehege in Bispingen hat es sich ferner zur Aufgabe gemacht verletzte oder aus dem Nest gefallene Vögel zu versorgen und aufzuziehen. Weitere Informationen sind auf der Webseite des Tierparks abrufbar.

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