Masterplan Worpswede

Museumsdorf bekommt Gesamtkonzept

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 05.08.2010
Die nieders├Ąchsische Ministerin f├╝r Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna W

Heute hat Kulturministerin Dr. Johanna Wanka den Masterplan Worpswede vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein ambitioniertes Zukunftsprojekt zur Erneuerung der Worpsweder Museumslandschaft. Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von rund neun Millionen Euro f├╝r den Erhalt der Bausubstanz und ein museales Gesamtkonzept.

Dr. Wanka sagte in Worpswede: ÔÇ×Mit dem Masterplan hat Worpswede die einmalige Chance, seine kunst- und kulturhistorische Bedeutung zu bewahren und zeitgem├Ą├č herauszustellen. Zugleich wird eine Verbindung mit der zeitgen├Âssischen Kunst und Kunstschaffenden hergestellt. Allein rund 6,3 Millionen Euro gibt das Land Niedersachsen aus seinem Anteil an der EFRE-F├Ârderung. Kein Ort in Niedersachsen erh├Ąlt eine so hohe F├Ârderung f├╝r Kultur und Kulturtourismus." Landrat Dr. J├Ârg Mielke hob den Stellenwert der K├╝nstlergemeinde f├╝r den Landkreis Osterholz und der gesamten Region hervor und sagte an Dr. Wanka gerichtet: ÔÇ×Der Masterplan Worpswede kommt genau im richtigen Moment. Indem Sie Worpswede st├Ąrken, geben Sie einen wichtigen Impuls f├╝r die Identit├Ąt und die weitreichende positive Au├čenwirkung unserer gesamten Region." Worpswedes B├╝rgermeister Stefan Schwenke nannte den Masterplan Worpswede ÔÇ×eine einzigartige Chance f├╝r den K├╝nstlerort WorpswedeÔÇť. Der Ort werde diese Chance ÔÇ×im Hinblick auf unsere gro├če kulturelle Vergangenheit und mit Blick auf unsere Zukunft entschlossen nutzen!"

Das Museumsdorf Worpswede feiert 2014 den 125. Geburtstag der K├╝nstlerkolonie. Dann soll sich der Ort als Gesamtkonzept pr├Ąsentieren. Dazu haben sich unter anderem vier Museen, ein K├╝nstlergarten und die beiden kommunalen Gebietsk├Ârperschaften zum Worpsweder Museumsverbund zusammengeschlossen. Ziel ist es, Worpswede als ein Gesamtbild mit Museen und Ausstellungsh├Ąusern und einem authentischen K├╝nstlerdorf zu pr├Ąsentieren und ein vielf├Ąltiges kulturtouristisches Ausflugsziel zu bieten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Restauration der denkmalgesch├╝tzten Museumsgeb├Ąude sowie eine Erweiterung der Ausstellungsfl├Ąchen. Die Ergebnisse der Bauma├čnahmen sollen 2012 mit einer Ausstellung zum K├╝nstler Heinrich Vogler der ├ľffentlichkeit pr├Ąsentiert werden.

Die Opposition begr├╝├čte den Masterplan Worpswede ausdr├╝cklich, sieht aber die gegenw├Ąrtigen K├╝nstler in Gefahr. Daniela Behrens, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion sagte heute: ÔÇ×Leider fehlt auf dem Programm ein wichtiges Thema: die Zukunft der K├╝nstlerf├Ârderung am Standort Worpswede.ÔÇťSo wichtig dieser Masterplan sei, so wichtig sei auch die F├Ârderung der zeitgen├Âssischen Kunst und damit der K├╝nstlerf├Ârderung. ÔÇ×Worpswede darf nicht zum Museumsdorf degradiert werdenÔÇť, meinte Behrens.

Auch der kulturpolitische Sprecher der Fraktion Die Linke, Victor Perli, ├╝bte Kritik: ÔÇ×Hier macht die Landesregierung gro├če Fehler, indem sie die K├╝nstlerstipendien aus Worpswede abzieht. Damit droht Worpswede zu einem Ort der Vergangenheit herabgestuft zu werden. Die Landesregierung hat ohne Not einen einzigartigen Leuchtturm der l├Ąndlichen Kultur in Europa besch├Ądigt.ÔÇť



Foto: Die nieders├Ąchsische Ministerin f├╝r Wissenschaft und Kultur, Prof. Dr. Johanna Wanka, informiert sich vor Ort  ├╝ber den Auftakt des Masterplans Worpswede|Focke Strangmann

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