Duckomenta: schnatternde Kunst

Ausstellung genialen Unsinns mit Skulpturen und Gemälden

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 22.09.2010
Niedersachsen

Es gibt so viele berühmte Kunstgegenstände: die Nofretete-Büste, die Mona Lisa und viele andere Werke. Solche Berühmtheit regt die Sinne an, zumal diese Kunst außergewöhnlich gut ist, und fördert einige Plagiate und „Verunstaltungen“. Nahezu genial ist aber die Idee, die Kunstwerke zu kopieren und dabei etwas Wesentliches zu verändern: die Personen. Genau solche Kunstwerke werden aktuell im Hildesheimer Roemer- und Pelizaeus-Museum und im Schloss Marienburg bei Pattensen (Region Hannover) gezeigt. Eine Linie ist trotz der verschiedenen Epochen dennoch zu sehen, denn bei allen Kunstwerken wurden die Personen durch Enten, genauer gesagt Enten im Disney-Stil ersetzt. Deshalb auch in Anlehnung an die Kunstausstellungen in Kassel der Titel Duckomenta.

Das Roemer- und Pelizaeus-Museum in Hildesheim ist bekannt für speaktakuläre Sonderausstellungen über die großen Kulturen der Welt. Diesmal geht es um das aus künstlerischer Sicht nur wenig bekannte Enten-Universum. Duckfretete, Dötzi und andere haben sich in der Vergangenheit ganz einfach auch als Kunstwerk in die Kultur geschlichen. Das Museum zeigt in der Duckomenta einen äußerst ungewöhnlichen Streifzug durch mehr als 5.000 Jahre Kulturgeschichte und wirft ein ganz neues Licht auf die europäische Kunstgeschichte. Es ist eine faszinierende Zeitreise durch die Kulturgeschichte, die diesmal den Siegeszug der Enten zeigt. Die Werke sind von exzellenter künstlerischer Qualität und laden zu einem Museumsbesuch ein, der die gesamte Familie begeistert. Zusätzliche Aktionen und Vorträge runden den Entenspaß der Duckomenta ab.

Seit einigen Tagen läuft die Duckomenta bereits. Interessierte Besucher, die sich die ungewöhnlichen Enten-Kunstwerke ansehen möchten, haben Zeit bis zum 1. Mai 2011. Dann werden die Enten ihre Zelte im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim abbrechen und ihren Siegeszug fortsetzen. Das Roemer- und Pelizaeus-Museum ist von Dienstag bis Sonntag jeweils von 10:00 bis 18:00 geöffnet.

Eine besondere Kooperation gibt es mit dem Schloss Marienburg bei Pattensen. Auch dort sind einzelne Kunstwerke zu sehen. In den Räumen des Welfenschlosses wurden die Werke so platziert, dass sie sich auf eigentümliche Art in das Ambiente einpassen. Zu sehen sind diese Werke im Rahmen von Führungen durch das Schloss. Mauritz von Reden, Geschäftsführer von Schloss Marienburg. „Gerade für Kinder bietet diese Ausstellung eine Chance, sich auf spielerische Weise dem Thema Kunst zu nähern und sich in diesem Zusammenhang auch mit dem Entstehungskontext des Originalbildes bzw. der jeweiligen Zeitgeschichte auseinanderzusetzen.“ Das Schloss Marienburg liegt rund 20 Kilometer südlich von Hannover auf einem bewaldeten Hügel. Der Welfensitz gehört zu den wichtigsten neugotischen Baudenkmälern Deutschlands.

 

Foto: interDuck

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