Sösestausee

Wichtiges Trinkwasserreservoir im Harz

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 31.08.2019
Sösestausee im Harz

Im niedersächsischen Harz, etwa 5 km oberhalb der Stadt Osterode am Harz (Landkreis Göttingen) liegt der Stausee der Sösetalsperre, ein gefragtes Wander- und Anglerrevier. Die Sösetalsperre wurde in der Zeit von 1928 bis 1931 errichtet und gilt als älteste der neuen Harztalsperren. Über sie werden die Regionen Göttingen und Hannover mit Trinkwasser versorgt. 

Daten, Fakten, Zahlen zum Sösestausee

Umgeben von den Harzer Bergen verläuft der Stausee entlang der Bundesstraße 498 zwischen Osterode und Riefensbeek-Kamschlacken. Die in der Zeit von 1928 bis 1931 für die Trinkwasserversorgung und den Hochwasserschutz angelegte Sösetalsperre dient heute auch der Energieerzeugung durch Wasserkraft. Als erste der großen und modernen Talsperren des  Harzes, mit einem Investitionsvolumen von 14,7 Millionen Reichsmark, löste sie die komplexen, damals nicht mehr zeitgemäßen Wasserversorgungssysteme des Oberharzer Wasserregals ab und garantierte somit die optimale Trinkwasserversorgung und sicheren Hochwasserschutz. 1933 wurde eine Fernwasserleitung, die sich bis nach Bremen verzweigt, angelegt. Heute erhalten vorrangig die Regionen Hildesheim, Hannover und Göttingen ihr Trinkwasser durch den Sösestausee.

Der Erddamm mit Betonkern und Lehmdichtung, welche die Söse staut, hat eine Länge von ca. 485 m und ist 56 m hoch. Der See bietet einen Stauraum von etwa 26 Millionen Kubikmetern, die Wasseroberfläche beträgt bei Vollstau 124 Hektar. Die Talsperre verfügt zudem über eine Vorsperre, deren Staudamm ca. 350 m lang und 18 m hoch ist. Hier können 0,75 Millionen Kubikmeter Wasser gestaut werden. Die Vorsperre erfüllt dabei eine Filterfunktion für Partikel, die sich im Zulauf befinden. Zum umfangreichen System der Talsperre gehört weiterhin ein leistungsstarkes Wasserkraftwerk, dessen Elektroenergie bei Stromspitzen zum Einsatz kommt. Ein Ausgleichsbecken unterhalb der Hauptsperre gleicht unregelmäßige Wasserabgaben aus der Talsperre in das Unterwasser der Söse aus. Betrieben wird die Sösetalsperre von den Harzer Wasserwerken.

Wandern und Angeln am Sösestausee

Da der Sösestausee der Trinkwasserversorgung dient, sind Baden und Wassersport nicht gestattet. Dennoch bietet sich der See als Ausflugsziel zum Wandern und gefragtes Angelrevier mit reichem Bestand an großen Fischen an. Der ca. 500 m lange begehbare Staudamm eröffnet eine wunderbare Aussicht auf die baumreiche Harzlandschaft. Um den Stausee führt ein 10 km langer Rundwanderweg, in den Besucher von vier Parkplätzen an der B498 einsteigen können. Nicht nur, aber insbesondere für Angler ist der Fischlehrpfad, der in den Rundwanderweg integriert ist, sehr interessant. Hechte, Zander, Karpfen, Flussbarsche, Weißfische, Bach- und Seeforellen tummeln sich im Stausee und dürfen an die Angel gehen, vorausgesetzt, die Angler können ein Gesundheitszeugnis vorweisen, was wiederum dem Trinkwasserschutz geschuldet ist. Durch das reiche Vorkommen an großen Hechten und Barschen gehört der Sösestausee zu den bedeutenden Raubfischgewässern in Niedersachsen.

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