Zwei neue Forschungszentren

Forschungsschub für Implantate und biomolekulare Wirkstoffe

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 07.07.2010
Zwei neue Forschungszentren in Hannover

In Niedersachsen entstehen zwei neue und zukunftsweisende Forschungsbauten. An der Medizinischen Hochschule Hannover für rund 54 Millionen Euro das Niedersächsische Zentrum für Biomedizintechnik/Implantatforschung (NZ-BMT) und an der Leibniz Universität Hannover für rund 20 Millionen Euro das Zentrum für Biomolekulare Wirkstoffe (BMWZ). Rund 380 Wissenschaftler und Mitarbeiter sollen in den neuen Zentren arbeiten.

Wissenschaftsministerin Johanna Wanka sagte gestern in Hannover dazu: „Die erfolgreichen Kooperationen zwischen den Hochschulen in Hannover und mit wissenschaftlichen Einrichtungen in der Landeshauptstadt und Braunschweig bringen einmal mehr herausragende Ergebnisse." Sie hob hervor, dass Niedersachsen im Bundesvergleich bei den seit 2007 durch Bund und Land als Gemeinschaftsaufgabe jeweils hälftig geförderten Forschungsbauten mit inzwischen elf Vorhaben und einer Bundesförderung in Höhe von rund 116 Millionen Euro im Ländervergleich auf dem zweiten Platz liege.

Die Implantatforschung ist ein übergreifendes Themenfeld der hannoverschen Hochschulen. Schon seit zehn Jahren arbeiten medizinische, ingenieurwissenschaftliche und naturwissenschaftliche Arbeitsgruppen der beiden Medizinischen Hochschule, der Leibnitz Universität und des Laserzentrums Hannover in diversen Forschungsprojekten erfolgreich zusammen. Dabei sind die Wissenschaftler bisher aber an acht Standorten verstreut. Künftig wird es mit dem NZ-BMT einen zentralen Ort der gemeinsamen, hochkarätigen Forschung geben.

Die Weiterentwicklung von Wirk- und Naturstoffen zu Therapeutika gegen Infektionskrankheiten und Krebs ist der Schwerpunkt des BMWZ. Das Zentrum wird dabei ein wichtiger Baustein der Translationsallianz Niedersachsen, die das biomedizinische Know-how in Hannover und Braunschweig zusammenfasst. Im BMWZ kann jetzt die chemisch-biologisch orientierte Wirkstoffforschung auf einem völlig neuen Ausstattungsniveau betrieben werden.

Foto: Clipdealer

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