Arbeitslosenzahl steigt leicht

Arbeitsagentur legt Zahlen vor

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 25.02.2010
Arbeitsagentur legt Zahlen vor

Die Agentur für Arbeit hat heute die aktuellen Zahlen zum Arbeitsmarkt veröffentlicht. Demnach ist die Arbeitslosenquote in Niedersachsen im Vergleich zum Vorjahresmonat geringfügig auf 8,4 Prozent gestiegen. Damit sind etwas mehr als 334.000 Menschen in Niedersachsen arbeitslos gemeldet. Das sind rund 9.800 mehr als im Februar 2009. Die Zahl der offenen Stellen stieg im gleichen Zeitraum um rund 1.800 auf ca. 51.500.

Die Entwicklung in Niedersachsen liegt im Bundestrend. Hier steig die Zahl der Arbeitslosen um 91.000 auf nunmehr 3,6 Millionen an. Das entspricht einer Quote von 8,7 im Vergleich zu 8,5 im Vorjahresmonat. Deutschlandweit hat sich allerdings die Zahl der offenen Stellen um etwa 25.000 auf 480.000 reduziert.

In Niedersachsen sind besonders die Regionen Bremerhaven (11,1 %) Wilhelmshaven (11 %), Emden (10,6 %), Goslar und Hannover (je 10,5 %) betroffen. Die stärksten Anstiege gab es im Nordwesten des Bundeslandes. In Wilhelmshaven und dem ansonsten gut dastehenden Nordhorn betrug dieser 0,8 Prozentpunkte. Als einer der Gründe gilt, dass die wirtschaftliche Situation der Stadt Bremen, von der auch im Umland viele Arbeitsplätze direkt und indirekt getragen werden, weiterhin nicht gut ist. Dort stieg die Arbeitslosenquote sogar von 11,7 auf 12,3 Prozent. Die Entlastung in anderen niedersächsischen Regionen fällt dagegen moderat aus: In Helmstedt, Stade, Nienburg und Uelzen gingen die Quoten minimal zurück.

Um die arbeitsmarktpolitischen Instrumente gezielter einsetzen und die strukturellen Schwächen in einzelnen Regionen besser erkennen zu können, bietet die Agentur für Arbeit Niedersachsen-Bremen einen neuen Arbeitsmarktmonitor an. Diesem liegt eine Datenbank zugrunde, mit der die spezifischen Zahlen einzelner Regionen verglichen werden können. Damit ist es möglich, eine gezielte regionale Beschäftigungsstrategie umzusetzen. Der Monitor ist bundesweit bislang in drei Regionen, darunter auch Lüneburg getestet worden.

„Wir wollen Menschen und Wissen noch stärker als bisher zusammenbringen und die Vernetzung der lokalen Arbeitsmarktakteure weiter vorantreiben“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion, Klaus Stietenroth, bei der Vorstellung des Arbeitsmarktmonitors. Dieser werde die Arbeitsmarktpolitik nachhaltig verändern und statt Einheitsrezepten zukünftig individuelle Lösungen ermöglichen, die regionale Chancen und Risiken einbeziehen.

Oliver Liersch, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, begrüßte die Einführung: „Damit erhalten die Entscheidungsträger in den niedersächsischen Regionen ein Instrument, mit dem Beschäftigungsrisiken und Entwicklungspotenziale besser als bisher analysiert werden können. Die lokalen Partner und Akteure sollten die Chance nutzen, Arbeitsmarktstrategien speziell für ihre Region zu entwickeln.“

Der Arbeitsmarktmonitor hat bereits erste Ergebnisse für Niedersachsen geliefert. Es besteht aufgrund der Wirtschaftsstruktur ein deutlich geringeres Risiko als im Bundesdurchschnitt, die Arbeit zu verlieren.

 

Foto: Agentur für Arbeit

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