Bad Sachsa

Erlebnisträchtiger Urlaubsort im Harz

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 21.01.2019
Bad Sachsa

Im niedersächsischen Landkreis Göttingen, am südlichen Rand des Mittelgebirges Harz, liegt die Stadt Bad Sachsa, die seit 1905 staatlich anerkannter heilklimatischer Kurort ist. Gesundheit, Wellness und ein großes Sport- und Kulturangebot ziehen die Gäste aus nah und fern, im Sommer wie im Winter an. Bad Sachsa mit dem Skizentrum am Ravensberg gilt als eine der beliebtesten Wintersportdestinationen im Harz. Aufgrund der Fläche von etwas über 33 qkm und der überschaubaren Einwohnerzahl von 7.500 Personen zählt die Kurstadt zu den kleineren Städten im Landkreis. Bad Sachsa gliedert sich in die Kernstadt sowie in die Stadtteile Neuhof, Tettenborn und Steina. Die Kreisstadt Göttingen liegt 50 km von Bad Sachsa entfernt. Als höchste Erhebung präsentiert sich der Ravensberg mit 659 m Höhe, bezeichnender Fluss ist die Uffe. In der nahen Umgebung finden sich gleich mehrere bedeutende Naturschutzgebiete: Piroteich/Sachsenstein, Gipskarstlandschaft Bad Sachsa und Walkenried sowie Siebertal.

Geschichte der Stadt Bad Sachsa

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Sachsa geht auf das Jahr 1219 zurück und steht im Zusammenhang mit einem Pfarrer. Das älteste Bauwerk, der Turm der St. Nikolai-Kirche, stammt aus dem Zeitraum zwischen 1180 und 1200. Bis in das Jahr 1648 stand Sachsa unter der Herrschaft zahlreicher und stetig wechselnder Grafen und Herzöge, darunter Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbüttel.

Der Westfälische Friede beendete den Dreißigjährigen Krieg, in Folge dessen ging das Fürstentums Halberstadt an den Kurfürsten von Brandenburg und Sachsa kam unter brandenburgisch-preußische Herrschaft. 1816 erfolgte die Einteilung Preußens in zehn Provinzen, zu denen auch die neue Provinz Sachsen gehörte, in der Sachsa dem Regierungsbezirk Erfurt und dem heute thüringischen Landkreis Nordhausen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges zugerechnet war. Durch einen Gebietstausch der Besatzungsmächte wurde Sachsa dem ehemaligen niedersächsischen Landkreis Osterode am Harz offiziell im September 1945 zugeteilt. Im Rahmen der Gebietsreform 1972 erfolgte die Eingliederung der ehemals braunschweigischen und hannoverschen Orte/Gemeinden Neuhof, Tettenborn und Steina in die Gemeinde. 2016 schlossen sich die bis dato eigenständigen Landkreise Osterode am Harz und Göttingen zum neuen Landkreis Göttingen zusammen, deren Verwaltungssitz die Stadt Göttingen ist.

1905 wurde Sachsa zum staatlich anerkannten Kurort ernannt, der Gesundheitsbetrieb setzte schon 1870 ein. Noch vor der offiziellen Ernennung zur Kurstadt übertrumpften die Zahlen der Kurgäste die der Einwohner um fast das Doppelte. Weitere Meilensteine in der touristischen Entwicklung folgten mit dem Bau der Jugendherberge in den Jahren 1960/61 und dem Kursaal 1962/63. Heute ist Bad Sachsa ein reizvoller Ort für Sommermärchen und Winterträume, der zu allen Jahreszeiten stark von Gästen frequentiert ist.

Wirtschaft und Verkehr in Bad Sachsa

Bad Sachsa hat sich schon früh auf den Tourismus eingerichtet, wie die Zeit nach der Eingliederung in den niedersächsischen Harz belegt. Das große Angebot an Gastronomie, Unterkünften jeder Art, Shopping, Sport- und Freizeitaktivitäten steigert das Bruttosozialprodukt ebenso wie der Kurbetrieb mit seinen vielen Facetten. Straßenverkehrsanbindungen finden sich mit der B 243 sowie einer Vielzahl von Kreis- und Landesstraßen. Über die Südharzstrecke erfolgt der Schienenverkehr der Deutschen Bahn. Der Bahnhof der Stadt befindet sich im Stadtteil Neuhof. Den öffentlichen Nahverkehr bedienen drei Buslinien des Verkehrsverbundes Süd-Niedersachsen.

Gesundheit und Wellness im staatlich anerkannten heilklimatischen Kurort

Tief durchatmen, das gesunde Heilklima und die zahlreichen Gesundheits- und Wellnessangebote genießen lautet das Motto im schönen Bad Sachsa. Das milde Heilklima hat wohltuende Wirkung bei Atemwegserkrankungen sowie Herz- und Kreislaufbeschwerden. Als symbolisches Bauwerk für die kleine Kurstadt steht das das idyllische Kurhaus, das als Veranstaltungsstätte für eine Vielzahl von Events aller Art genutzt wird. Durch seine Lage im Vitalpark ist es auch Ausgangspunkt für das gesundheitsfördernde Gehen auf den zehn ausgewiesenen Terrainkurwegen.

Der saftig grüne Vitalpark mit verschlungenen Wegen, Blumenhainen und schattigen Loungeplätzen macht seinem Namen alle Ehre, denn hier werden Bewegung und Entspannung gleichermaßen groß geschrieben. Nach Barfusslaufen, Qigong oder Wassertreten bieten ergonomische Liegebänke und kleine Auszeit-Oasen die richtigen Plätze, um den Aufenthalt einfach nur zu genießen. Ein besonderes Highlight präsentiert sich mit dem Schmelzteich, der zum Schutz vor Hochwasser bereits im 16. Jahrhundert angelegt wurde. Der Staudamm mit einer Länge von 130 m und einer Höhe von 5 m eröffnet einen traumhaft schönen Blick über den gesamten Park.

Die wohltuenden Kräfte des Salzes lassen sich in der SalzLounge erspüren. Durchatmen wird zu einem besonderen Ereignis in der magischen Salzgrotte. Sauerstofftherapie, Entspannungskurse und Heilsteinmassagen ergänzen das Angebot. Bad Sachsa verfügt zudem über eine große Auswahl an Wellness-Hotels, welche auch als DaySpa genutzt werden. Man muss also nicht im Hotel wohnen, um von den vielseitigen Anwendungen profitieren zu können.

Das Erlebnisbad Salztal Paradies bietet Badevergnügen für Groß und Klein, zudem steht eine Sauna- und Wellnesslandschaft zur Verfügung. Im Winter wie im Sommer können sich die Gäste auf Eisvergnügen freuen. Die große Eislaufhalle, in der Eislaufen, Eishockey und Eisstockschießen möglich sind, ist ganzjährig geöffnet.

Sehenswürdigkeiten und Freizeitaktivitäten in Bad Sachsa

Schon die Architektur des reizvollen Kustädtchens fasziniert das Auge. Historische Fachwerkhäuser wechseln sich ab mit prachtvollen Jugendstilvillen, zu denen auch das Rathaus gehört, und Bauwerken aus der traditionsreichen Geschichte. Als ältestes Bauwerk der Stadt präsentiert sich die St. Nicolai-Kirche mit prachtvoller Barock-Ausstattung.

Gleich vier Museen geben Einblick in Landschaftsentwicklung, Brauchtum, Lebensweise und Besonderheiten der Stadt im Südharz. Die Heimatgeschichte hat ihren Platz im Wintersport- und Heimatmuseum Bad Sachsa gefunden. Hier kann die wechselvolle Entwicklung des Ortes mit einem besonderen Fokus auf den Ravensberg und die sportlichen Aktivitäten anhand einer Vielzahl von Exponaten nachverfolgt werden. Im NatUrzeitmuseum begeben sich die Besucher auf eine spannende Reise in die Landschaftsgeschichte, erfahren u.a. wie aus einem Vulkan der Ravensberg entstanden ist, wie sich die speziellen Landschaftsformen ausgeprägt haben und was es mit den Dinosauriern hier auf sich hatte. Das Museum beherbergt auch eine Infostelle des Nationalpark Harz und des Geoparks Harz. Das Grenzlandmuseum im Kurpark wurde 1992, drei Jahre nach der Grenzöffnung zwischen Nüxei und Mackenrode, in Betrieb genommen und versteht sich als Stätte des Bewahrens, Erinnerns und Mahnens. Die Geschichte der deutschen Teilung mit ihren Auswirkungen speziell im Südharz ist an diesem Ort stets präsent. Die Glashüttenzeit lebt mit dem Glasmuseum im Ortsteil Steina wieder auf. Der gläsernen Spur folgen die Besucher zurück in das 16. und 17. Jahrhundert und lernen die Tradition der Waldglashütten und der Glasbläserei kennen.

Natur pur in vielen Facetten erleben, steht bei den Freizeitaktivitäten ganz oben auf der Liste. Eindrucksvoll zeigen sich die Gips- und Karstlandschaften mit ihren mystischen Höhlen, die über den Karstwanderweg erkundet werden können. Wandern nach Herzenslust in unberührten Landschaften mit eindrucksvoller Flora und Fauna sowie vielen Relikten der deutschen Geschichte - Das lässt sich auf dem Harzer Grenzweg, dem Grünen Band, der sich über eine Länge von 75 km zwischen Bad Harzburg bis nach Tettenborn erstreckt, wunderbar verwirklichen.

In den Sommermonaten wird an den Gewässern viel geboten, z.B. Tretbootfahen auf dem alten Schmelzteich oder Angeln und Baden in den Teichen im Naturschutzgebiet Priorteich. Hier, in einem der ältesten Naturschutzgebiete des Landes, findet sich eine Vielzahl von Anglerteichen, die einst von den Zisterzienser-Mönchen des benachbarten Klosters Walkenried zur Fischzucht angelegt wurden.

Ob Wandern, Skifahren oder Rodeln - Der Ravensberg lädt zu jeder Jahreszeit zu abwechslungsreichen Aktivitäten in der gesunden Höhenluft ein. Der Märchengrund auf dem Katzenstein, dem Vorberg des Ravensberges, ist ein traumhafter Bergwald, in dem kleine und große Besucher eintauchen in die fantastische Welt der Märchen. Zwischen alten hohen Bäumen, sanften Bachläufen und auf verwunschenen Pfaden warten berühmte Märchenstationen, so dass sich die Gäste selbst wie im Märchen fühlen. Ebenfalls auf dem Katzenstein angesiedelt ist der Harzfalkenhof, auf dem im Sommer Falken, Adler und viele weitere Greifvögel spannende Flugshows absolvieren. Im integrierten Vogelpark werden die seltenen Schneegeier aus dem Himalaya gezüchtet.

Jede Menge Veranstaltungen finden im Laufe des Jahres in Bad Sacha statt, zu denen Einheimische und Gäste herzlich eingeladen sind. Darunter der Erlebnismarkt, das Lichterfest, das Stadtfest, das Weinfest, das Erntefest und der Weihnachtsmarkt.

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