Tipps zur Riester-Rente

Zusätzliche Alterssicherung für Erwerbstätige

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 09.03.2018
Riester-Rente zur Auftsockung der Alterssicherung

Mit der Riester-Rente hat jeder, der Pflichtmitglied in der gesetzlichen Rentenversicherung, Beamte, Richter, oder Soldat ist, die Möglichkeit, freiwillig eine zusätzliche Altersvorsorge aufzubauen. Die Riester-Rente ist in erster Linie für normal verdienende Familien mit Kindern gedacht. Eltern haben die meisten Vorteile beim Abschluss einer Riester-Rente.

Nur die gesetzliche Rente reicht zukünftig immer weniger, um den Lebensstandard im Alter zu erhalten. Schuld daran ist in erster Linie die gestiegene Lebenserwartung der Menschen. So wurde im Jahr 1960 im Durchschnitt zehn Jahre Altersrente bezogen. Heute sind es bei Männern 14,8 und bei Frauen 18,8 Jahre. Weiterhin werden zu wenige Kinder geboren, die später Geld in die Rentenkassen einzahlen und auch geringere Löhne wirken sich negativ aus.

"Riestern": Die staatliche Rente sinkt immer weiter

In etwa zwanzig Jahren wird die gesetzliche Rente nur noch bei etwa 38 Prozent des letzten Verdiensts liegen. Dazu kommt, dass die gesetzliche Altersgrenze für den Renteneintritt schrittweise auf 67 Jahre erhöht wird. Auch hier ist es für viele Menschen kaum möglich, bis zu diesem Alter voll zu arbeiten. Ein Riester-Vertrag kann so abgeschlossen werden, dass die Riester-Rente früher, zum Beispiel schon mit 60 Jahren einsetzt.

Es besteht auch die Möglichkeit einen Riester-Vertrag zur Finanzierung von selbst genutzten Wohnraum (sog. Wohn-Riester) zu nutzen. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass ein Riester-Vertrag zum Beispiel bei Arbeitslosigkeit oder Insolvenz nicht angegriffen und auch nicht angerechnet werden darf. Die Auszahlung als Einmalzahlung ist bis zu 30 Prozent möglich.

Bisher haben über 14 Mio. Menschen in Deutschland eine Riester-Rente abgeschlossen.

Bessere Alterssicherung durch Riester-Rente

Eine zertifizierte Riester-Rente wird vom Staat gefördert

Zur vollen Förderung müssen mindestens 4 Prozent des Bruttogehaltes vom Jahr in den Vertrag eingezahlt werden. Der Mindestbeitrag, zum Beispiel für Geringverdiener, liegt bei 60 Euro. Als Höchstbeitrag sind jährlich 2100 Euro festgelegt. Vom Staat gibt es dann für den Versicherungsnehmer 154 Euro Förderung, bei Partnerverträgen entsprechend 308 Euro. Für jedes Kind, das bis Ende 2007 geboren wurde, gibt es zusätzlich 185 Euro und für nach 2008 geborene Kinder gibt es eine Förderung von 300 Euro pro Jahr.

Der Abschluss einer Riester-Rente lohnt sich vor allem für Menschen mit einem niedrigen Einkommen oder auch für Eltern mit Kindern. Aber auch für andere Personen kann sich ein Riester-Vertrag lohnen, da die hohe staatliche Förderung und die steuerlichen Vorteile für die meisten sehr attraktiv sind.

Foto: Clipdealer