Bramsche

Stadt mit Tuchmachergeschichte

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 24.05.2016

Im niedersächsischen Landkreis Osnabrück findet sich die Stadt Bramsche, die ca. 31.000 Einwohner zählt. Das bedeutende Wirtschaftszentrum liegt am Mittellandkanal sowie am Flusslauf der Hase. Bedeutende Sehenswürdigkeiten wie der Naturpark TERRA.vita oder Kalkriese zählen zu den Besuchermagneten, die auch Touristen neugierig machen. Die einmalig schöne Lage zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald zieht Naturfreunde und Wanderer aus Nah und Fern an.

Bramsche weist eine Fläche von knapp 184 Quadratkilometern auf. Über 40 Ortsteile zählt die Stadt, darunter neben Bramsche-Zentrum die größeren Orte:

  • Achmer,
  • Balkum,
  • Engter,
  • Epe,
  • Evinghausen,
  • Hesepe,
  • Kalkriese,
  • Lappenstuhl,
  • Pente,
  • Schleptrup,
  • Sögeln,
  • Ueffeln.

Erstmals wurde die Stadt im Jahre 1097 urkundlich erwähnt. Die Verleihung der Stadtrechte erfolgte 1929.

Wirtschaft und Verkehr in Bramsche

Handel und Handwerk bestimmen seit früher Zeit die Stadt Bramsche, die insbesondere für das Tuchmacherhandwerk über die Grenzen hinaus bekannt ist. Bereits 1586 schloss sich in Bramsche die Tuchmachergilde zusammen. Bis in die 1970er-Jahre waren in der genossenschaftlichen Tuchfabrik über 100 Meisterbetriebe aktiv. Heute können sich Besucher im Tuchmacher Museum in die glorreiche Geschichte des goldenen Handwerks entführen lassen. In Bramsche sind heute etwa 2.000 kleine und mittelständische Betriebe sowie große Industrieunternehmen ansässig, daneben bestimmen Einzelhandel und Dienstleistungssektor das wirtschaftliche Bild.

Wichtige Straßenverkehrsanbindungen finden sich mit der A1 sowie den Bundesstraßen B 68 und B 218. Der Schienenverkehr wird über die Bahnlinie Osnabrück-Bremen/Wilhelmshaven bedient. Als bedeutende Schifffahrtsstraße ist der Mittellandkanal zu nennen.

Sehenswürdigkeiten und Freizeit in Bramsche

Das vielfach ausgezeichnete Tuchmacher Museum in Bramsche gibt Einblick in ein bedeutendes Stück Wirtschafts- und Kulturgeschichte von Stadt und Region. Auf historischen Maschinen wird die Wollverarbeitung wie zu den Blütezeiten der Tuchmacher anschaulich vorgeführt.

Der Ortsteil Kalkriese hat ebenso eine bewegte Vergangenheit. Er gilt als Schauplatz der weltberühmten Schlacht im Teutoburger Wald, historisch als „Varusschlacht“ bekannt. Zahlreiche archäologische Funde untermauern diese Annahme. Im Museum und Park Kalkriese können die Fundstücke aus der Zeit der Römer und Germanen bestaunt werden, neben der Dauerausstellung bietet die Einrichtung zahlreiche Sonderausstellungen und Events für die ganze Familie.

Zu den Sehenswürdigkeiten in der Stadt Bramsche gehören weiterhin die Kirche St. Martin, die Wasserburg Alt Barenaue, Schloss Sögeln und die Burg Hespe.

Der europäische Natur- und Geopark TERRA.vita, der sich über den nördlichen Teutoburger Wald, das Wiehengebirge und das Osnabrücker Land erstreckt, ist ein Eldorado für Wanderfreunde und Naturkundler. Geologische Denkmäler und Zeitspuren der Erdgeschichte wie Sedimente und Fossilien bilden ein naturnahes Geschichtsbuch zum Erkunden.

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