Kita-Plätze uneinheitlich verteilt

Betreuungsplätze in der Region Hannover wachsen

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 27.05.2010
Sozialdezernent Erwin Jordan und Jugendpflege

Das Angebot für Kinder vom ersten bis zum elften Lebensjahr hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich verbessert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Erhebung der Region Hannover. Als Jugendhilfeträger für 15 Kommunen erfasst die Region den Bestand der Plätze in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege und unterstützt die Kommunen bei der quantitativen und qualitativen Weiterentwicklung des Angebots. Die aktuellen Zahlen über das Platzangebot im Jahr 2009 wurden heute in Hannover vorgestellt. „Die Anstrengungen der Städte und Gemeinden, den Ausbau von Betreuungsplätzen voranzutreiben, sind spürbar, allerdings besteht – trotz der positiven Entwicklung – vor allem beim Angebot für Kinder unter drei und über sechs Jahren weiterhin Handlungsbedarf“, sagte Sozialdezernent Erwin Jordan von der Region Hannover.

Ein besonderes Augenmerk richtet die Erhebung auf die Betreuungssituation für Kinder unter drei Jahren. Ab dem Jahr 2013 besteht ab einem Alter von einem Jahr ein Rechtsanspruch auf einen Platz in einer Kindertagesstätte oder in Kindertagespflege. Für jüngere Kinder ist in einer sogenannten „Soll-Bestimmung“ eine bedarfsgerechte Versorgung festgeschrieben. Bund und Länder haben sich darauf geeinigt, dass bis dahin die durchschnittliche Versorgungsquote für Krippenkinder mindestens 35 Prozent beträgt. Nach Daten der Studie werden einige Städten der Region erheblich aufholen müssen. So werden für das kommende Jahr in den Städten Neustadt, Wunstorf, Garbsen und Pattensen noch Quoten unter 20 Prozent erwartet. Diese müssen innerhalb von kurzer Zeit nahezu verdoppelt werden. Gehrden, Burgwedel und Wedemark erreichen dagegen bereits nächstes Jahr annähernd die gewünschte Betreuungskapazität.

 

Foto: Sozialdezernent Erwin Jordan, Elisabeth Schwarz, Leiterin des Teams Jugendhilfeplanung und Jugendberufshilfe, Sozialplaner Jörg Gapski und Simone Hagemann vom Team Jugendhilfeplanung und Jugendberufshilfe der Region Hannover bei der Studienvorstelltung (von links nach rechts)|Region Hannover

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