Leda-Jümme-Gebiet

Zweistromland in Ostfriesland

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 04.10.2016
Wassersport im Leda-Jümme-Gebiet in Leer

Das Leda-Jümme-Gebiet, touristisch liebevoll als „ostfriesisches Zweistromland“ bezeichnet, gehört zu den reizvollen Landschaftsarealen in Niedersachsen mit einem reichen Angebot für Wassersportfreunde. Namensgebend sind die beiden Flüsse Jümme und Leda.  Die Leda hat ihre Quelle im Landkreis Emsland und mündet nahe der Kreisstadt Leer in die Ems. Das Zweistromland konzentriert sich im Wesentlichen auf die Samtgemeinde Jümme im Landkreis Leer, ein Urlaubsmagnet für Angler, Paddler und Naturliebhaber ist die Gemeinde Detern.

Daten über die Leda

Aus den beiden Quellbächen Ohe und Marke im Landkreis Emsland bildet sich die Sagter Ems, die durch den Landkreis Cloppenburg und die dazugehörige Gemeinde Saterland fließt. Die Ohe wird auch als Oberlauf des Leda Flusses bezeichnet. In ihrem etwa 30 km langen nördlichen Verlauf durch die saterfriesische Landschaft verändert sich die Sagter Ems nahe Ramsloh und Strücklingen von einem Wiesenbach zu einem Küstenfluss. An der ehemaligen Bezirksgrenze Ostfriesland/Oldenburg ändert sich der Name der Sagter-Ems, die hier zur Leda wird.

Die Leda weist eine Länge von 75 km sowie ein Einzugsgebiet von ca. 1.917 Quadratkilometer auf. Der bedeutendste rechte Nebenfluss ist die Jümme. Die Leda ist auf 25 km als Bundeswasserstraße ausgewiesen. Im Landkreis Leer, nahe der gleichnamigen Kreisstadt, mündet der Fluss in die Ems. Ca. 9 km vor der Einmündung fließt ihr die Jümme zu. Gemeinsam durchqueren sie die 35.000 ha große Emsniederung Ostfriesland, als Leda-Jümme-Gebiet bezeichnet. Das Sperrwerk der Leda bei Leer sichert das Gebiet seit den 1950er-Jahren gegen Sturmfluten. Seit dem Jahr 2000 ist das Leda-Schöpfwerk in Betrieb, das für den Wasserabfluss aus dem Binnenland sorgt, wenn das Sperrwerk längerfristig geschlossen ist. Der Hafen von Leer kann durch eine Seeschleuse erreicht werden.

Erholung und Aktivitäten im Leda-Jümme-Gebiet, dem ostfriesischen Zweistromland

Ostfriesischer Charme und urige Teestunden, Wasser, Heide, Wiesenlandschaften, geheimnisvolle Wälder – Das touristisch viel umworbene Zweistromland an Leda und Jümme, das sich im Wesentlichen über die Samtgemeinde Jümme erstreckt und auch die Gemeinden Hesel, Uplengen und Mormerland sowie die Stadt Leer umfasst, bietet jede Menge Kurzweil, Erlebnisse und Naturschönheiten für Einheimische wie auch Gäste.

Beliebte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele sind das Filsumer Moor, die Burg Stickhausen, der Wasserpark Hasselt oder die berühmte Meyerwerft in Papenburg, wo die großen Luxusdampfer vom Stapel laufen. Shoppingvergnügen in Leer, ein malerischer Tag in der Hafenstadt Emden oder traumhafte Landschaftsmomente in Ammerland lassen sich ebenso realisieren wie ein Ausflug in die Niederlande. Als begehrtes Übernachtungszentrum und Ausgangspunkt gilt der Erholungsort Detern mit seinen reizenden Bewohnern und Gastgebern. Und noch ein Highlight wartet in der Samtgemeinde Jümme: Der berühmte ostfriesische Knochenbrecher und Pferdepflüsterer Tamme Hanken ist hier zu Hause (Filsum).

Radeln, Paddeln, Kanufahren und Angeln – Das sind die begehrten Freizeitaktivitäten im Leda-Jümme-Gebiet. Für Angler erweist sich der Fischbestand von Leda und Jümme als wahres Paradies, hier gehen große und kleine Fische ins Netz, darunter Karpfen, Aal, Zander, Hecht, Schleie, Barsche, Forellen, Brassen, Makrelen. Die ostfriesischen Fließgewässer lassen sich mit Rad und Kanu erkunden, es finden sich zahlreiche Kanu-Anbieter an Leda und Jümme, auch für organisierte Erlebnistouren auf den Wasserwegen. Schwimmen, Sonnenbaden und relaxtes Camping locken an den großen Jümmesee Stickhausen in Detern.

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