FrĂŒhjahrsbelebung in Niedersachsen

Arbeitslosenzahlen sinken

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 31.03.2010
Arbeitsmarkt: FrĂŒhjahrsbelebung in Niedersachsen

Die Arbeitsmarktzahlen in Niedersachsen entwickeln sich erfreulich. Die Zahl der Arbeitslosen ist im MĂ€rz spĂŒrbar gesunken. Im MĂ€rz waren 325.480 Menschen in Niedersachsen arbeitslos gemeldet, was einer Quote von 8,2 Prozent entspricht. GegenĂŒber dem Vormonat ist der Arbeitslosenbestand damit um 2,6 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen allerdings um 0,8 Prozent gestiegen.

Nach Auskunft der Agentur fĂŒr Arbeit Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen macht sich die saisonale FrĂŒhjahrsbelebung deutlich bemerkbar. WĂ€hrend diese vor einem Jahr noch stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise gebremst wurde, entspricht der RĂŒckgang der Arbeitslosenzahl in diesem Jahr fast wieder dem saisonal ĂŒblichen Maß. Klaus Stietenroth, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen erklĂ€rt die GrĂŒnde: „Nach dem langen Winter wurde vor allem im Baugewerbe wieder vermehrt eingestellt. Parallel dazu zeigte sich aber erfreulich deutlich, dass mehr Menschen auch in witterungsunabhĂ€ngigen Bereichen wie der Fertigung und Logistik eingestellt wurden und das Stellenangebot von Arbeitgebern insgesamt merklich stieg.“ Er fĂŒgt hinzu: „Es mehren sich die Anzeichen, dass sich einige Teile des Arbeitsmarktes allmĂ€hlich zu erholen beginnen.“

Das zeigt zum Beispiel die Zahl der sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten. Hier entwickelt sich Niedersachsen deutlich positiver als der Durchschnitt der westlichen BundeslĂ€nder. Nach vorlĂ€ufigen Hochrechnungen stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,5 Prozent, das sind ĂŒber 11.500 Menschen, auf rund 2,4 Millionen an. Das ist deshalb besonders bemerkenswert, da diese Zahl im Schnitt der westdeutschen LĂ€nder gesunken ist. Einer der GrĂŒnde ist, dass Niedersachsen weniger stark von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen war und hier der sich sehr gut entwickelnde Bereich des Gesundheits- und Sozialwesens stĂ€rker ausgeprĂ€gt ist. Ebenso ist der Anstieg im Sektor Erziehung und Unterricht mit 8,5 Prozent sehr stark, wĂ€hrend der wichtige Abschnitt des verarbeitenden Gewerbes rĂŒcklĂ€ufige Zahlen aufweist.

Gewinner des insgesamt positiven Trends sind MĂ€nner unter 25 Jahre. Sie werden in der Bau- und in der Fertigungsbranche besonders nachgefragt. Die Arbeitslosenquote bei dieser Gruppe liegt nur noch bei 7,7 Prozent. Insgesamt konnten im MĂ€rz 2010 in Niedersachsen ĂŒber 28.000 Menschen aus der Arbeitslosigkeit in eine ErwerbstĂ€tigkeit wechseln.

Erstmals legte die Agentur fĂŒr Arbeit auch Zahlen zur sogenannten UnterbeschĂ€ftigung vor. Darin sind zusĂ€tzlich zu den Arbeitslosen auch Angaben zu Personen enthalten, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne BeschĂ€ftigung sind, weil sie zum Beispiel in Arbeitsmarktmaßnahmen, Weiterbildungsangeboten, oder Altersteilzeit sind oder einen GrĂŒndungszuschuss bekommen. Die UnterbeschĂ€ftigung lag in Niedersachsen nach vorlĂ€ufigen Angaben im MĂ€rz bei 433.074.

 

Foto: Agentur fĂŒr Arbeit

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