Tipps für Halloween

Gruselspaß mit und für Kinder ohne viel Aufwand und große Kosten

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 27.10.2017
Halloween - Kinderparty mit Gruseln

Warum teuer, aufwendig, kompliziert, wenn es auch einfach und genial geht? Angesichts der immensen Marketingstrategien zum Halloweenfest mit jeder Menge Auswahl an Deko, Kostümen, Gerichten, Rezepten zum Kochen oder Backen kann es den Eltern, die nach wie vor die Hauptorganisatoren für das beliebte „Kinderfest“ bleiben, schnell zu viel und zu teuer werden.

Was Kinder lieben, ist der Spaß an der Freud und der kommt auch an Halloween mit weitaus weniger Aufwand, dafür aber gleichem Effekt aus. Dieser Ratgeber konzentriert sich auf das „Fest der Kinder“, wie die Amerikaner Halloween auch gerne bezeichnen und zeigt auf, wie Sie kindliche Kreativität zum Erfolgsautor für eine gelungene Gruselparty machen können. Das fängt bei den individuellen Kostümen an und hört bei den selbstgebackenen Halloween-Leckereien noch lange nicht auf.

Halloween ist keine Kostenfrage und auch keine Frage aufwendiger Dekoration und Perfektion. Kinder schätzen das Erlebnis und wollen gerne ihre eigenen Ideen aktiv miteinbringen. Dieser Ratgeber richtet sich an alle Eltern, Omas, Opas, Tanten, Onkel, die mit Kindern Halloween feiern wollen und den Spaß in den Vordergrund stellen.

Mit den nachfolgenden Tipps können Sie Halloween zu einem jährlichen Brauch oder Ritual werden lassen, indem Sie z.B. mit den Kindern Grusel-Figuren oder Torten backen. In jedem Jahr können Sie gemeinsam mit den Kindern das Backen variieren oder erweitern, auch anspruchsvollere Elemente von den Kindern kreieren lassen wie z. B. einen großen Frankenstein zum Aufessen aus vielen Einzelteilen.

Teure Kostüme für die Kinder, die nur einmal getragen werden und im nächsten Jahr ohnehin nicht mehr passen, können Sie sich an Halloween sparen. Unsere Verkleidungsideen sind sogar noch schnell vor dem Gruselabend selbst zu gestalten. Die Halloween Party lebt zudem von Spielen, Streichen, Gespenstergeschichten und Gruselfaktoren. Auch hier heißt das Motto: Einfach, aber einfach genial. Nicht zu vergessen der Kürbis-Leuchtkopf, bei dessen Gestaltung sich die Kinder ebenfalls engagiert miteinbringen.

Halloween: Alles gemeinsam mit den Kindern machen - Ablauf

Planen Sie die Halloween-Party in verschiedene Abläufe ein, das schafft klare Strukturen und lässt keine Langeweile aufkommen. Wenn außer den eigenen Kindern noch Freunde der Kinder mitfeiern, halten Sie die Zahl überschaubar. Der Zeitrahmen liegt bei etwa 4 bis 5 Stunden. Beginn der Party 16.00 oder 17.00 Uhr. Und so könnte der Ablauf aussehen:

  • Eröffnung der Halloween-Party mit einem „blutigen“ Begrüßungstrunk (zuckerfreie rote Säfte wie z. B. Kirschsaft, Johannisbeersaft)
  • Gestaltung des Kürbiskopfes
  • Backen und Verzieren
  • Süßes-oder-Saures-Tour, alternativ süße Schätze im Dunkeln suchen (je nach Witterung draußen oder drinnen)
  • „Grusel Events“ für Zwischendurch
  • Ausklang der Feier und ggf. Verabschiedung der Gäste

Halloween: Es geht auch ohne aufwendige Dekoration

Der Handel eröffnet schon Wochen vor Halloween ein Dekoparadies, bei dem Kinderaugen zu Leuchten beginnen. Doch eine gelungene Halloween-Party ist nicht von der Deko abhängig, sondern vom Spaß, den die Kinder bei der Sache haben. Daher können Sie darauf verzichten. Wer dennoch ein wenig mehr Gruselstimmung zaubern möchte: Einige Teelichter oder Kerzen (besonders sicher und haltbar sind LED-Kerzen oder Teelichter) und einige Spinnengewebe für kleines Geld erfüllen ihren Zweck ausreichend. Die passenden Spinnen dazu können die Kinder am Halloween-Abend sogar selbst aus Knete anfertigen.

Der leuchtende Kürbiskopf zur Gruselparty

Er darf nicht fehlen und gemeinsam mit den Kindern geht es an die Gestaltung. Der klassische Kürbis ist groß, standfest und orange. Hier finden sich Sorten wie Ghost Rider, Rocket, Early Harvest. Meist wählen die Eltern aber nach Optik und Gefühl aus. Ein bis zwei Kürbisse reichen vollkommen aus.

Halloween-Küprbis

So wird der Kürbis geschnitzt

Als erstes wird ein Deckel ausgeschnitten und zwar etwas schräg nach innen, damit er aufliegt und nicht nach innen fällt. Das erledigen die Erwachsenen. Im nächsten Schritt wird der Kürbis ausgehöhlt und vom Fruchtfleisch sowie den Kernen befreit. Das funktioniert mit einem großen Löffel oder einem Eisportionierer. Das „Innenleben“ lässt sich wunderbar weiterverwerten. Aus dem Fruchtfleisch kann eine leckere und gesunde Kürbissuppe werden und die Kerne lassen sich im März/April aussäen, um die eigenen Halloween-Kürbisse später zu ernten. Daher erhält auch jedes Gast-Kind eine Hand voll Kerne, die gleichzeitig als Erinnerungsgeschenk an die tolle Party dienen. Fruchtfleisch und Kerne können schon beim Aushöhlen getrennt werden. Ein Kind wird mit dem Abtrocknen der noch schleimigen Kerne beauftragt, ein anderes Kind bereitet aus Papier kleine Faltblättchen vor, in die jeweils vier bis fünf Kerne pro Kind eingelegt werden. Damit der Kürbiskopf direkt als Leuchtfigur einsetzbar ist, wird er innen mit Küchenkrepp getrocknet.

Nun geht es an das Gesicht oder die Fratze. Diese kann gruselig, schockierend oder auch witzig und freundlich sein. Das entscheiden allein die Kinder. Mit einem wasserfesten Filzstift wird das Gesicht aufgezeichnet. Bei mehreren Kindern kann jedes Kind ein Gesichtselement zeichnen, z.B. ein Auge, die Nase, den Mund. Die Umrisse werden mit einer Nadel punktiert, dann lässt sich das Gesicht mit einem scharfen Messer von den Erwachsenen besser ausschneiden. Schon ist der Leuchtkopf fertig. Einige Teelichter hineinstellen und ab mit ihm vor die Türe, denn da gehört er traditionell an Halloween hin.

Kostümideen für Halloween

Kreative Kostüme für Halloween gibt es nicht zu kaufen. Der Fundus an Faschingskostümen bietet oftmals schon eine reiche Ausbeute für das individuelle Kostüm. Schauen Sie gemeinsam mit den Kindern nach, was vorhanden ist. Ein Hexenkostüm beispielsweise eignet sich genauso gut wie ein Vampirkostüm, auch Tierkostüme sind ideal. Vielleicht sind sogar Hüte und Perücken vorhanden, die zum Einsatz kommen können.

Halloween: Gruselverkleidungen - Sitch, Müllsack-Monster, Doktor des Grauens

Alternativ stehen verschiedene Optionen zur Auswahl, wie eine individuelle Halloween-Verkleidung aussehen kann. Schaurige Gesichtsmasken, die von den Kindern im Vorfeld selbst gebastelt werden und für die sich zahlreiche Anleitungen im Internet finden, sind eine davon. Mit Schminke lässt sich ein liebliches Kindergesicht in eine furchterregende Halloween-Fratze verwandeln. Kinder sind ungeheuer kreativ, wenn es um die Kostümierung geht und daher sind selbstgestaltete Verkleidungen auch der Hit. Hier einige Ideen, wie mit wenig Aufwand und Kosten tolle Verkleidungen entstehen:

  • Sally oder Benny Stitch
    Diese Idee ist an eine Folge der amerikanischen Mystery-Serie „Ghost Whisperer“ angelehnt. Darin geht es um ein Mädchen, dessen Mund und Augen zugenäht sind. Dieses Mädchen heißt Sally Stitch, für Jungs bietet sich der Name Benny Stitch an. Die Kleidung ist in Schwarz gehalten. Das lässt sich meist mit einem vorhandenen Faschingskostüm, einem Kleid, Jeans oder Shirt in Schwarz einfach realisieren. Die Haare können nach Belieben gestylt oder mit einer schwarzen Perücke verdeckt werden. Mit Kinderschminke oder einem weichen Kajalstift werden nun die Lippen und die Augen mit Nähten versehen (siehe Bildbeispiel). Ein Loch an der Schläfe, aus dem Blut herausfließt, lässt sich mit einem roten Schminkstift oder Lippenstift aufmalen. Wer möchte, kann zuvor das Gesicht weiß grundieren, dann zeigt sich der Kontrast stärker. Fertig sind Sally oder Benny Stitch.
  • Die Müllsack-Monster
    Für die Müllsack-Monster benötigen Sie große Mülltüten (am besten in Schwarz), die am geschlossenen Ende mit Ausschnitten für Kopf und Arme versehen werden. In unserem Beispiel ist der Müllsack rundherum mit roten Skelett-Händen und Blutspuren beklebt. Die fertigen Sticker gibt es für wenige Cents zu Halloween in zahlreichen Läden. Alternativ können auch eigene Gruselmotive gemalt und anschließend mit doppelseitigem Klebeband auf den Müllsack geklebt werden. Eine Horrormaske und Skelett-Handschuhe kosten ebenfalls nicht viel. Ansonsten sind auch eigens geschminkte Halloween-Gesichter wieder eine tolle Idee. So können Sie eine ganz Müllsack-Monster-Truppe ausstatten, die selbstverständlich einen Müllsack zum Süßigkeiten sammeln mitnimmt.
  • Doktor des Grauens
    Der Doktor des Grauens braucht eine weiße Schürze (aus Stoff) oder Plastik, alternativ ein ausrangiertes weißes Hemd von Papa oder Opa. Schürze oder Hemd werden nun mit Blut präpariert. Bei textilen Materialien bieten sich dazu Wasserfarben bzw. roter Frucht- oder Gemüsesaft an, auf Plastikschürzen haften Acrylfarben und wasserfeste Farben (Edding-Stifte) optimal. Mundschutz und Haube sowie Einweg-Handschuhe ergänzen die Kluft des unheimlichen Chirurgen, der an Halloween so ziemlich jeden und alles operieren will. Als Haube kann auch Mamas Duschhaube dienen. Die darf sogar ein cooles Blumenmuster haben, denn dann sind  Lacher garantiert. Wie heißt es so schön: Man muss sich nur zu helfen wissen. Mit einem roten Schminkstift (Lippenstift) werden noch einige Blutspritzer von den grausigen Operationen auf den Hals und ins Gesicht gemalt. Den großen Auftritt haben die Kinder dann, wenn sie zur Türe hereinkommen und rufen: „Wer will als nächstes operiert werden?“ und sich dabei voller Vorfreude die Hände reiben.

Halloween-Ideen zum Backen

Das Internet ist heute unser großer Freund, wenn es um geniale Ideen aller Art geht, so auch für Halloween-Delikatessen, insbesondere Backwerk. Alles sieht wirklich super aus, aber allein schon die Zutaten verschlingen eine immense Summe Geld, von der Zeit für Vorbereitung und Umsetzung ganz zu schweigen. Zeit, die gerade berufstätigen Eltern, die ein schönes Halloween für die Kinder auf die Beine stellen möchten, nicht haben. Dabei geht es auch ganz einfach mit weniger, denn weniger ist oft mehr.

Die Backrezepte für unsere gruseligen Halloween-Figuren werden mit einem gängigen Mürbeteig umgesetzt. Die Zutaten sind meist ohnehin im Haushalt vorhanden. Für die farbige Gestaltung benötigen Sie in erster Linie Zuckerfarben (vor allen Dingen Rot für den blutigen Aspekt), Blockschokolade und nach Belieben noch Zuckerstreusel.

Backen an Halloween

Hier das Grundrezept für den Mürbeteig, der mengenmäßig entsprechend der Kinderzahl angepasst werden kann. Die angegebenen Zutaten ergeben etwa ein Blech mit fünf Figuren:

  • 100 g Zucker
  • 200 g Butter (aus dem Kühlschrank)
  • 300 g Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Prise Salz

Die Butter in Stücke schneiden und in die Mitte der Arbeitsfläche geben, Zucker, Salz und Ei dazugeben und alles mit den Händen gut verkneten. Dann das Mehl hinzugeben und erneut ordentlich kneten. Wird der Teig zu fest, etwas Milch hinzufügen und nochmals kneten. Den Mürbeteig können die Kinder selbst zubereiten, denn das Kneten macht ihnen großen Spaß.

Der Teig wird anschließend zu einer Kugel geformt, in Frischhaltefolie gewickelt und sollte nun mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank ruhen. Währenddessen geht es an die Erstellung der Teigschablonen. Dazu gleich nachfolgend drei Ideen für schaurig-schönes Backwerk.

Gruselige Backwaren zu Halloween

Bunte Halloween-Horror-Mischung

Die bunte Halloween-Horror-Mischung kann Vampire, Geister, Monster-Gesichter, Hexen, Fledermäuse, blutige Hände, Augen enthalten. Die Vorlagen können von den Kindern selbst auf Papier gezeichnet und ausgeschnitten werden, alternativ oder ergänzend bieten sich Vorlagen aus dem World Wide Web an. Verwenden Sie dazu die Bildersuche der Suchmaschine.

Beispiel für die Bildersuche im Internet: Geben Sie Vampir ein und klicken Sie auf Tools/Clipart oder Strichzeichnung. Sie erhalten eine Fülle an Bildvorschlägen, aus denen die geeigneten Motive ausgewählt werden können. Speichern Sie die Vorlage ab und drucken Sie diese vergrößert aus.

Je bunter der Mix an Figuren, umso besser, also ein oder zwei Vorlagen für Vampire, Gespenster, Gruselgesichter, Totenkopf oder ähnliches. Für die kalten blutigen Händchen bieten sich natürlich die eigenen Handumrisse wunderbar an. Das Ausschneiden der Papierfiguren übernehmen die Kinder. Die Schablonen werden auf den dünn ausgerollten Teig gelegt und die Umrisse mit einem Messer nachgefahren. Die Teigfiguren kommen dann auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und backen im vorgeheizten Ofen (180 Grad) ca. 10 Minuten. Nach dem Backvorgang müssen die Teile mindestens 30 Minuten auskühlen, bevor es an das Gestalten geht. Dann darf mit Zuckerfarbe (Zuckerschrift), flüssiger Schokolade, Zuckerstreuseln verziert werden, was das Zeug hält und genau so, wie es den Kindern gefällt. Sie können frei Hand arbeiten oder sich an den ausgedruckten Vorlagen orientieren.

Halloween - bunter Horro-Mix aus dem Backofen

  • Vogelspinnen zum Vernaschen
    Für die lustigen Spinnen werden aus dem Teig Kreise mit einem Glas gestanzt und gebacken. Zusätzlich benötigen Sie Schokoladen Kugeln (z.B. Haloren) für die großen Köpfe, Zuckerfarbe und Blockschokolade bzw. Schokoglasur. Nach dem Auskühlen die Schokoladen Kugeln mit etwas flüssiger Schokolade als Klebemittel in die Mitte der gebackenen Kreise setzen. Die Spinnenbeine werden mit einem feinen Pinsel und flüssiger Schokolade aufgemalt. Anschließend noch Augen auftupfen mit Zuckerfarbe und fertig sind die Vogelspinnen zum Vernaschen.
  • Frankensteins Monster neu zusammengesetzt
    Dieses Backwerk ist besonders interessant, wenn mehrere Kinder zusammenwirken. Jedes Kind darf ein oder zwei Körperteile nach seiner Fasson gestalten, natürlich richtig gruselig. Für den Kopf bietet sich auch eine Vorlage aus dem Internet an. Zunächst werden die Vorlagen erstellt, dabei kommt es bei diesem zusammengesetzten Backmenschen nicht auf akkurate Proportionen an, die Hand darf durchaus größer sein als der Arm, nur muss sie noch auf das Backblech passen. Letztlich soll ein gigantisches Menschenmonster entstehen, so dass pro Backblech ca. 2 Körperteile in Frage kommen, der Kopf wird extra gebacken. Nach dem Auskühlen werden die einzelnen Körperteile von den Kindern mit Zuckerfarbe und Schokolade nach Belieben gestaltet. Als Klebstoff, mit dem alle Körperteile zusammengefügt werden, dient ein Zucker-Eiweißgemisch.
  • Schokoladige Halloween-Torte mit Riesenspinnen
    Diese Torte ist schnell gemacht. Benötigt werden zwei dunkle Tortenböden mit einem Durchmesser von ca. 26 cm, eine Schokoladen-Tortencreme zum selbst anrühren, eine Packung schwarzer Zuckerfondant für die Deko-Spinnen und Zuckerschrift.
    Die Tortencreme nach Packungsanleitung anrühren und kalt stellen. Währenddessen formen die Kinder aus der Fondantmasse die Spinnen. Diese muss zunächst etwas erwärmt werden, damit sie sich kneten lässt. Ein Teil der Tortencreme wird nun auf den ersten Tortenboden gestrichen, bevor der zweite Tortenboden darauf gesetzt wird. Mit der restlichen Creme erfolgt das Verkleiden der Seitenränder. Mit der Zuckerschrift wird ein Spinnennetz auf die Oberfläche gemalt. Den krönenden Abschluss bilden die aufgesetzten Zuckerspinnen.

In Horror gebacken - die blutige Hand

Halloween: kleine Spiele für zwischendurch

Kleine Spiele zwischendurch und, um Wartezeiten beim Backen zu überbrücken, beleben die Halloween-Party und sorgen für Abwechslung. Einige Dinge sollten Sie für den Halloween-Grusel-Faktor parat haben:

  • Glibber/Schleim
  • Kunst-Blut
  • Elemente zum Erfühlen (z.B. Eiswürfel und ein Stück altes Brot)
  • Taschenlampe

Auf der Halloween-Party können Sie spielerisch Konzentration, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Wahrnehmung der Kinder schulen, ohne dass der Spaß dabei zu kurz kommt. Eines der beliebten Spiele ist das Ertasten von Dingen in einer oder mehreren Kisten, die über ein Loch verfügen, in das mit der Hand hineingegriffen werden kann. Diese Spielidee haben wir variiert. Dazu genügen drei kleine Kartons, die alle gleich aussehen und gleich groß sind.

In den ersten Karton stellen Sie ein Schüsselchen mit Eiswürfeln, in den zweiten Karton legen Sie eine Scheibe altes Brot und in den dritten Karton kommt ein Schüsselchen mit Glibber/Schleim. Nun stellen Sie die Kartons nebeneinander auf. Jedes Kind darf im ersten Durchgang jeweils eine Kiste aussuchen, in das es durch das Loch hineinfasst. Erwischt es dabei direkt den Schleim, bekommt es einen Punkt. Bevor das nächste Kind an der Reihe ist, werden die Kisten zuerst verschoben, wie beim bekannten Hütchenspiel. Insgesamt gibt es drei Durchgänge. Das Kind, das die meisten Punkte sammeln konnte, hat gewonnen.

Die Gruselgeschichten im Kreis vereinen Gruselfaktor, Gedächtnis, Konzentration und Reaktion. Die Kinder sitzen im Kreis auf dem Boden. Der Raum ist zunächst erhellt und alle haben einige Minuten Zeit, um sich Situation und Position einzuprägen. Ein beliebiges Kind aus dem Kreis erhält eine kleine Taschenlampe und hält sich diese unter das Gesicht. Dann wird das Licht ausgeschaltet und das Kind beginnt damit, eine Gruselgeschichte zu erzählen.  Nach drei bis vier Sätzen reicht das Kind die Taschenlampe an seinen linken Sitzpartner weiter, der diese annimmt und mit der Geschichte fortfahren soll. Zuvor muss dieser aber den letzten Satz des Vorredners wiederholen. Vergisst er das, muss er ausscheiden (aus dem Kreis nach hinten rücken) und die Taschenlampe direkt weiterreichen. Dieses Spiel ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört, denn jeder könnte der nächste sein und muss sich immer den letzten Satz genau merken.

Auch der dritte Spielvorschlag erfordert Konzentration. Dabei bilden sich jeweils Spielpaare, die nacheinander an die Reihe kommen. Hier geht es um das Interview mit einem Vampir, das durchaus blutrünstig werden kann. Ein Kind ist der Interviewer, das andere Kind der Vampir. Sowohl Interviewer wie Vampir können je 10 Sätze sprechen. Der Interviewer beginnt das Gespräch zum Beispiel so: „Wie geht es Ihnen heute an Halloween?“. Der Vampir muss nun das letzte Wort der Frage zum ersten Wort der Antwort machen. Also: „Halloween ist mein liebstes Fest, da beiße ich besonders gerne zu.“ Der Interviewer nimmt wieder das letzte Wort auf und beginnt damit die neue Frage. Vergisst eines der beiden Kinder, das jeweils letzte Wort für den neuen Satz zu nutzen, so wird es von seinem Gegenüber mit Kunstblut „markiert“. Wer am Ende des Interviews die wenigsten Blutspuren aufweist, hat gewonnen.

Halloween - Gruselstimmung

Die Mutprobe im Dunkeln ist ein Spiel, das sich auch für kleinere Kinder gut eignet. Dazu stellen sich die Kinder in zwei Reihen auf und bilden so einen Mittelgang. Eines der Kinder wird sich der Mutprobe unterziehen und begibt sich an den Startpunkt, während das Licht noch eingeschaltet ist. Dann wird es dunkel und das Kind muss durch den Gang schreiten. Dabei strecken die Kinder in der Reihe die Arme nach dem Kind aus und dürfen es mit den Händen leicht berühren, wenn es vorbeigeht. Die Mutprobe besteht nun darin, nicht zu aufzuschreien, wenn eine Berührung verspürt wird.

Alternative zum „Hausieren“ - Süßigkeiten bei Nacht und Nebel mit Taschenlampe suchen

Viele Kinder möchten „Trick or Treat“ (Streich oder Überraschung/Süßes oder Saures), wie in Amerika das Süßigkeiten-Hausieren an Halloween genannt wird, nicht missen. Dabei sollte immer ein Erwachsener mit von der Partie sein. Beschränken Sie sich dabei auf zwei bis vier Straßen in Ihrem Ort. Eine Alternative, die sich auch als gruseliges Spiel einbauen lässt, zeigt sich mit dem Süßigkeiten suchen, das dem Ostereier-Suchen gleicht, jedoch im Dunkeln und mit Taschenlampe erfolgt. Die Erwachsenen müssen hier jedoch je nach Wetterlage drinnen oder draußen Versteck-Vorarbeit leisten.

Fotos: Nicole Arnold

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