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Benzinpreise in Niedersachsen

Wo tankt man günstig?

Die Preisentwicklung bei Benzin gleicht einer Achterbahnfahrt. Während der Liter am Vormittag noch relativ günstig zu haben ist, müssen Verbraucher am späten Abend meist schon wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Die regionalen Unterschiede sind teilweise enorm. Zur Freude der Urlauber erreichten die Spritpreise im August ein weiteres Tief. Besonders dort, wo freie Tankstellen zu finden sind, profitieren Kunden an den Tankstellen von niedrigen Preisen.

Preise auf dem Tiefstand

Dass die Benzinpreise ständigen Schwankungen unterliegen, ist kein Geheimnis. Eine kontinuierliche Preissteigerung ist auch keine Überraschung mehr. Während der Liter Superbenzin die Deutschen im Jahr 1980 noch durchschnittlich 60,2 Cent kostete, erreichten die Preise 2012 den Höchststand. Über 1,64 Euro musste in Deutschland für den Liter im Durschnitt gezahlt werden. Glücklicherweise gehen die Preise seither jedes Jahr zurück. 2016 lag der Durchschnittspreis sogar nur noch bei rund 1,27 Euro. Gut für alle Fahrzeughalter. Zur Freude der Touristen waren die Spritkosten im Reisemonat August ebenfalls gering. Nachdem der Juni den bislang teuersten Tankmonat des Jahres 2016 darstellt, entwickelt sich die Preiskurve seit Juli wieder zugunsten der Autofahrer. Zum Vergleich: Im August zahlten Verbraucher durchschnittlich 1,278 Euro für einen Liter Super E10, im Juli waren es noch 1,3 Cent mehr, so die Ergebnisse einer ADAC-Auswertung. Der absolute Tiefstand bei Diesel erreichten die Anzeigentafeln am 4. August 2016 mit im Schnitt 1,054 Euro. Die Super E10-Kundschaft tankte am 12. August am wenigsten.

Benzinpreise in der Bundesrepublik

Im Vergleich zwischen den Bundesländern schneidet Thüringen aktuell am schlechtesten ab. Dort müssen Autofahrer besonders viel für den Liter bezahlen. Die folgende Liste zeigt den durchschnittlichen Preisunterschied je Bundesland pro Liter. Bei den Preisunterschieden handelt es sich um Eurocent-Angaben, die die Abweichubng zum güpnstigsten Durchschnittspreis bezifferm. Als Ausgangspunkt dient Mecklenburg-Vorpommern. Hier waren die Spritpreise am günstigsten.

  1. Thüringen: 2,8
  2. Brandenburg: 2,77
  3. Baden-Württemberg: 2,67
  4. Sachsen: 2,31
  5. Saarland: 2,3
  6. Bremen: 2,0
  7. Hessen: 1,97
  8. Sachsen-Anhalt: 1,79
  9. Schleswig-Holstein: 1,38
  10. Niedersachsen: 1,32
  11. Bayern: 1,15
  12. Rheinland-Pfalz: 0,66
  13. Nordrhein-Westfalen: 0,63
  14. Hamburg: 0,3
  15. Berlin: 0,04
  16. Mecklenburg-Vorpommern: 0,00

Quelle: benzinpreis.de (Stand 6. September 2016, morgens, Abweichungen zum geringsten Durchschnitt aller Benzinsorten)

Niedersachsen liegt im guten Mittelfeld. Am heutigen Tag war am Morgen hierzulande das Benzin im Schnitt nur 1,32 Cent teurer als im günstigsten Bundesland, Mechlenburg-Vorpommern. Innerhalb von Niedersachsen tanken die Autofahrer in Nordhorn mit 6,33 Cent und in Göttingen mit 2,7 Cent über dem Durchschnitt am teuersten. Am günstigsten ist es in Hannover mit 4,13 Cent und in Langenhagen mit 4,47 Cent unter dem Durchschnitt. Aber Achtung: Das ist eine Momentaufnahme vom heutigen Tage.

2015 erwiesen sich Hamburg und Berlin als günstigste Bundesländer, wenn es um den Kauf von Diesel und Benzin ging. Baden-Württemberg und das Saarland verlangten im vergangenen Jahr am meisten für den Liter Super E10, beim Diesel war das Saarland am teuersten. Niedersachsen reihte sich 2015 im Preismittelfeld ein, sowohl bei Diesel als auch Super E10. Im August 2016 tankten Kunden den Liter Super E10 in Rheinland-Pfalz am billigsten, Diesel in Berlin. Niedersachsen schaffte es im August im Bundesland-Vergleich bei Super E10 immerhin auf den siebten Rang der günstigsten Regionen, bei Diesel reichte es sogar für den fünften Platz.  Insgesamt lässt sich zusammenfassen, dass die nördlichen Bundesländer günstiger unterwegs sind. Der Süden ist für Autofahrer kostenintensiv. Extrem teuer ist es an deutschen Raststätten. Wer auf Autobahnen preisbewusst tanken will, sollte besser an Autohöfen Halt machen. Dort sind auch Getränke, Snacks und Süßigkeiten deutlich günstiger.

Vergleichen und sparen

Um beim Tanken effektiv Geld zu sparen, müssen Verbraucher die Spritpreise konsequent vergleichen. Generell ist es zwar sinnvoll das Tanken mit einer Fahrt zu verbinden, die sowieso hätte gemacht werden müssen und entsprechend eine Zapfsäule anzusteuern, die auf dem Weg liegt, aber bei teilweise 20 Cent Preisunterschied kann sich ein kleiner Umweg zur regional günstigsten Tankstelle lohnen. Auf der Internetseite des unabhängigen Vergleichsportals Verivox können Fahrzeugführer die Benzinpreise komfortabel und schnell vergleichen. Dazu einfach die Postleitzahl, den gewünschten Kraftstoff und den Suchradius angeben und das System ermittelt in Sekunden die derzeit günstigste Tankstelle.

Veränderte Niedrigpreisphase: abends länger günstig tanken

Laut einer aktuellen Untersuchung des ADAC hat sich die Niedrigpreisphase für Benzin am Abend merkbar ausgedehnt. Während man bisher im Zeitraum von 18 bis rund 20 Uhr besonders preiswert Sprit kaufen konnte, ist dies nun sogar bis 23 Uhr möglich. Zwischen April und Juni 2016 wertete der Automobilclub die folgenden Top-5 Marken aus:

  • Esso
  • Aral
  • Jet
  • Total
  • Shell

Wobei in den Abendstunden weiterhin ein Preisvergleich ratsam ist. Denn einige Tankstellen, wie Aral und Shell erhöhen die Preise meist früher als die Mitbewerber wie Jet. Die markantesten Preisunterschiede stellte der ADAC zwischen 22 und 23 Uhr fest. In der Nacht sollte auf das Tanken, wenn möglich, ganz verzichtet werden. Zwischen 23 Uhr und 5 Uhr am Morgen erreichen die Preise den höchsten Stand. Bis zu 15 Cent mehr müssen Tanker dann pro Liter bezahlen. Ab circa 5 Uhr sinken die Benzinpreise kontinuierlich über den gesamten Tag. Lediglich zur Mittagszeit ist ein leichter Preisanstieg von wenigen Cent erkennbar. Der ADAC bietet eine kostenlose Spritpreise-App für iOS und Android-Geräte, die es erlaubt Benzinpriese deutschlandweit abzurufen.

Foto: Clipdealer

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