Dominosteine - die süße Verführung im Quadrat

Infos und Rezept zur Süßigkeit

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 02.12.2017
Leckere Dominosteine

Dominosteine sind süße, kleine Köstlichkeiten in Würfelform, die zum Bedauern vieler Niedersachsen überwiegend nur zu Weihnachten erhältlich sind. In einer Umhüllung aus Schokolade versteckt sich ein weicher Boden aus Lebkuchen. Darüber liegt eine Schicht sehr fruchtiges Gelee, meistens aus Sauerkirschen oder Aprikosen. Den Abschluss der Dominosteine bildet eine Schicht Marzipan oder Persipan. Dies sind die Dominosteine, die man üblicherweise im Handel findet.

Das Marzipan der Dominosteine ist eine Masse aus gleichen Teilen geschälter und gekochter Mandeln und Zucker, wahlweise Puderzucker oder auch Zuckersirup. Die Qualität von Marzipan ist höher, je weniger Zucker es enthält. Das Persipan der Dominosteine hingegen enthält neben Mandeln auch Pfirsich- oder Aprikosenkerne. Das gibt ihm ein frischeres, nicht so mandellastiges Aroma als Marzipan es hat. Persipan ist ein erfundenes Wort aus dem lateinischen, Persicus für Pfirsich und Marzipan.

Eine andere Variante der Dominosteine wird von Konditoren hergestellt und beinhaltet kein Marzipan oder Persipan, sondern nur Lebkuchenteig und Frucht. Diese Meisterstückchen sind oft mit Gelee aus exotischen Früchten wie Mangos, Ananas, Kiwi oder Papaya veredelt. Eine weitere Variante der Dominosteine sind je nach Saison Äpfel, Birnen oder Stachelbeeren. Diese werden immer nur für eine kurze Zeit angeboten, um die Frische der Dominosteine zu gewährleisten. Weiße, Milch- oder Zartbitterschokolade hält diese einfach gefüllten Dominosteine zusammen.

Dominosteine - Süßigkeit für die Weihnachtszeit

Wer hat Dominosteine erfunden?

Der Dresdener Chocolatier Herbert Wendler hat die Dominosteine im Jahr 1936 zum ersten Mal präsentiert. Eigentlich war Herr Wendler Spezialist für feinste Kreationen in Sachen edlen Naschwerks für verwöhnte Gaumen. Er wollte aber auch die normale Bevölkerung nicht vergessen und leckere Süßigkeiten erschwinglich machen für die, die sich echte, teure Pralinen nicht leisten konnten oder wollten.

Dominosteine hießen früher auch Notpralinen.  Sie waren die Dominosteine damals die günstigsten Naschereien und wurden sehr erfolgreich angenommen.

Naschkatzen verwöhnen mit selbst gemachten Dominosteinen

Damit man auch außerhalb der Weihnachtszeit in den Genuss dieser Schichtpralinen kommt, macht man die Dominosteine am besten selbst. Das klingt schwieriger als es ist. Für den Teig der Dominosteine benötigt man Mehl, Backpulver, Nelken, Kakao, Zimt, Eier, Zucker, Vanillezucker und Honig. Er sollte locker und luftig sein, nicht so stabil wie zum Bauen von Lebkuchenhäuschen. Nach dem Backen wird der Teig waagerecht halbiert und mit Marmelade oder Gelee nach eigenem Geschmack bestrichen. Die ausgerollte Rohmasse des Marzipans kommt darauf, die zweite Schicht des Lebkuchenteigs wiederum darauf.

Die mundgerechten zugeschnittenen Dominosteine werden nun kurz in geschmolzene Schokolade nach Wahl getaucht, am besten geht dies mit einem Zahnstocher. Auf Backpapier abgelegt, muss man nun nur noch abwarten, bis die Schokolade fest und knackig geworden ist. Sollen selbst gemachte Dominosteine eine andere Form bekommen als den Würfel und eher als Küchlein dienen denn als Praline, nimmt man eine Keksform zum Ausstechen von Herz, Blume oder Häschen zu Ostern.

Dominosteinen selbst herstellen

Wer sich keine Mühe machen möchte, kann die Dominosteine in verschiedenen Ausführungen problemlos im Supermarkt einkaufen. Bäcker stellen sie ebenfalls her und verkaufen sie zur Weihnachtszeit. Wenn Sie sich selbst an den Weihnachtsleckereien versuchen möchten, können Sie diese selbst herstellen. Mit etwas Geschick und einem Minimum an Zeit kreieren Sie die leckersten Dominosteine nach Ihrem individuellen Geschmack. Sie können mit den Zutaten variieren und Ihrer Kreativität freien Lauf lassen.

Dominosteine: Rezept zum Backen

Zutaten für selbst gemachte Dominosteine:

  • 6 Eier
  • 100g Butter
  • je 40g Speisestärke und Mehl
  • 350g Zucker
  • 50g Lebkuchengewürz
  • je 300g Kuvertüre weiß und zartbitter
  • 400g Marzipan
  • 200g Kokosfett
  • 1L Aprikosennektar
  • Puderzucker
  • Salz

Rezept - Dominosteine selbst machen

So geht das Rezept für Dominosteine

200ml Saft erwärmen und die Gelantine darin auflösen. Dann zum übrigen Saft geben und die Hälfte des Zuckers darin verrühren. Anschliessend in eine Form geben und kalt stellen. Eiweiß steif schlagen und mit etwas Zucker versehen. Eigelb mit Zucker schaumig schlagen und ein Drittel vom Eiweiß unterschlagen. Anschliessend Mehl, Stärke und Lebkuchengewürz vermengen und durch ein Sieb auf das Eigelb geben und vermengen. Nun den Rest Eischnee und flüssige Butter untermengen. Alles auf ein Blech geben und im auf 160 Grad vorgeheizten Backofen etwa 15 Minuten Backen.

Nun ein Tuch mit Zucker bestreuen und den gebackenen Biskuit darauflegen. Jetzt werden die Kovertüren zerkleinert und mit etwas Kokosfett schmelzen. Ein Wasserbad eignet sich hierfür. Danach auf unter 30 Grad herunterkühlen. Nun das Marzipan mit Puderzucker bestreuen und dünn auslegen. Alles übereinander legen und in Würfel schneiden und mit der Kuvertüre überdecken. Abkühlen lassen - fertig!

Überraschende Variationen für neue Gaumenfreuden

Eine nicht ganz so süße Idee für die Dominosteine ist, Zitronen- oder Limonengelee oder die bittere englische Orangenmarmelade zu verwenden und die Marzipanrohmasse mit etwas Zitronensaft zu mischen. Exotisch werden die Dominosteine, wenn man Kirschmarmelade oder Orangengelee mit etwas Chili- oder Paprikapulver anrührt. Für Dominosteine mit Alkohol eignen sich Rum oder Grappa in der Fruchtmasse und eventuell auch im Marzipan oder Obstwässer, die der verwendeten Frucht entsprechen. Eine vorsichtige Dosierung ist hier sinnvoll, damit der Geschmack des Alkohols nicht den der Dominosteine überlagert.

Fotos:Clipdealer

Rubrik Familie: