Langzeitgefahr Feuchtigkeitsschäden

Sanierung von Gebäudeschäden erforderlich

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 28.07.2020
Feuchtigkeitsschäden - Sanierung erforderlich

Bauherren und Immobilienbesitzer kennen das Problem, Mieter und Eigenheimbewohner fürchten es: Feuchtigkeit in den Wänden. Sobald ein Gebäude nicht mehr trocken genug ist, kann die Bausubstanz geschädigt werden. Schlimmer noch: Die Folge sind möglicherweise Schimmelpilzentwicklungen, die bereits unsichtbar die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen können. Sobald ein Feuchtigkeitsschaden entdeckt wird, sollte der Immobilienbesitzer unverzüglich handeln. Das sichert die Bausubstanz und verhindert das Ausbreiten der Feuchtigkeitsschäden.

Wo kommen feuchte Wände oder Räume her?

Es gibt viele verschiedene Ursachen für Nässeschäden an Gebäuden. Diese reichen vom falschen Lüften über Materialverschleiß oder unbemerkt einsickernde Nässe bis zu echten Bauschäden. Das zeigen einige Beispiele.

Der Klassiker: Außen- und Innentemperatur sind sehr unterschiedlich. Kleine Tröpfchen bilden sich durch die so angefeuerte Kondensation. Diese setzen sich an Wand oder Fensterritzen fest. Die Nässe kann dann von dort in das Mauerwerk eindringen. So entsteht eine feuchte Wand, die Schimmelpilzbefall begünstigt.

Ebenfalls typisch ist das Eindringen von Feuchtigkeit über die Außenwände. Obwohl die Bauunternehmen für diese Bereiche häufig abweisenden Beton bzw. Zement nutzen, kann Feuchtigkeit eindringen. Möglich wird dies über die Anschlüsse von Rohren oder Leitungen. Die winzigen Zwischenräume ermöglichen es der Nässe, in das Mauerwerk und von dort zum Beispiel in Kellerräume zu kriechen. So oder durch zu wenig wasserabhaltende Materialien entstehen typische nasse Keller. Das ist insbesondere der Fall, wenn das Grundstück zusätzlich Sickerwasser oder Hangwasser zum Mauerwerk leitet.

Ein weiterer üblicher Fall sind defekte Dichtungen oder Risse im Mauerwerk. Auch dabei kommt es zu einem langsamen, aber stetigen Durchfeuchten der umliegenden Wände oder Böden bzw. Decken.

Schäden selbst beseitigen?

So vielfältig die Ursachen von Feuchtigkeitsschäden sind, so unterschiedlich ist die Herangehensweise beim fachmännischen Beseitigen. Heimwerker sollten nur bei klaren Fällen selbst Hand anlegen. Denn zum einen ist nicht immer die augenscheinlichste Lösung dir richtige, da Feuchtigkeit häufig überraschende Quellen hat. Zum anderen kann eine falsche Ursachenbekämpfung das Problem noch verstärken. Daher sollten Hausbesitzer stets einen Experten wie innotech-team.de hinzuziehen, um die Ursache zu ergründen und geeignete Maßnahmen zu empfehlen oder umzusetzen. Dieser Dienstleister ist in der Metropolregion Hannover-Braunschweig einer der führenden Anbieter für die Feuchtigkeitssanierung an Gebäuden. In dieser und anderen Regionen gibt es weitere erfahrene Spezialisten, die Hausbesitzer bei der Trockenlegung unterstützen. Wichtig ist in allen Fällen, dass ein Experte die Schäden begutachtet und die Ursachen für die Feuchtigkeitsentwicklung findet. Erst danach kann die professionelle Sanierung erfolgen.

Kommt es dagegen zu einer Fehleinschätzung durch zum Beispiel den Hausbesitzer, kann dies eine Verschlimmerung des Schadens zur Folge haben oder das Problem nur unzureichend lösen. Gute Spezialisten für die erforderlichen Sanierungsarbeiten müssen nicht teuer sein, können aber bei Bedarf Referenzen nennen.

Feuchtigkeitsschäden: Welche Sanierungsmöglichkeiten gibt es?

Experten unterstützen die Hausbesitzer dabei, die effektivsten Sanierungskonzepte umzusetzen. Diese sind von der Ursache abhängig. Ein undichtes Fenster erfordert eben keine Außenwandsanierung. Allerdings ist genau deshalb eine treffende Bestimmung der Schadensursache so wichtig, wie sie nur ein erfahrener Gebäudesanierer vornehmen kann.

Wichtigste Maßnahme: Das Sanierungsunternehmen muss die feuchten Stellen zuvor von innen und ggf. außen trocknen. Dabei kommen Hochleistungsbautrockner oder Infrarotgeräte zum Einsatz. Erst danach stellt der Dienstleister das eigentliche Problem ab. In Abhängigkeit von der Schadensursache sind folgende, hier in Kurzform erläuterte Sanierungsarbeiten typisch.

  • Horizontalsperre: Dringt das Wasser von unten über einen Kapillareffekt in das Mauerwerk ein, kann eine sogenannte Horizontalsperre eine sinnvolle Maßnahme sein. Dabei kann bei schwierigen Fällen ein Blech zum Einsatz kommen, das die Sanierer horizontal in das Mauerwerk einbringen. Dieser Schutz unterbricht den Kapillareffekt und hält so Wasser davon ab, sich in Wänden und Böden auszubreiten. Sofern es das Mauerwerk zulässt, ist ein Spezialspritzgemisch die bessere Wahl. Das Unternehmen bringt dieses über Druck oder durch kleine Bohrungen in die Bausubstanz ein. Dort breitet es sich aus und verriegelt die kleinen Kanäle für das Wasser.
  • Außenabdichtung: Dringt Wasser seitlich in das Bauwerk ein, kann eine Außenabdichtung sinnvoll sein. Dazu bringt das Sanierungsunternehmen eine Dichtungsmasse von außen auf, die Wasser abhält. Allerdings gibt es Probleme, wenn die Feuchtigkeit durch den Boden in den Keller sickert. In diesen Fällen ist zuvor häufig ein seitliches Abgraben erforderlich, jedoch aus baulichen Gründen nicht immer möglich.
  • Innenabdichtung: Die Innenabdichtung ist in erster Linie eine Alternative zur Außenabdichtung. Sie hält die Feuchtigkeit aus dem Inneren des Gebäudes fern, die Räume bleiben trocken. Allerdings kann die Feuchtigkeit die Bausubstanz von außen weiter schädigen.
  • Flächen- oder Rissinjektionen: Haben sich sichtbare Fugen oder Risse gebildet, kommt die Rissinjektion zum Einsatz. Mit einem Spezialmittel schließt der Spezialist diese Öffnungen und schützt so vor Wasser.
  • Bodenabdichtung: Speziell im Fall von feuchten Kellern kann die Nässe auch von unten in das Gebäude eindringen. Liegt so ein Fall vor, kann ein Spezialunternehmen den Boden abdichten. Dabei kommen unter anderem Bitumen und Dämmplatten zum Einsatz. So wird aus einem Kellergewölbe ein nutzbarer und trockener Zusatzbereich des Gebäudes.

Neben diesen Sanierungsarbeiten sind viele weitere möglich. Dazu gehören häufig das unterschätzte Austauschen von Dichtungen oder Rohrleitungen sowie weitere Maßnahmen. Nicht zu vernachlässigen ist neben der vorherigen Beseitigung der akuten Feuchtigkeitsschäden auch das fachmännische Entfernen eines eventuell vorhandenen Schimmelbefalls. Liegt ein solcher vor, muss dieser vorab unbedingt komplett beseitigt sein. Dazu ist es möglicherweise erforderlich, Teile des Mauerwerks zu ersetzen. Erst danach können die eigentlichen Arbeiten beginnen. Ein erfahrener Spezialist der Feuchtigkeitssanierung wird Hausbesitzer zu diesen Fragen ausführlich beraten und geeignete Maßnahmen vorschlagen.

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