Die Sonne kommt nach Wilhelmshaven

Forschungsschiff soll Ozeane erforschen

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 19.08.2011
Forschungsschiff Sonne

Der Hafen von Wilhelemshaven bekommt ein neues Schiff. Das Forschungsschiff Sonne wird in der Küstenstadt von Niedersachsen stationiert und soll von dort aus Einsätze fahren. Ziele sind der Pazifische und der Indische Ozean, wo unter anderem nach Ansätzen für weitere Fragen zum Klimawandel geforscht werden soll. Das Forschungsschiff Sonne ist heute von Bundesforschungsministerin Annette Schavan in Auftrag gegeben worden.

Die Sonne ist ein Nachfolgeschiff des gleichnamigen bereits 36 Jahre alten Forschungsschiffes und wird ab 2015 einsatzbereit sein. Auftragnehmer für den Neubau und die Bereederung des Schiffes ist die Tiefseeforschungsschiff GmbH & Co. KG. Dabei handelt es sich um ein Konsortium von der Meyer Werft in Papenburg und der Reederei RF Forschungsschiffahrt in Bremen. Gebaut wird das Schiff in der Neptun Werft, der Schwesternwerft der Meyer Werft in Rostock.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat mit der heutigen Unterschrift der Ministerin die Erneuerung der Forschungsflotte auf den Weg gebracht. Schavan sagte dazu: „Die deutsche Meeresforschung kann sich freuen. Die neue Sonne wird sowohl die Meeresforschung stärken als auch Arbeitsplätze in der deutschen maritimen Wirtschaft sichern.“ Das Vorhaben hat ein Gesamtvolumen von 124,4 Millionen Euro. Dieses wird gemeinsam vom Bund (90 Prozent) und den Küstenländern getragen. Niedersachsen beteiligt sich zu 50 Prozent am Anteil der Länder. Dazu erklärte Niedersachsens Wissenschaftsministerin Johanna Wanka heute: „Die Finanzierung des Schiffes ist ein hervorragendes Beispiel für eine effektive, gemeinsame Forschungspolitik von Bund und Ländern. Der Schiffsneubau stärkt die technischen Möglichkeiten für künftige Projekte von Forschungseinrichtungen und Hochschulen der Küstenländer deutlich.“

Das Forschungsschiff Sonne wird von Wilhelmshaven aus in den Pazifik und zum Indischen Ozean aufbrechen, um dort die Ozeane zu erforschen. Denn beide Weltmeere haben einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Weltklimas und so kann vor dem Hintergrund des Klimawandels die Wonne dort mögliche Antworten auf Fragen zum Themenkomplex finden. Unter anderem soll das Schiff Fragen zur Versorgung mit Rohstoffen aus dem Meer und die Folgen eines Eingriffs in Ökosysteme nachgehen.

 

Foto: 3D-Animation des geplanten Forschungsschiffes (Meyer Werft Papenburg)

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