Alles im Fluss

Wie sich die Südheide Gifhorn mit dem Kanu erkunden lässt

ein Niedersachsen-Artikel von Gast - 27.07.2011
Südheide Gifhorn mit dem Kanu

Kanufahren ist in Niedersachsen sehr gut möglich. Dieser schönen Freizeitbeschäftigung kommen die Menschen besonders auch in der Region der Südheide nach. Denn Ise, Aller und Oker sind schon drei starke Argumente, um Gifhorn in der Südheide das Boot zu Wasser zu lassen. Alle drei kleinen Flüsse fließen hier vorbei.

Die erste Überraschung wartet bereits beim Start mit dem Kanu am Mühlensee. Es sind der Glockenpalast und die vielen Mühlen aus allen möglichen Ländern im Freilichtmuseum aus nächster Nähe zu sehen. So ist bereits der Start der Reise grandios. Diese führt auch am Schloss vorbei, durch die idyllische Innenstadt Gifhorns und die Hofwiesen zum Stallcafé. Dort ist der richtige Zeitpunkt, um eine Rast bei hausgebackenem Kuchen einzulegen und am Streichelzoo das Minischwein Dickie, das Lama und die Heu-Oma zu besuchen.

Heu-Oma? Rosemarie Saak hört den Namen gern. Denn sie bietet den abenteuerlustigen Gäste eine sehr ungewöhnliche und dennoch chöne Möglichkeit, die Nacht zu vertreiben – bei ihr mit dem Schlafsack im Heu. „Ohne die schützende Hülle müssten Sie den ganzen Morgen die Haut kratzen, weil es so juckt vom Heu“, macht Rosemarie Saak den Kanuten klar. Etwas südlich beginnt die Gifhorner Heide. Dort in der leicht hügeligen Moränenlandschaft herumzutollen, macht richtig Spaß. „Aber auf den Wegen bleiben“, mahnt die Heu-Oma, die die Gegend kennt wie ihre Schürzentasche.

Aber auch für Interessierte, die nicht selbst im Kanu paddeln möchten, gibt es eine Möglichkeit, die Gegend vom Wasser aus zu erkunden: Sie können sich im Spreewaldkahn zum Mühlen-Freilichtmuseum bringen lassen. Auch die Moorflößerparty ist ein Highlight. Dazu gibt es ein Grill-Barbecue an Bord. Auf dem Tankumsee schließlich werden sogar Drachenboote über das Wasser gesteuert. Der Strand ist kilometerlang und dort haben viele Wasserfreunde großen Spaß. Wasserski ist auch möglich, aber im Bernsteinsee, wo die Sportler über kleine Wellen gezogen werden. Die Wackelig geht es auf der Naturerlebnisbrücke über den Isenhagener See zu, die einen Fuß-Tastpfad besitzt. Nicht nur für Kinder ist der Naturerlebnispfad Fließgewässer in Meinersen ein Geheimtipp. Dieser führt fünf Kilometer an der Oker lang und bietet Rinnen, Pumpen und Wasserräder zum spielerischen Kennenlernen von allem, was „im Fluss“ ist. Und das ist in der Südheide Gifhorn sehr, sehr viel.

Florian Bender

 

Foto: Südheide Gifhorn GmbH

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