Technische Universität Braunschweig

Älteste TU Deutschlands

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 16.11.2018

Die Technische Universität Braunschweig mit Hauptstandort am Universitätsplatz 2, deren Gründung als „Collegium Carolinum“ im Jahre 1745 stattfand, ist die älteste der Technischen Universitäten in Deutschland und zieht nicht nur Studierende aus Niedersachsen an. Mehr als 120 Institute finden sich an 6 Fakultäten. Zahlreiche Forschungszenten sind in der Universität angesiedelt. Im Wintersemester 2016/2017 zählte die Hochschule 20.000 Studierende.

Geschichtlicher Abriss der Technischen Universität Braunschweig

1745 wurde das „Collegium Carolinum“, als neue Bildungseinrichtung in einer Rangordnung zwischen Gymnasium und Universität, von Carl I. von Braunschweig-Wolfenbüttel gegründet. Neben mathematisch-technischen Fächern standen die Schönen Künste und Geisteswissenschaften als Studienschwerpunkte auf dem Programm. 1862 erfolgte die Umbenennung in „Polytechnische Schule“, die nun acht technisch-naturwissenschaftliche Fachschulen umfasste. Ab 1878 führte die Universität den Namen „Herzogliche Technische Hochschule“.

Zum Ende des Zweiten Weltkriegs war die Hochschule zu fast 70% zerstört, nahm aber dennoch den Lehrbetrieb wieder auf. Ende der 1960er Jahre wurde die Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaft gegründet und die Hochschule erhielt den Namen „Technische Universität“. Es folgen die Eingliederung der Pädagogischen Hochschule und die Gründung des Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Zentrums (Campus Nord).

Seit 2006 gehört die Technische Universität Braunschweig zur TU 9 - dem Zusammenschluss der neun führenden Technischen Universitäten in Deutschland. Im Jahr 2007 vollzog die Hochschule eine Neugliederung in die bis heute bestehenden sechs Fakultäten und eröffnete das Haus der Wissenschaft. Der Status der technischen Universität als Forschungs- und Entwicklungsreinrichtung wurde kontinuierlich ausgebaut. Einen Höhepunkt bildete dabei der 2016 fertiggestellte Forschungscampus „Open Hybrid LabFactory“ am Standort Wolfsburg.

Studium an der TU Braunschweig

Die Universität gliedert sich in folgende Fakultäten mit den entsprechenden Fachbereichen:

  • Carl-Friedrich-Gauß-Fakultät: Mathematik, Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Sozialwissenschaften
  • Lebenswissenschaften: Biologie, Biotechnologie, Chemie, Lebensmittelchemie, Pharmazie, Psychologie
  • Architektur, Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften: Architektur, Sustainable Design, Bauingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen, Umweltingenieurwesen, Umweltnaturwissenschaften, Verkehrsingenieurwesen, Computational Sciences in Engeneering
  • Maschinenbau
  • Elektrotechnik, Informationstechnik, Physik: Elektrotechnik, Wirtschaftsingenieurwesen-Elektrotechnik, Informations-Systemtechnik, Physik, Elektromobilität, Elektronische Systeme in Fahrzeugtechnik, Luft- und Raumfahrt
  • Geistes- und Erziehungswissenschaften

Es können Bachelor- und grundständige als auch Master- und weiterführende Studiengänge belegt werden. Innerhalb der Fachbereiche findet sich eine Vielzahl von spezialisierten Studienfächern.  Als moderne Hochschule bietet die TU Braunschweig für alle Studiengänge die praktische und zeitsparende Online-Bewerbung an.

Forschung an der TU Braunschweig

Die Forschung an der Technischen Universität in Braunschweig gliedert sich in vier große Hauptbereiche mit eigenen Forschungszentren. Das Thema Mobilität erstreckt sich vom Automobil über die Luft- und Raumfahrttechnik bis zum Schienenverkehr und wird in den beiden hochschuleigenen Niedersächsischen Forschungszentren Fahrzeugtechnik und Luftfahrttechnik behandelt. Infektionen und Wirkstoffe stehen im Fokus des Forschungszentrums BRICS, das im Rahmen der Systembiologie Strategien gegen infektiöse Mikroorganismen entwickelt. Im Zentrum für Pharmaverfahrenstechnik geht es um die Herstellung und Verarbeitung von neuen Wirkstoffen zu wirksamen und kostengünstigen Arzneimitteln. Mit neuen Ansätzen in der Nanomesstechnik und den Grenzen des Messbaren beschäftigt sich das Forschungszentrums LENA der TU Braunschweig. Wie sieht die intelligente Stadt der Zukunft aus? Auf diese Frage versuchen die Mitarbeiter des gleichnamigen Forschungsprojektes zielorientierte Antworten und Entwicklungsstrategien zu finden.

Zusammen mit der Leibniz Universität Hannover betreibt die TU Braunschweig zwei weitere Forschungsreinrichtungen. Das Forschungszentrum L3S ist für die grundlagen- und anwendungsorientierte Forschung im Bereich Web Science und digitale Transformation, die sich u.a. mit den Auswirkungen des digitalen Wandels befasst, zuständig. Das Forschungszentrum Küste hat sich der Erforschung von verschiedensten Prozessen an der Küste und im Küstenvorfeld verschrieben. Last but not least soll auch der Botanische Garten der TU Braunschweig erwähnt werden, der ein großes Freilandlabor für die experimentelle Pflanzenforschung abbildet.

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