Sozialwahl 2011

Die Niedersachsen bestimmen mit

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 08.04.2011
Sozialwahl 2011

Über 4,5 Millionen Niedersachsen sind aufgerufen, ab kommender Woche ihr Kreuz bei der Sozialwahl 2011 zu machen. Damit können sie mitbestimmen, wer ihre Vertreter in den wichtigsten Gremien der Selbstverwaltung der Deutschen Rentenversicherung im Bund sowie von fünf Ersatzkassen werden. Für Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan ist diese Sozialwahl die Möglichkeit, mitzuentscheiden: „Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele Versicherte die Chance der Sozialwahlen ergreifen, um ihre Vertreter in die Verwaltungsräte der Kassen zu wählen“, so die Ministerin. Der Leiter der Landesvertretung Niedersachsen des Verbandes der Ersatzkassen (vdek), Jörg Niemann, nennt die Wahl sogar ein Kernstück der Demokratie in der Sozialversicherung: „Wenn es um die konkreten Interessen der Versicherten geht, entscheiden ihre bei der Sozialwahl gewählten Vertreter“, gibt der Fachmann einen wichtigen Wahlgrund zu bedenken.

Der Bundeswahlbeauftragter für die Sozialwahlen, Gerald Weiß, ruft ebenfalls zur Wahl auf, um Einfluss nehmen zu können: „Diejenigen, die Beiträge zahlen, sollen auch mitbestimmen, wofür das Geld ausgegeben wird. Das ist der Kern des Selbstverwaltungsgedankens. Legitimation, Versichertennähe und Praxisorientierung, das sind Alleinstellungsmerkmale der deutschen Sozialversicherung. Dieses Modell ist urdemokratisch und hat sich ohne jeden Zweifel bewährt.“

Die Sozialwahl ist die drittgrößte Wahl in Deutschland. Rund 48 Millionen Menschen können an ihr Teilnehmen. Informationen sind bereits von vielen Krankenversicherungen verschickt worden. Die Wahlunterlagen folgen ab kommendem Montag. Diese müssen ausgefüllt bis zum 1. Juni 2011 an die aufgedruckte Adresse zurückgeschickt werden, damit die stimmen in die Auszählung einfließen können. Mit der Sozialwahl bestimmen die Versicherten über die Gremienzusammensetzung der kommenden sechs Jahre. Zur Wahl stehen Wahllisten, die unter anderem Organisationen und Interessengruppen sowie Arbeitnehmervereinigungen und freie Listen beinhalten. Die Kosten für die Sozialwahl werden auf unter einem Euro pro Wahlberechtigten beziffert.

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