Bad Fallingbostel

Bad Fallingbostel

von Redaktion
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Kreisstadt in der Lüneburger Heide

Als Kreisstadt des Landkreises Heidekreis präsentiert sich die 63,15 qkm große Stadt Bad Fallingbostel in Niedersachsen, die 11.405 Einwohner zählt. Sie liegt im südlichen Teil der Lüneburger Heide, am Rande der Hohen Heidmark und wird landschaftlich durch weite Wälder, Wiesen und Ackerflächen geprägt. Ein besonders lauschiger Ort zum Entspannen und Genießen ist das Böhmetal, benannt nach dem gleichnamigen Fluss, der die Stadt durchzieht. Bad Fallingbostel wartet mit einem gesunden milden Reizklima und ist eine beliebte Anlaufstelle für Kur- und Rehabilitationsaufenthalte, Wellness und Fitness in idyllischer Umgebung. Seit 2002 führt die Stadt, die 50 m über dem Meeresspiegel liegt, offiziell den Namenszusatz „Bad“.

Bad Fallingbostel gliedert sich in die Kernstadt Bad Fallingbostel und die Orte Dorfmark, Jettebruch, Mengebostel, Riepe, Verde. Die Stadt liegt geographisch im Städtedreieck Hamburg-Hannover-Bremen, was sie auch zu einem idealen Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Richtungen macht.

Bad Fallingbostel: Eckdaten der Stadtgeschichte

Die Stadtgeschichte geht auf landwirtschaftliche Ansiedlungen im damals noch altsächsischen Loingaus zurück. Erstmals wurde Fallingbostel im Jahre 993 schriftlich unter dem Namen „Vastulingeburstalle“ – der Wohnplatz der Vastulinger – erwähnt. Als Verwaltungssitz hat Bad Fallingbostel eine lange Tradition. Um 1300 wurde die Vogtei Fallingbostel als eine von zwölf Vogtein der Großvogtei Celle eingerichtet. Unter der Verwaltung Preußens ab 1866 entstanden in der Provinz Hannover die ersten Landkreise darunter auch Fallingbostel. 1977 erfolgte die Zusammenlegung der Landkreise Fallingbostel und Soltau zum Landkreis Soltau-Fallingbostel, der 2010 in Landkreis Heidekreis umbenannt wurde.

Am 1. April 1949 erhielt Bad Fallingbostel die Stadtrechte. Eine wichtige Bedeutung hat sowohl historisch wie auch touristisch der Ort Dorfmark, der im Zeitraum 1378 bis 1388 ebenfalls Stadtrechte innehatte.

Bekannt ist Bad Fallingbostel zudem durch Europas größten Truppenübungsplatz, den NATO-Truppenübungsplatz Bergen, und weist eine Vielzahl von Kasernen der britischen Armee auf. 2015 zogen die letzten britischen Streitkräfte in Bad Fallingbostel ab.

Wirtschaft und Verkehr in Bad Fallingbostel

Die Wirtschaft in Bad Fallingbostel ist vielfältig geprägt. Haupterwerbsquellen finden sich mit der industriellen Produktion verschiedener Zweige, der Bau- und Immobilienwirtschaft, der Logistik und dem Tourismus. Bedeutende Unternehmen der Stadt sind die Mondelez Deutschland GmbH (Firma Kraft, Lebensmittel), die Eckes-Granini Deutschland GmbH, die Michelin-Reifenwerke (Vertrieb), DB Schenker Logistics und Deutschlands größter Massivhauspark, die Viebrockhaus AG. Zahlreiche Fachverbände und Institutionen der Land- und Forstwirtschaft haben hier ihren Sitz. Mittelständische Betriebe aus Handel, Handwerk und Dienstleistungsgewerbe runden das wirtschaftliche Bild perfekt ab. Mit dem Erlebnisdreieck Bad Fallingbostel, Dorfmark und der Vogelpark-Region sowie dem Kurbetrieb fährt die Stadt zusätzlich auf Erfolgskurs.

Anbindungen an den Straßenverkehr finden sich mit der A 7, den Bundesstraßen B 209 und B 440 sowie der L 163. Die Stadt verfügt über zwei Bahnhöfe, jeweils in der Kernstadt und in Dorfmark, die an der Heidebahn Hannover-Soltau liegen.

Bad Fallingbostel: Erlebnis Dreieck, Sehenswürdigkeiten, Freizeit

Die Stadt Fallingbostel inklusiver aller Orte und der Region Vogelpark versteht sich als Erlebnis-Dreieck im Städtedreieck Hamburg-Hannover-Bremen. So bieten sich für Gäste in der Stadt selbst, in der landschaftlichen Heideregion und in den Städten Hamburg, Bremen, Hannover, Celle oder Lüneburg abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten.

In Bad Fallingbostel wartet eine Reihe von Sehenswürdigkeiten und auch die Schönheit der Landschaft kommt nicht zu kurz. Das Museum der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft e.V., kurz Megalithpark Fallingbostel entführt in die faszinierende Welt der vorzeitlichen Kultsteine, die vor allem für die Anlage von Großsteingräbern verwendet wurden. Originale 5.000 Jahre alte Großsteingräber können Interessierte an den Grabstätten „Sieben Steinhäuser“ am ehemaligen Truppenübungsplatz bewundern. Der große Kurpark mit Golf-Anlage, Barfuss-Parcours, Kräutergarten, Fitnesspark, Bootsstation lädt zum Flanieren, Entspannen oder Sporteln ein. Sehenswert sind zudem der Hof der Heidmark und die St. Dyonysius Kirche. Das Grab von Hermann Löns im Tietlinger Wacholderhain erreicht man vom Stadtzentrum aus in weniger als einer halben Stunde.

Wer Natur pur liebt, der ist im Böhmetal bestens aufgehoben. Die malerische Landschaft am Nordrand der Stadt beeindruckt durch einen zauberhaften Laubwald im Urstromtal der Böhme, der raffinierte Steilhänge aufweist.

Auch der Ort Dorfmark bietet Besuchern viel zum Schauen, Entdecken und Erleben, darunter das Backhaus im Grünen, die St. Martins Kirche, das Grab von Erich Manstein, die Kapelle zu Wense und das Strandbad.

Im Dreieck Hamburg-Bremen-Hannover liegt die Vogelpark-Region, die einen touristischen Zusammenschluss der Orte Walsrode, Bad Fallingbostel, Bomlitz, Dorfmark, Düshorn und dem Bezirk Osterheide bezeichnet. Traditionelle Architektur, wunderbare Naturlandschaften und Naturschutz sind hier Programm. Das Naherholungsgebiet EIBIA/Lohheide in Bomlitz die Krelinger Heide, das Megalith Großsteingrab Kreling, der Tietlinger Wacholderhain gehören wie der Weltvogelpark zu den Highlights der Region.

Ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm, auch und gerade für Gäste, beispielsweise mit Stadtführungen, Planwagen-Fahrten zum Löns-Grab, Besuch der Sieben Steinhäuser und traditionelle Feste wie Vierder Kartoffelfeuer, Apfelfest Wense, Plattdeutsche Abende bringen das Erlebnis-Dreieck auf allen Ebenen näher.

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