Iberger Tropfsteinhöhle

HöhlenErlebnisZentrum im Harz

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 12.12.2013
Ausflug in die Iberger Tropfsteinhöhle in Bad Grund

Der Harz ist bekannt für seine Höhlen und den Erzabbau. Zu den Besucherhighlights zählt das HöhlenErlebnisZentrum Iberger Tropfsteinhöhle oberhalb der Stadt Bad Grund am südwestlichen Harzrand. Die Höhle liegt im gleichnamigen Iberg, der eine Höhe von knapp 570 Metern aufweist. Die Gesamtlänge der Iberger Tropfsteinhöhle beträgt ca. 300 Meter, etwa 150 Meter können von den Besuchern erforscht werden. Dazu kommt das so genannte Museum im Berg, ein auf ca. 160 m Länge in den Berg gesprengter Zugangstollen zur Höhle.  Die Iberger Höhle zählt zwar zu den kleineren Schauhöhlen, hat aber dafür eine sehr besondere Entstehungsgeschichte. Auch Bergbau wurde hier betrieben. Seit dem Jahr 2008 ist die Höhle zum Erlebniszentrum für die ganze Familie mit verschiedenen Themenbereichen erweitert.

Wissenswertes zur Iberger Tropfsteinhöhle

Der Bergbau in den Höhlen und Hohlräumen im Iberg geht auf die besondere Entstehung des Berges und seiner Höhlen zurück. Das Kalkmassiv Iberg war vor 385 Millionen Jahren ein Korallenriff in der Südsee. Vor ca. 10 Millionen Jahren begann die natürliche Entstehung der Höhlen durch Grundwasser und eindringendes Regenwasser, aber vor allem auch durch die Verrostung von Eisenerz, dass sich hier durch aufsteigende mineralhaltige Wasser gebildet hatte. Das Kalkgestein des Iberges wurde seither angereichert durch Kalkspat, Braunspat, Eisenstein, Quarz, Kupferkies oder Schwefelkies. Vor ca. 450 Jahren entdeckten Bergleute die Iberger Tropfsteinhöhle, die ersten Forschungen begannen 1583. In der Höhle finden sich zahlreiche Stalaktiten, die ein bezauberndes Farbenspiel zaubern, sowie große schwere Stalagmiten und vor allem Wandsinter. Im Jahr 1874 wurde die Höhle für die interessierten Besucher zugänglich gemacht. Temperaturen von ca. 8 Grad Celsius und eine hohe Luftfeuchtigkeit bis zu 95% sind in der Iberger Tropfsteinhöhle das ganze Jahr hindurch zu verzeichnen..

Das HöhlenErlebnisZentrum HEZ

Die Schauhöhle wurde 2008 zum Erlebniszentrum erweitert. Den Eingang bildet das Museum am Berg mit wertvollen Funden aus der Bronzezeit. Hier wird in einer modernen Ausstellung das Leben und Sterben der berühmt gewordenen Toten, die vor 3000 Jahren in der Lichtensteinhöhle nahe Osterode am Harz ihr Grab hatten, vorgestellt. Durch das Hauptgebäude gelangen die Besucher auch in den neuen Stollen, das Museum im Berg mit der Ausstellung „Ein Riff auf Reisen“. An verschiedenen Stationen wird hier die spannende Geschichte des Ibergs  und der Tropfsteinhöhle erzählt. Von hier aus schließt sich die eigentliche Tropfsteinhöhle, die seit 2013 über ein modernes Beleuchtungssystem verfügt, direkt an.

Die Iberger Tropfsteinhöhle ist ganzjährig geöffnet, im Juli, August, Oktober und in allen niedersächsischen Schulferien täglich von 10.00 bis 17.00 Uhr, in den übrigen Monaten Dienstag bis Sonntag sowie an bundesweiten Feiertagen von 10.00 bis 17.00 Uhr. Im November ist teilweise werktags geschlossen, ebenso am Heiligabend.

Foto: Karl Johaentges, Bildrechte HEZ

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