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Ratgeber: Einbau einer neuen Haustür

Tipps und Informatives

Die Demontage einer alten Haustür sowie der Einbau eines neuen Modells können teuer werden. Kosten von 600 Euro sind keine Seltenheit. Mit der richtigen Vorgehensweise und handwerklichem Geschick lassen sich die Arbeiten in Eigenregie erledigen. Informatives und Tipps hier zum Nachlesen.

Hochwertige Haustüren aus robustem Material bevorzugen

Abhängig davon, aus welchem Material Haustüren gefertigt werden, kommt es zu individuellen Eigenschaften. Welches Material zum Bedarf passt, hängt von den Ansprüchen an Einbruchschutz, Design, Wärmedämmung, Lärmschutz und Pflegeintensität ab. Zentrale Kennzahlen sind unter anderem:

  • Sicherheit: Widerstandsklasse (mindestens RC 2)
  • Wärmeschutz: Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert), maximal 1,8 W/m²K
  • Schallschutz: Schalldämmung zwischen 27 und 42 dB

Welche Haustür einbauen?Holztüren begeistern mit natürlichem Charme und hervorragenden Wärmedämmwerten, sind jedoch pflegeintensiv. Wird die Oberfläche nicht regelmäßig behandelt, leidet die Optik. Aluminiumtüren sind für einen kühlen Charme bekannt und pflegeleicht. Um die schlechten Wärmeschutzwerte auszugleichen, ist eine Dämmschicht wichtig. Stahltüren zeigen sich gegenüber der Witterung unbeeindruckt und machen Einbrechern das Leben schwer. Die Dämmwerte sind allerdings noch schlechter als bei Aluminium. Kunststofftüren sind wiederum besonders günstig und dämmen gut, solange sie eine solide Füllung aufweisen. Zudem bieten sie eine große Designvielfalt. Nachteilig an Kunststoff ist dessen Nachgiebigkeit – mangelt es an Stahlverstärkungen, verzieht sich eine Haustür aus Kunststoff gern. Um einen Eindruck zur Design- und Materialvielfalt zu gewinnen und eine bedarfsgerechte Lösung zu finden, kann sich ein Besuch von Fachhändlern und Baumärkten lohnen. Reichlich regionale Standorte in Niedersachsen bietet die Handelskette Toom mit Märkten in Rinteln, Hannover, Stuhr im Landkreis Diepholz und vielen weiteren. Welche Haustüren im Toom Baumarkt erhältlich sind, lässt sich vorab auf der Internetpräsenz prüfen.

Tipp: Um die neue Haustür in der richtigen Größe zu kaufen, ist präzises Messen ein Muss. Hierfür wird die Türöffnung sorgfältig an zweierlei Stellen in der Höhe und drei verschiedenen Stellen in der Breite gemessen. Das jeweils kleinste Maß ist für den Haustürenkauf entscheidend – davon werden Minimum zehn Millimeter abgezogen, damit der Montageschaum später Platz hat. Beim Bestellen muss außerdem die Öffnungsrichtung der Tür feststehen, weil sich diese häufig nicht ohne Weiteres anpassen lässt.

Demontage und Haustür einbauen

Ist die richtige Haustür gefunden, wird zunächst die alte Außentür inklusive Rahmen und sämtlicher Verkleidungselemente entfernt. Behutsames Vorgehen ist hierbei elementar, um Laibung und Fassade zu schonen. Eine Brechstange kann dennoch erforderlich werden. Bei hartnäckigen Teilen ist es ratsam, den alten Rahmen mit einer Säbelsäge in Stücke zu sägen. Das erleichtert und beschleunigt die Demontage. Auch beim Heraushebeln der Tür sind Brechstangen nützliche Hilfsmittel. Um den Fußboden beziehungsweise den Untergrund im Außenbereich zu schonen, wird eine Holzplatte oder Ähnliches untergelegt. Eine helfende Hand ist generell vorteilhaft, da Haustüren ein nicht zu unterschätzendes Eigengewicht aufweisen. Ist die Tür gelöst, folgt das Abnehmen des Türrahmens. Reste von Mörtel, Silikon und Co. sind gründlich zu entfernen, damit es später nicht zu optischen und funktionalen Einbußen kommt.

Die fertige Haustür Nun kann der Einbau der Haustür beginnen. Die folgenden Arbeitsschritte dienen als grobe Orientierung, aufgrund herstellerbedingter Unterschiede sind Abweichungen möglich:

  • Der erste Arbeitsschritt besteht in der Markierung der Befestigungspunkte am Türrahmen. Etwa zehn Zentimeter von den Ecken des Rahmens entfernt, werden die ersten Markierungen für die Bohrlöcher gesetzt. Letztere werden möglichst in Richtung Türinnenseite gebohrt – so bleibt die thermische Trennung intakt. Auf jeder Seite sind vier Bohrungen empfehlenswert, die mittleren Bohrlöcher sollten einen Abstand von etwa 60 Zentimeter zueinander aufweisen.
  • Nach dem Bohren wird der Türrahmen beziehungsweise die Türzarge in die Laibung platziert. Präzision ist beim Ausrichten unverzichtbar, damit sich die Tür später einwandfrei öffnen und schließen kann. Keile und eine Wasserwaage helfen dabei. Noch komfortabler klappt es mit Montage-Luftkissen für individuelles Justieren des Rahmens. Beim Ausrichten muss auf Dichtungen geachtet werden, die bei vielen Modellen vorkommen, um Rahmen und Laibung winddicht zu verschließen. Sie dürfen nicht verrutschen.
  • Für die Fixierung des Rahmens wird in die Fassade von oben nach unten vorgebohrt. Anschließend werden die Montageschrauben direkt ins Mauerwerk eingebracht. Je nach Hersteller gelingt das Versenken ohne Dübel.
  • Sitzt der Rahmen, wird das Türblatt eingehängt und die Funktion der Tür getestet.
  • Passt alles, lassen sich die Zwischenräume zwischen Laibung und Türrahmen mit Dämmschaum schließen. Leisten oder Acrylmasse eignen sich für den dekorativen Feinschliff.
  • Zum Schluss noch Türgriff, Türdrücker und – falls nötig – das Schloss montieren.

Mit dem Einbau sollte nicht zu spät gestartet werden, da die Arbeiten einige Stunden dauern. Werkzeuge wie Bohrmaschinen (Metall- und Schlagbohrer), Akkuschrauber, Säbelsäge, Brecheisen und ein Teppichmesser sollten griffbereit sein.

Gibt es Fördermittel für den Einbau einer neuen Haustür?

Weil sich durch den Einbau einer neuen Haustür die Energieeffizienz von Gebäuden verbessern lässt, fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) die Maßnahme mit dem Kredit für energieeffizientes Sanieren. Um sich die Förderung zu sichern, müssen Immobilienbesitzer allerdings Mindestanforderungen erfüllen. Details zum Energieeffizient-Sanieren-Kredit hat die KfW online arrangiert.

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