Förderkredite und Zuschüsse vom Land Niedersachsen

Attraktive Zusatzkredite vorgestellt

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 15.05.2019
Förderkredite und Zuschüsse

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist als Förderbank in aller Munde. Jeder kennt sie und jeder, der eine Immobilie baut oder kauft, hat zumindest schon einmal darüber nachgedacht, eines ihrer Angebote zu nutzen. Doch neben der KfW, die Fördermittel des Bundes zur Verfügung stellt, gibt es auch eine eher unbekannte Kollegin: die NBank. Bereits seit 2004 stellt sie im Auftrag des Landes Niedersachsen Fördermittel der unterschiedlichsten Art zur Verfügung. Doch damit ist es noch nicht getan. Niedersachsen fördert seine Bürger auf vielen verschiedenen Wegen. Es fließen Mittel in diverse Projekte, sowohl auf sozialer als auch auf wirtschaftlicher Ebene.

Beratung, günstige Kredite, Tilgungszuschüsse – Angebote für Privatpersonen

Die Aufnahme eines Kredites kann die unterschiedlichsten Gründe haben. Genauso vielfältig sind die Fördermöglichkeiten des Landes. Einige davon sind besonders für Privatpersonen interessant. Neben geförderten und dadurch günstigen Zinsen ist es vor allem das große Beratungsangebot, das unser schönes Bundesland zur Verfügung stellt.

Qualifikation und Weiterbildung

In Deutschland herrscht Fachkräftemangel – darin sind sich alle einig. Doch neben dem Nachwuchs fehlt es auch an fähigen Ausbildern. Für viele Bereiche gilt immer noch: Ausbilden darf nur, wer die Meisterprüfung bestanden hat. Doch auch, wer offiziell keinen Meister- oder Technikertitel benötigt, um ausbilden zu dürfen, kann durch eine solche Zusatzqualifikation viele Vorteile erlangen. Der Nachteil: Die Weiterbildung ist teuer und nicht selten wird ein Kredit benötigt, um bei der Fortbildung möglichst früh nach der Gesellenprüfung am noch im Hinterkopf vorhandenen Wissen anknüpfen zu können.

Die NBank ermöglicht es aufstiegswilligen Fachkräften in einem solchen Fall, einen zinsgünstigen Kredit in Anspruch zu nehmen. Dieser kann zum Beispiel für die Kosten der Ausbildung oder Prüfungsgebühren verwendet werden. Es ist aber auch ein regelmäßiger Unterhalt möglich. Daneben bietet sie nach der erfolgreichen Beendigung der Zusatzausbildung einen Tilgungszuschuss in Höhe von 40 % des Darlehens an. Wird zeitnah ein Betrieb übernommen, sind sogar bis zu 66 % Erlass auf den Darlehensbetrag möglich. Wer kürzlich bereits seine Aufstiegsfortbildungsprüfung bestanden hat, von dieser Fördermaßnahme aber noch nichts wusste, kann sich über ein weiteres Förderangebot dafür nachträglich mit bis zu 4.000,- Euro für die Fortbildung belohnen lassen.

Gründung eines eigenen Unternehmens

Niedersachsen stärkt den eigenen Arbeitsmarkt, indem Gründer ermutigt und unterstützt werden. Selbstverständlich gibt es auch hier die Möglichkeit günstiger Kredite für den Aufbau eines Geschäftsbetriebs sowie für die Anschaffung von Betriebsmitteln. Auf Kreditsicherheiten wie bei Bankdarlehen wird jedoch verzichtet, was die Existenzgründung erheblich vereinfacht. Daneben gibt es jedoch ein Angebot, von dem viele bisher nur zu träumen wagten: das Gründungsstipendium. Für die Dauer von maximal 8 Monaten werden monatlich bis zu 2.000,- Euro an den Stipendiaten gezahlt. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen Kredit, sondern um einen reinen Zuschuss. Es muss also nichts zurückgezahlt werden.

Schaffung, Modernisierung und Ausbau von Wohnraum

Wie auch die KfW investiert das Land Niedersachsen in erheblichem Maße in die Schaffung und den Erhalt von Wohnraum. Wie wichtig dieser Aspekt zu sein scheint, zeigt das geradezu riesige Angebot an unterschiedlichen Förderprogrammen. Allein für die energetische Sanierung stehen drei verschiedene Konzepte zur Verfügung.

Das Wichtigste – wenn man den aktuellen Diskussionen in der Presse Glauben schenken darf – sind jedoch die diversen Angebote für die Schaffung, Modernisierung, Sanierung und den Ausbau von Mietwohnungen. Hier werden immerhin sechs verschiedene Programme angeboten, die der Verbesserung der momentanen Situation auf dem Wohnungsmarkt dienen sollen.

Neben dem Baukindergeld, das allerdings von staatlicher Seite gezahlt wird, werden in Niedersachsen Familien zusätzlich gefördert: Kündigt sich beispielsweise ein weiteres Familienmitglied an, kann für die Schaffung neuer Wohnfläche ein zinsgünstiger Kredit in Anspruch genommen werden – unter Umständen sogar für 15 Jahre zinsfrei. Dazu stellt das Land auch gern eine Bürgschaft zur Verfügung, um so die Konditionen für ein zusätzliches Bankdarlehen zu senken.

Fördermaßnahmen für Unternehmen, Städte und Kommunen

Auch diverse öffentliche Einrichtungen, Unternehmen und sogar Kommunen und Stadtverwaltungen können von der Förderung des Landes Niedersachsen enorm profitieren. Auch hier gibt es unterschiedlichste Programme, mit denen die Verschönerung der Städte und der Wohlfühlfaktor der Bürger unterstützt werden sollen.

Qualifikation und Weiterbildung

Wer ein Unternehmen besitzt oder auch ehrenamtlich im weitesten Sinne etwas mit der Eingliederung von Menschen zu tun hat, sollte sich die Maßnahmen der NBank einmal genauer ansehen. Von der Integration von Behinderten oder Langzeitarbeitslosen bis zur Übernahme von Auszubildenden aus insolventen Betrieben – es gibt für fast jeden Fall ein Förderprogramm, das infrage kommt.

Industrie, Mittelstand und Arbeitsplatzentstehung

Egal, ob ein Unternehmen in Energiespar- oder Umweltschutzmaßnahmen investieren möchte: Für so ziemlich jede Situation könnte eine Fördermaßnahme passend sein. Auch das Wachstum durch innovative Ideen oder Expansion ins Ausland kann unter Umständen gefördert werden. Hier gilt: Alles, was die Wirtschaft oder bestimmte Standorte stärkt, ist erst einmal positiv und hat Chancen auf eine Förderung.

Jeder, der eine Investition tätigen möchte – egal ob privat oder beruflich –, sollte sich einmal in Ruhe informieren, ob eine Förderung möglich ist. Einen guten Überblick und Informationen zu den Fördersummen und den Voraussetzungen sind auf dem Online-Auftritt der NBank zu finden.

Foto: Clipdealer