Tag der Niedersachsen

Zweij├Ąhriges Landesfest

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 19.05.2019
Tag der Niedersachsen

Im zweij├Ąhrigen Rhythmus feiert das Land Niedersachsen den Tag der Niedersachsen (TdN). Das kulturelle Landesfest, das erstmals 1981 in Celle stattfand, hat sich ├╝ber die Jahrzehnte zu einem beliebten Besuchermagnet entwickelt, zu dem sich nicht nur die Landsleute, sondern auch etliche G├Ąste aus anderen Bundesl├Ąndern und dem Ausland einfinden. Gefeiert wird an drei Tagen in den Sommermonaten, wobei das genaue Datum immer wieder variiert. Der Festumzug am letzten Tag bildet den abschlie├čenden H├Âhepunkt.

Hintergrund und Entwicklung des Niedersachsentages

Niedersachsen ist mit einer Fl├Ąche von 47.600 qkm das zweitgr├Â├čte Bundesland nach Bayern und z├Ąhlt insgesamt knapp 8 Millionen Einwohner. Das Bundesland gliedert sich in die Hauptstadt Hannover und die sieben Gro├čst├Ądte Braunschweig, Oldenburg, Osnabr├╝ck, Wolfsburg, G├Âttingen, Hildesheim, Salzgitter und l├Ąsst sich ebenso in Kulturlandschaften wie Braunschweiger Land, Calenberger Land, Emsland, Harz, L├╝neburger Heide, Ostfriesland, Oldenburger M├╝nsterland, Weserbergland unterteilen.

Die reiche kulturelle Vielfalt des Landes Niedersachsen, in Verbindung mit Geschichte, Tradition und Moderne zu pr├Ąsentieren und zu feiern, im Inneren wie im ├äu├čeren darauf aufmerksam zu machen und auch medienwirksam darzustellen, ist das Ziel des Niedersachsenstages. Der Tag der Niedersachsen versteht sich als Ort der Begegnung f├╝r alle Altersgruppen. Landesbewusstsein, Identifikation mit dem Land und Zusammengeh├Ârigkeitsgef├╝hl sollen bei den Einheimischen gesteigert werden. Nach au├čen ist der Fokus auf den Imagewert, die ├╝berregionale Beachtung und den Tourismus gerichtet. Mit verschiedenen Themenbereichen wird ein breites Spektrum an Landesfacetten abgedeckt, darunter auch Innovation, Entwicklung und Forschung. Beh├Ârden, Institutionen, Einrichtungen, Verb├Ąnde, Vereine stellen sich vor.

1981 wurde aus der Idee des ├╝bergreifenden Volkstages Wirklichkeit. Unter Federf├╝hrung des damaligen Ministers f├╝r Bundes- und Europaangelegenheiten, Wilfried, Hasselmann, ging der 1. Tag der Niedersachsen in Celle an den Start. Bis 2013 fand die Veranstaltung j├Ąhrlich statt, 2014 entfiel sie anl├Ąsslich der Ausrichtung des Tags der Deutschen Einheit in Hannover. Seit 2015 wird das gro├če Fest im zweij├Ąhrigen Rhythmus begangen. Jeder Niedersachsentag wird in einer anderen Landesregion/Stadt gefeiert. ├ťber ein Bewerbungsverfahren erfolgt die Auswahl der ausrichtenden Stadt. Dabei ist es durchaus m├Âglich, dass eine Stadt mehrmals f├╝r die Ausrichtung in Frage kommt.

Bisher bildeten folgende St├Ądte den passenden Rahmen f├╝r die Feierlichkeiten: Celle (1981/2010), Aurich (1982, 2011), Wolfsburg (1983, 2005, 2017), Hann. M├╝nden (1984), Verden/Aller (1985), Hameln (1986, 2009), Lingen/Ems (1987, Uelzen (1988), Goslar (1989), Stade (1990), Rinteln (1991), Helmstedt (1992), Emden (1993), Munster (1994), Oldenburg (1995), Wolfenb├╝ttel (1996), Nienburg (1997), Meppen (1998), B├╝ckeburg (1999), Peine (2000), L├╝neburg (2001), Northeim (2002), Leer (2003), Holzminden (2004), Melle (2006), Cuxhaven (2007), Winsen/Luhe (2008), Duderstadt (2012), Goslar, Vienenburg und Kloster W├Âltingerode, Hildesheim (2015). 2019 richtet Wilhelmshaven den 36. Tag der Niedersachsen aus.

Die positive Entwicklung des Festes l├Ąsst sich anhand der Besucherzahlen am besten nachverfolgen. Waren es am 1. Niedersachsentag in Celle etwa 60.000 Besucher, stiegen die Zahlen ├╝ber die Jahrzehnte kontinuierlich an und liegen heute im mittleren sechsstelligen Bereich, Tendenz weiter steigend. 2011 verzeichnete Aurich 200.000 Besucher, 2017 kamen 300.000 G├Ąste in die Ausrichterstadt Wolfsburg. 

Organisation, Ausrichtung & Teilnehmer des Tag der Niedersachsen

Organisation und Ausrichtung unterliegen dem Nieders├Ąchsischen Ministerium f├╝r Inneres und Sport sowie der ausrichtenden Stadt. Ein eigenes Kuratorium, das sich aus ca. 40 Landesverb├Ąnden, ehemaligen Ausrichterst├Ądten, Vereinen, Radio- und Fernsehsendern zusammensetzt, ist f├╝r den Niedersachsentag unerl├Ąsslich. Hinzu kommen ein Programmbeirat, die Organisationsgremien der ausrichtenden Stadt und eine begeisterte Vielzahl von ehrenamtlichen Helfern.

F├╝r die Bewerbung als Ausrichterstadt sind einige Grundvoraussetzungen zu erf├╝llen:

  • Mindesteinwohnerzahl 20.000
  • Gro├čes Einzugsgebiet
  • Gute Verkehrsanbindungen an Stra├če und Schiene
  • Eignung f├╝r eine Gro├čveranstaltung mit Besucherzahlen von ├╝ber 200.000

Die Landesschau erfolgt an drei Tagen (Freitag-Sonntag) auf zentralen Pl├Ątzen, meist in der Innenstadt, der jeweiligen Ausrichterstadt. B├╝hnen, St├Ąnde und Zelte bilden die Pr├Ąsentationskulisse. Die Veranstaltung konzentriert sich auf etwa zehn Themenmeilen, wovon eine Meile der Ausrichterstadt und der zugeh├Ârigen Region gewidmet ist. Alle bisherigen Ausrichterst├Ądte sind zudem mit eigenen St├Ąnden vertreten. Zum Abschluss der Veranstaltung findet der traditionelle Trachtenumzug mit ├╝ber 2.000 Teilnehmern statt. ├ľffentlich-rechtliche und private TV- und Radiosender berichten live vom Gro├čereignis und sind mit einem Unterhaltungsprogramm auch auf den B├╝hnen vertreten.

Foto mit Grafiken von Clipdealer

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