Hannover: JobCenter in Gefahr

Jagau fĂŒrchtet um ArbeitsfĂ€higkeit

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 20.05.2010
Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesarbeitsagentur

RegionsprĂ€sident Hauke Jagau macht sich Sorgen um die ArbeitsfĂ€higkeit der JobCenter in der Region Hannover. Angesichts der Personalpolitik der Bundesarbeitsagentur sei die LeistungsfĂ€higkeit der Arbeitsgemeinschaft gefĂ€hrdet, sagte Jagau. In einem Brief an Klaus Stiethenroth, Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur fĂŒr Arbeit, schrieb er: „Die Personalsituation der JobCenter Region Hannover muss seit Jahren als Ă€ußert prekĂ€r bezeichnet werden.“ Der Grund: hohe Fluktuation, ein hoher Anteil befristeter ArbeitsvertrĂ€ge, fehlende Planungssicherheit.

Derzeit arbeiten rund 1450 Menschen in den JobCentern. „28 Prozent des Personals sind befristet beschĂ€ftigt, ein Viertel arbeitet kĂŒrzer als zwei Jahre, fast jeder sechste Mitarbeiter seit weniger als einem Jahr fĂŒr die JobCenter“, sagte Jagau heute in Hannover. Die Folgen: Die Mitarbeiter haben kaum Gelegenheit, sich richtig einzuarbeiten. Hohe Fluktuation verursacht BearbeitungsrĂŒckstĂ€nde und geht zulasten der Dienstleistung fĂŒr die Hilfeberechtigten. Eine angemessene und zeitnahe Betreuung ist nicht durchgehend gewĂ€hrleistet.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JobCenter hĂ€ngen in der Luft. Sie wissen nicht, wie es weitergeht, und mĂŒssen befĂŒrchten, demnĂ€chst selbst als Kunden an die TĂŒren der Arbeitsagentur klopfen zu mĂŒssen“, sagte Jagau. Auch fĂŒr die Klienten sei diese Unsicherheit unzumutbar. „Das muss sich Ă€ndern“, sagt der RegionsprĂ€sident.

Foto: Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesarbeitsagentur

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