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Heim und Garten Rubrik Familie

Tipps: Die erste eigene Wohnung

Das müssen Sie beachten

Der Einzug in die ersten eigenen vier Wände geht mit zahlreichen Herausforderungen einher. Neben der teilweise aufwändigen Wohnungssuche müssen Verträge geprüft, Möbel beschafft und Versicherungen abgeschlossen werden. Die Liste der Erledigungen ist lang. Lesen Sie nachfolgend, welche Faktoren besonders wichtig sind!

Wohnung oder WG – Vor- und Nachteile im Vergleich

Eigene Wohnung oder Wohngemeinschaft? Eine Entscheidung, die viele beim Auszug aus dem Elternhaus beschäftigt und gut überlegt sein muss. Schließlich haben beide Varianten Vor- und Nachteile. Ein wichtiger Punkt betrifft die Finanzen. Oft gilt das günstige WG-Zimmer als klares Pro für die Wohngemeinschaft. Doch ganz so einfach ist es nicht. Ein Zimmer in einer WG kann durchaus teurer sein, als eine kleine Wohnung. Entscheidend ist die Lage. In vielen Großstädten sind die Mieten derart hoch, dass sich viele selbst eine WG kaum leisten können. Demgegenüber steht preiswerter Wohnraum in weniger gefragten Vororten und Dörfern. Dass das Mieten einer eigenen Wohnung auch in Zeiten steigender Mieten erschwinglich sein kann, zeigt ein Blick auf das Angebot von GCP. Das Unternehmen vermietet und verwaltet Wohnraum deutschlandweit und präsentiert renovierte Wohnungen zu guten Preisen. Auf der Internetpräsenz können Interessenten nach Eingabe von Ort, Objekttyp, gewünschter Zimmeranzahl und Fläche eine individuelle Wohnungssuche starten. Auch Vorstellungen zur Kaltmiete lassen sich vorab festlegen, um nur die Angebote zu erhalten, die im Budget liegen. Durch eine Online-Wohnungsbesichtigung können favorisierte Wohnungen bequem von zu Hause begutachtet werden. Für den schnellen Eindruck die positiven und negativen Aspekte von WG und Wohnung zusammengefasst:

 

Wohnung WG
Vorteile
  • keine Absprachen nötig
  • maximale Flexibilität
  • Ruhe
  • mehr Privatsphäre
  • fördert Selbstständigkeit
  • Platz und Entscheidungsfreiheit
  • -gesellig und unterhaltsam
  • -Hausarbeiten lassen sich aufteilen
  • -bei Abwesenheiten können Mitbewohner das Lüften, Blumengießen und Co. übernehmen
  • -es können Freundschaften entstehen
  • -schneller Anschluss an lokale Cliquen
Nachteile
  • -kann langweilig werden
  • -keine Hilfe
  • -kein kommunikativer Austausch
  • -Kosten sind allein zu tragen
  • -Konfliktpotenzial
  • -weniger Privatsphäre
  • -es kann laut werden
  • -erfordert Absprachen / Kompromisse
  • -Kosten werden geteilt

 

Von Anfrage bis Mietvertrag

War die Wohnungssuche erfolgreich, gilt es bei Anfrage und Besichtigung clever zu agieren. Wer sich gut verkauft, steigert die Chancen auf eine Zusage. Bei der schriftlichen Kontaktaufnahme sollte die direkte Anrede gewählt werden, wenn der Name des Vermieters genannt wurde. Zudem muss sofort klar sein, um welche Wohnung es sich handelt. Viele Vermieter oder Makler verwalten diverse Objekte, sodass sie für eine deutliche Zuordnung dankbar sind. Nachdem das Interesse an der Wohnung formuliert ist, ergänzen einige persönliche Angaben die Kontaktaufnahme. Zwei bis drei kurze Sätze genügen völlig. Vermieter interessiert in erster Linie, ob der Interessent in der Lage ist, die Miete zu begleichen. Angaben zur Tätigkeit sind deshalb angebracht. Es folgt die Bitte um einen Besichtigungstermin. Das obligatorische „mit freundlichen Grüßen“ darf nicht fehlen.

Kommt eine Zusage für eine Besichtigung, sind höfliche Terminvorschläge angebracht. Ratsam sind Termine bei Tageslicht, weil die Wohnung dann besser beurteilt werden kann. Um die Chancen auf die favorisierte Wohnung zu maximieren, müssen sich Interessenten gründlich auf die Besichtigung vorbereiten. Im Idealfall werden dem Vermieter alle nötigen Dokumente unaufgefordert ausgehändigt. Dies ist zwar kein Muss, erleichtert dem potenziellen Vermieter aber die Entscheidung zwischen mehreren Interessenten. Dessen Bonität steht im Vordergrund. Sinnvolle Unterlagen sind:

  • Gehaltsnachweise (nicht-relevante Daten schwärzen!)
  • Bonitätsauskunft (z. B. Schufa)
  • evtl. Bürgschaft der Eltern

Darüber hinaus beeinflusst ein gepflegtes Äußeres den ersten Eindruck positiv. Das hat nichts mit Oberflächlichkeit zu tun. Stattdessen prägt beispielsweise eine saubere und ordentliche Garderobe das höfliche Auftreten vorteilhaft. Als potenzielle Mieter sind Interessenten gut beraten, Interesse zu zeigen und gezielt Fragen zu stellen. Schließlich geht es nicht nur darum, dass der Vermieter einen geeigneten Mieter findet. Die Wohnung muss gleichermaßen zum Interessent passen. Fragen zur lokalen Infrastruktur, Fernseh-Empfang, den zu erwartenden Heizkosten oder der Nutzung von Stellplätzen sind erwünscht. Besteht auch nach dem Rundgang durch die Wohnung Interesse, sollte dies dem Anbieter auch mitgeteilt werden. Außerdem ist zu klären, in welchem Zeitraum mit einer Entscheidung beziehungsweise Rückmeldung gerechnet werden kann.

Was Wohnungssuchende für sich persönlich klären müssen:

  • Reicht der Wohnraum?
  • Stimmt die Raumaufteilung?
  • Sind die Räume hell genug?
  • Ist der Wohnraum vor Lärm geschützt oder eher hellhörig?
  • Ist die Lage mit der Arbeitsstelle vereinbar?

Bei der Besichtigung sollten Interessenten zudem den Zustand von Böden, Fenstern und Wänden prüfen. Ist bereits jetzt Schimmel erkennbar, ist Abstand vom Angebot zu nehmen.

Sofa in der ersten eigenen Wohnung

Informatives zum Mietvertrag

Verlief alles positiv und der Vermieter sagt zu, ist das Unterzeichnen des Mietvertrags der nächste Schritt. Dabei müssen vertragliche Bestandteile kritisch kontrolliert werden. Alle bisher gemachten Angaben, vorwiegend Miete, Nebenkosten und Wohnfläche, müssen mit den Daten im Dokument übereinstimmen. Ein Abgleich der Miete mit dem Mietspiegel ist ebenso empfehlenswert. Zuvor festgestellte Mängel sind schriftlich festzuhalten, damit sie später nicht zulasten des Mieters gehen. Auch eine Kontrolle hinsichtlich fragwürdiger Klauseln darf nicht vernachlässigt werden. „Unwirksam sind insbesondere oft Vereinbarungen in Mietverträgen zu Schönheitsreparaturen und Renovierungen“, informiert der Deutsche Mieterbund (DMB) online in einem Ratgeber zu unwirksamen Klauseln. Verkürzte Kündigungsfristen für Vermieter sind nicht erlaubt.

Zuschuss von der Bundesagentur für Arbeit für die Grundausstattung

Finanzielle Hilfe für die Beschaffung der Erstausstattung der ersten eigenen Wohnung ist denkbar und kann beantragt werden. Bei Mietern unter 25 Jahren sind für Zuschüsse von der Bundesagentur für Arbeit Nachweise zur Notwendigkeit der eigenen Wohnung nötig. Ist der Auszug aus dem Elternhaus beispielsweise aufgrund einer Ausbildungsstelle in einer anderen Stadt unausweichlich, kann dies als Nachweis genügen. Personen über 25 Jahre können Zuschüsse ohne Angabe von Gründen beantragen. Die einmalige Leistung für Möbel und Haushaltsgeräte erfolgt in Form von Geld oder Gutscheinen.

Unverzichtbare Versicherungen

Schäden an der Mietwohnung sind nie auszuschließen. Ob kaputtes Waschbecken oder zerkratztes Parkett. Um die Kosten im Schadensfall nicht selbst tragen zu müssen, wird eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Diese Versicherung gehört generell zu den wichtigsten Policen überhaupt. Weil Mietsachschäden nicht bei jeder Versicherungsgesellschaft abgesichert sind, ist das Kleingedruckte genauestens zu lesen. Eine Hausratversicherung ist immer dann sinnvoll, wenn ein Totalschaden an der Einrichtung mit existenzbedrohenden Folgen verbunden wäre. Gerade in jungen Jahren ist das der Fall. Die Hausratversicherung versichert den Hausstand bei Schäden durch Feuer, Wasser, Hagel, Sturm, Diebstahl, Einbruch und Vandalismus. Steht das Fahrrad in einem abgeschlossenen Raum, ist meistens auch dieser Besitz abgesichert.

Ummeldung und Nachsendeauftrag: Wer umzieht, muss sich beim Einwohnermeldeamt anmelden. Dieser Vorgang ist vielerorts kostenlos. Voraussetzung ist die Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses. Damit die Post direkt bei der neuen Adresse landet, wird ein Nachsendeauftrag erteilt. Für Privatkunden kostet der Service bei der Deutschen Post für ein Jahr rund 29 Euro (Filialpreis).

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