Femo und Geopark-Infozentrum Königslutter

Geschichte erleben im Braunschweiger Land

ein Niedersachsen-Artikel von Redaktion - 01.01.2016

Femo steht als Abkürzung für Freilicht- und Erlebnismuseum Ostfalen, das durch den gleichnamigen Verein im Jahre 1997 gegründet wurde. Der Verein hat seinen Sitz in der Stadt Königslutter im Osten von Niedersachen (Landkreis Helmstedt), hier befindet sich auch das GeoPark Infozentrum, das Besuchern einen umfassenden Überblick über die Erdgeschichte der Region vermittelt und die Anlaufstelle für alle touristischen Angebote im GeoPark Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen ist.

FEMO e. V. - Aufgaben, Ziele, Erlebnisstätten

Landschaftsschutz, Bildung, Forschung, Wissenschaft und Kultur sind die bedeutenden Anliegen des Vereins. Der Kulturraum Ostfalen, der sich über die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt erstreckt, steht hier im Vordergrund. Auf niedersächsischer Seite werden die Freilichtanlagen im Raum Wolfsburg, am Harzrand und in den Stadtgebieten Braunschweig und Helmstedt betreut. Es finden sich zahlreiche Erlebnispfade in der Natur, die Vor- und Frühgeschichte, Geologie und Landschaft auf besondere Art und Weise für den Besucher erlebbar machen. Dazu gehören u.a. der Erlebnispfad Dorm, der Erlebnissteinbruch Hainholz, der Natur- und Kultur-Erlebnis Elfenpfad Langeleben, das Großsteingrab Groß Steinum, die Sand- und Kiesgrube Uhry sowie die Königspfalz Werla.

Der Verein organisiert das ganze Jahr hindurch etliche Veranstaltungen wie Exkursionen, Ausflüge, geführte Wanderungen, Rad- und Erlebnistouren für Jung und Alt sowie Schulklassen und Gruppen.

GeoPark-Informationszentrum Königslutter

Das Freilicht- und Erlebnismuseum ist Teil des UNESCO GeoParks Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen. Im GeoPark-Informationszentrum in der historischen Stadt Königslutter erhalten Besucher, Interessierte, Schulklassen, Forschergruppen alle wichtigen Informationen zu den zahlreichen interessanten Punkten des GeoParks, zu denen Erlebnispfade, Steinbrüche, Georouten, Schaubergwerke, Findlingsgärten, Salzlagerstätten, prähistorische Gräber und Museen zählen.

Der museale Ausstellungs-Bereich veranschaulicht auf vier Stockwerken die Erd- und Landschaftsgeschichte der Region anhand von Gesteins- und Fossilienfunden, Modellen und Abbildungen. Sogar Dinosaurierreste aus dem Jura sind hier zu bestaunen. Im so genannten Aktionsbereich wandelt sich die Theorie in die Praxis um und Geologie wird so für Schüler und Interessierte leichter verständlich. Den Besuchern stehen ebenfalls zwei eigene Räume zum Experimentieren und Forschen zur Verfügung.

Einem der größten Gesteins- und Fossiliensammler des Landes, Otto Klages, ist ein eigener Ausstellungsbereich gewidmet, denn er hat einen wesentlichen Beitrag für den GeoPark sowie das Infozentrum geleistet.

Der Eintritt ist frei, geöffnet ist das GeoPark-Informationszentrum Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 13.00 bis 16.00 Uhr. Für Gruppen steht das Infozentrum nach vorheriger Terminvereinbarung auch zu anderen Zeiten zur Verfügung.

Wer schon einmal in Königslutter weilt, der sollte sich etwas mehr Zeit für die faszinierende Stadt nehmen, die nach König und Kaiser Lothar III., dessen Grabstätte sich hier befindet, sowie nach dem Bach namens Lutter benannt ist. Zahlreiche Sehenswürdigkeiten wie der Kaiserdom, die mittelalterlichen Fachwerkhäuser, eindrucksvolle Jugendstilbauten und Barockgebäude oder die Wasserburg laden zum idyllischen Sightseeing ein.

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