St├Ądtereise: Gifhorn

M├╝hlen, Welfenschloss und sch├Âne Natur

ein Niedersachsen-Artikel von Gast - 16.03.2011
Gifhorn: M├╝hlenmuseum

Gifhorn liegt in der Südheide und ist das südliche Tor in die Lüneburger Heide. Die Stadt liegt im Osten Niedersachsens im geografischen Mittelpunkt von Braunschweig, Celle, Lüneburg und Wolfsburg. Gifhorn profitierte davon, am Kreuz der alten Salz- und Kornstraße zu liegen und hat sich seit dem 12. Jahrhundert stetig entwickelt. Heute leben in der Stadt rund 43.000 Menschen.

Gifhorn hat eine beeindruckende Altstadt mit Fachwerkhäusern aus dem 16. Jahrhundert. Beim Bummeln durch den Stadtkern können regionaltypische Gerichte wie Spargel, Heidschnucken- oder Ziegenspezialitäten aus der Lüneburger Heide probiert werden. Aber die Stadt bietet noch mehr: 16 Mühlen befinden sich im Internationalen Mühlen-Freilichtmuseum, das Welfenschloss von 1525 lädt zum Besuch ein und die Aller und Ise fließen hier zusammen.

Das Internationale Mühlen-Freilichtmuseum hat Gifhorn in der Neuzeit über die Grenzen hinaus bekannt und zur „Mühlenstadt“ gemacht. Hier befinden sich 16 Mühlen aus 14 Ländern, womit das Museum die größte Sammlung von Mühlen in Originalgröße in der ganzen Welt aufweist. Darunter befinden sich unter anderem die Mühle von Sanssouci und die Kellerholländermühle. Für Brautpaare interessant ist die schottische Mühle, die als weiße Hochzeitsmühle von Gifhorn bekannt ist. Ihre Flügel drehen sich für das Brautpaar. Ebenfalls märchenhaft schön ist die russisch-orthodoxe Holzkirche des Heiligen Nikolaus. Viele Nachbildungen hochklassiger Ikonenmalereien und eine schöne Architektur weist die 1756 erbaute Christi-Verklärungskirche auf, die ebenfalls auf dem Gelände des Museums steht. Für gastronomische Angebote sorgt das im Mittelpunkt des Museums stehende große Niedersachsenhaus mit einem historischem Backofen, der Streuselkuchen und frisches Brot für die Gäste produziert.

Eine echte Sehenswürdigkeit ist das Welfenschloss, das zwischen 1539 bis 1549 Residenz von Herzog Franz von Braunschweig und Lüneburg war. Im Kommandantenhaus werden heute Ausstellungen präsentiert, mit denen die Geschichte dieser Sehenswürdigkeit anschaulich verdeutlicht wird. Außerdem gibt es Ausstellungsstücke zu sehen, die aus der Ur- und Frühgeschichte stammen sowie die Stadtentwicklung und Naturkunde darstellen. In den Museumsbereichs ist eine Schlosskapelle von 1547 integriert, die zu den ersten Sakralbauten zählt, die für den evangelischen Gottesdienst errichtet worden sind. Das alte Schloss der Welfen wird heute noch als geschichtsträchtiger und atmosphärischer Rahmen für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Vorträge und Sonderausstellungen genutzt.

Die Natur rund um Gifhorn ist von Heidegebieten und Flusslandschaften der Aller, Oker und Ise geprägt. Dieses vielseitige Wasserwandergebiet wird vom Elbe-Seitenkanal und dem Badeparadies am Tankumsee ergänzt. Die Sandböden des Südausläufers der Lüneburger Heide schaffen ein warmes Heilklima, in dem Wanderungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad besonders angenehm sind und eine erholsame Wirkung auf Körper und Geist haben.

Gifhorn bietet aber noch weitere Ausflugsziele. Zu den beliebtesten gehören das Otter-Zentrum und das Kloster in Hankensbüttel, das Kinomuseum in Vollbüttel und das Schulmuseum in Steinhorst. Außerdem sind von hier Tagestouren nach Wolfsburg mit der Autostadt und dem phaeno sowie in die Löwenstadt Braunschweig möglich. Weitere Informationen zu dem vielfältigen Angebot der Stadt Gifhorn in Niedersachsen sind bei der Tourismuszentrale zu erhalten.

 

Foto: Südheide Gifhorn GmbH

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