Dioxin in Bio-Eiern

SPD will schnellstmögliche Unterrichtung

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 10.05.2010
Dioxin in Bio-Eiern

Bio-Eier aus Niedersachsen sind dioxinverseucht. Das teilte das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung mit. Als Ursache wird dem Futter beigemischtes belastetes Maismehl aus der Ukraine vermutet. Betroffen sind voraussichtliche 19 der 150 nach ökologischen Landbau arbeitenden Legehennenbetriebe in Niedersachsen. Nach Aussagen des Ministeriums haben alle betroffenen Betriebe die Auslieferungen gestoppt und der Handel die Eier aus de Regalen entfernt.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung in Berlin hat festgestellt, das die ermittelten Dioxingehalte keine akute Gesundheitsgefahr für die Verbraucher darstellen. Eine langfristige Aufnahme solcher Schadstoffmengen sei aber nicht akzeptabel. Um die Schadstoffgrenze einzuhalten, können die betroffenen Betriebe erst nach einer erneuten Untersuchung ihre Eier wieder ausliefern.

Ein Nachspiel erfährt das Thema auf politischer Bühne. Die SPD verlangte heute eine unverzügliche und komplette Information durch die Landesregierung. Karin Stief-Kreihe, agrarpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, äußerte sich, dass die Angaben zu den dioxinbelasteten Bio-Eiern verunsicherten: „Die Verbraucher müssen sicher sein können, dass sie unbelastete Eier auf den Tisch bekommen. Dazu muss man wissen, wo das dioxinverseuchte Futter zum Einsatz kam und wo dann das Produkt Ei in die Regale gekommen ist.“ Einen entsprechenden Antrag, mit der die Landesregierung um Aufklärung gebeten wird, habe die SPD gestellt.

Foto: Clipdealer

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