Wulff beendet Wirtschaftsreise nach Arabien

Katar und Arabische Emirate standen auf dem Programm

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 16.02.2010
Christian Wulff

Unter anderem vereinbarte der Regierungschef bei seinem Besuch in den Emiraten eine Verstärkung des gegenseitigen Austausches von Schülern, Studenten und Lehrkräften. In Abu Dhabi sprach der Ministerpräsident vor der 1994 gegründeten Außenhandelskammer. Diese stelle ein „Meilenstein der strategischen Partnerschaft“ zwischen Deutschland und den Vereinigten Arabischen Emiraten dar.

Das Land ist in der Region am arabischen Golf der wichtigste Handelspartner der Bundesrepublik, in dem sich über 700 deutsche Firmen engagieren, davon viele aus Niedersachsen. In der Bilanz dieser Kooperation stehen der Austausch von Waren und Dienstleistungen im Wert von 8,5 Milliarden Euro. Nach Worten des Ministerpräsidenten habe Niedersachsen ein großes Interesse, die bisherigen Beziehungen zu intensivieren. Gleiches gelte für das Emirat Katar. Wulff dazu: "Niedersachsen hat sich in den vergangenen Jahren immer stärker als ein Land der Mobilitätswirtschaft, der erneuerbaren Energien, als Technologie- und Wissenschaftsstandort profiliert." Deshalb möchte Wulff sowohl die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen als auch Kontakte im Bereich Wissenschaft und Kultur sowie die politische Beziehungen mit Katar deutlich vertiefen.

Katar ist das reichste Land Asiens und hält seit Mitte letzten Jahres 17 Prozent der Aktien des Wolfsburger Volkswagenkonzerns. Vor diesen Hintergrund lobte Christian Wulff den Staat als „langfristig orientierten zuverlässigen Aktionär unseres größten Unternehmens“. Katar unterstütze das globale Wachstum von Volkswagen und ermögliche so die erfolgreiche Entwicklung des Konzerns. Dieser hatte als größter europäischer Automobilbauer trotz eines für die Branche schwierigen Umfeldes im letzten Jahr bei den Kraftfahrzeugen ein Absatzplus von sechs Prozent erreicht.

Foto: Niedersächsische Staatskanzlei

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