Deutsches Salzmuseum in Lüneburg

Ausflug in die Geschichte

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 01.01.2016

Lüneburg ist nicht nur die Präsenzstadt der faszinierenden Heidelandschaft, sondern auch die Salzstadt im Norden. Bis zum Jahre 1980 wurde in der Lüneburger Saline, einem der größten Salzwerke Europas, Salz gewonnen. Im Deutschen Salzmuseum Lüneburg wird die über tausendjährige Salzgeschichte, die auch die Geschichte der Stadt maßgeblich geprägt hat, in vielen Facetten und Abteilungen dargestellt.

Das weiße Gold von Lüneburg

Salz ist mehr als nur ein Gewürz, in früheren Zeiten wurde es als „Weißes Gold“ gehandelt. Lange bevor die Industrialisierung eingesetzt hat, wusste man Salz schon als Konservierungsmittel für leicht verderbliche Lebensmittel einzusetzen. Salz ist auch ein wichtiger Lebensbaustein. Zu den Zeiten der Salzgewinnung in Lüneburg verliefen durch die gesamte Stadt unterirdisch Soleleitungen, durch die das Salzwasser bis in das Salzwerk transportiert wurde. Die Salzgewinnung galt als Hauptwirtschaftszweig der schönen Heidestadt und hat der Stadt zu großem Wohlstand verholfen.

Deutsches Salzmuseum: Museumsanlage, Ausstellungen, Projekte

Im Industriedenkmal Saline Lüneburg erfahren Besucher alles über die Bedeutung von Salz im Allgemeinen, die Salzgewinnung mittels Siedeöfen sowie die Entwicklung der Salzstadt und können selbst ihr eigenes Salz im Schausiedehaus herstellen. Das Lüneburger Salzmuseum bietet auf einer weitflächigen Anlage, die kontinuierlich erweitert wurde, jede Menge zum Staunen und Lernen. Bedeutende Stationen sind das Siedehaus aus dem Jahr 1924, der Salinenwall mit Solebehältern, die Soleleitungen aus Holz, Eselstall, Brunnenhaus, Schausiede-Hütte und die Museumswerft.

Neben der Dauerausstellung, in der die Welt des Salzes für die interessierten Besucher geöffnet wird, finden zahlreiche Sonderausstellungen, die in Bezug zum Thema Salz und der Stadt Lüneburg stehen, im Museum statt. Weiterhin ist das Deutsche Salzmuseum auch in der so genannten „SalzWerkStadt“ organisiert, die sich aus verschiedenen kulturellen und sozialen Einrichtungen mit Sitz in Lüneburg zusammensetzt. Projekte, die eng mit der Salzgeschichte verknüpft sind, werden in der SalzWerkStadt realisiert, darunter finden sich zahlreiche Rekonstruktionsbauten wie z. B. eine Prahme zum Transport des Salzes auf dem Wasserweg.

Deutsches Salzmuseum: Öffnungszeiten

Das Salzmuseum Lüneburg hat seine Türen von Oktober bis März täglich geöffnet, an Wochentagen von 9.00 bis 17.00 Uhr, am Wochenende in der Zeit von 10.00 bis 17.00 Uhr. An Weihnachten sowie an den Tagen Silvester und Neujahr ist das Museum geschlossen.

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