Wümme

Fluss aus der Heide zur Weser

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 16.10.2015

Zwischen Niedersachsen und Bremen fließt die Wümme, und wer ihren Weg von der Quelle bis zur Mündung verfolgen möchte, der kann dies auf Rad- und Wasserwanderwegen ausgiebig tun, denn ihr Lauf führt sie von der Lüneburger Heide bis in die Hansestadt Bremen. Auf diesem Weg liegen zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten, die es zu bewundern und genießen gilt.

Verlauf der Wümme

Im Naturschutzgebiet der Lüneburger Heide, das sich über die niedersächsischen Landkreise Heidekreis und Harburg erstreckt, findet sich, südlich des Ortes Havebeck, die Quelle der Wümme. Von dort nimmt der Fluss auf einer Länge von 118 Kilometern seinen Lauf in Richtung Rotenburg bis nach Bremen. Bei Ritterhude nördlich von Bremen nimmt die Wümme den Fluss Hamme auf und bildet mit ihm den Fluss Lesum, der dann in die Weser mündet. Durch die Verzweigungen der Wümme in verschiedene Flussarme zwischen Rotenburg und Bremen hat sich ein faszinierendes Binnendelta gebildet, das als „Wümmewiesen“ bezeichnet wird und einen hohen Stellenwert als wichtiger Lebens- und Schutzraum für Tiere und Pflanzen seltener Art besitzt.

Bedeutende Stationen, Orte und Städte, welche die Wümme passiert, sind: Wilsede, Handeloh, Schneverdingen, Fintel, Lauenbrück, Scheeßel, Rotenburg, Ahausen, Ottersberg, Borgfeld, Blockland, Burglesum und Bremen. Mit der niedersächsischen Kreisstadt Rotenburg und der Freien Hansestadt Bremen finden sich die bekanntesten Touristenziele an der Wümme.  

Landschaft, Flora und Fauna im Wümmegebiet

Heide, Wald-, Moor- und Auelandschaften, Deichvorland, Felder und Wiesen prägen die Landschaft im Wümmegebiet, die sich im Kanu zu Wasser, per pedes oder auf dem Fahrrad erkunden lässt. Historische Orte mit traditionellem Charme und uriger Architektur runden das herrlich unbeschwerte Gesamtbild ab. Einen starken und daher interessanten Kontrast bietet die pulsierende Großstadt Bremen.

Die Wümmewiesen zwischen dem niedersächsischen Ottersberg und Bremen sind ein wichtiger Rast- und Rückzugsort für eine Vielzahl von Vogelarten, darunter Fischotter und Eisvogel. Das Binnendelta mit herrlich grünen Wiesenarealen bietet auch seltenen Pflanzenarten die idealen Bedingungen zum Gedeihen. Der Fluss steht unter Landschaftsschutz und ist Teil des europäischen Schutzgebietnetzes Natura 2000. In der Wümme fühlen sich zahlreiche bedrohte Fischarten wohl und sicher, darunter Lachs, Meerneunauge und Meerforelle sowie Bachschmerle und Steinbeißer, die zu den Kleinfischen gehören.

Wanderwege, Sehenswürdigkeiten, Highlights am Fluss Wümme

Fuß-, Rad- oder Wasserwanderungen bieten dem Interessierten entlang der Wümme immer wieder Staunenswertes, Erlebnisse und die idyllische Auszeit vom Alltag. Der Wümme-Radweg mit einer Länge von insgesamt 250 Kilometern lässt hier keine Wünsche offen. Von der Lüneburger Heide geht es auf der Nord- und Südroute bis nach Bremen, wobei die Tour anhand der intelligenten Wegkonzeption auch in kleinere Einzelabschnitte unterteilt werden kann. Wer das Gebiet der Wümme mit dem Ruderboot erkunden möchte, findet Einstiegstellen z. B. in Lauenbrück, Rotenburg-Stadtmitte oder Sottrum-Everinghausen.

Eine Reihe von Sehenswürdigkeiten säumen die Orte und Städte, die am Wümmelauf liegen. Dazu zählen:

  • Museumsdorf Wilsede
  • Walderlebniszentrum Ehhorn
  • Heideflächen in Schneverdingen
  • Königsmoor Fintel
  • LandPark Lauenbrück
  • Rotenburg: Kulturpfad, Wassermühle, Stadtmuseum
  • Amtshof Ottersberg
  • Oytener See
  • Borgfelder Wümmewiesen
  • Werderland-Insel

und als Highlight natürlich die Wesermetropole Bremen mit weltbekannten Sightseeing-Highlights wie Rathaus, Roland, Marktplatz, St. Petri Dom, Bremer Stadtmusikanten, Schnoorviertel, Weserpromenade, Universum Science Center, Focke Museum und Übersee-Museum.

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