Standort Braunschweig boomt

„Studie belegt Erfolg unserer Stadtentwicklungspolitik“

ein Niedersachsen-Artikel von Michael Weber - 17.09.2010
Braunschweig

Braunschweig hat sich zu einem dynamischen Standort entwickelt. Das ist das Ergebnis einer Studie des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Stadt Braunschweig.  Darin wurden ausgewählte deutsche Großstädte verglichen. Oberbürgermeister Dr. Gert Hoffmann sah sich in einer Stellungnahme bei der Vorstellung der Ergebnisse in seiner Politik bestätigt.

„Die Zahlen zeigen, dass die großen Projekte der vergangenen Jahre, darunter Schloss und Schloss-Arkaden, der Forschungsflughafen, die Bewerbungen zu Stadt der Wissenschaft und Kulturhauptstadt, aber auch die wichtigen strategischen Ziele familienfreundliches Braunschweig und Baulandpolitik Wirkung gezeigt haben“, so Hoffmann. Erfreulich sei, dass Braunschweig im Vergleich zu den anderen Städten wie Aachen, Augsburg, Hannover, Karlsruhe und Münster in vielen Bereichen mithalten könne. „Und das, obwohl wir durch die jahrzehntelange Zonenrandlage eine deutlich schlechtere Ausgangsposition als die genannten Städte hatten und haben, wie man an den nach wie vor schlechteren Steuereinnahmen unserer Stadt deutlich sehen kann."

Besonders freute sich der Oberbürgermeister, dass scheinbar das Konjunkturprogramm gefruchtet habe, denn laut Studie habe die Stadt die Wirtschaftskrise bisher gut überstanden. So sahen die Gutachter den Wirtschaftsstandort im Osten Niedersachsens sich dynamisch entwickeln. Die Beschäftigtenzahlen entwickelten sich positiv. Noch vor wenigen Jahren wiesen die verglichenen Städte eine bessere Entwicklung auf. Braunschweigs Dynamik sei hier aber deutlich gewachsen. Besonders positiv entwickele sich laut Studie der Dienstleistungssektor und hierbei der Handel. Hoffmann dazu: „Insbesondere die Schloss-Arkaden dürften für den Schub nach 2005 verantwortlich sein." Ebenfalls wies zuletzt die Branche der Finanzdienstleistungen eine positive Entwicklung auf, was laut Hoffmann vor allem auf die VW Financial Services zurückzuführen sei.

Äußerst positiv ist die Zahl der Forschungseinrichtungen einzuschätzen. Hier gibt es durch viele Einrichtungen einen relativ großen Anteil von Beschäftigten. Gleiche gelte für den Bereich Erziehung und Unterricht. Im direkten Vergleich mit den anderen untersuchten Städten hat Braunschweig zudem den größten Anteil von Technikern und Ingenieuren. Allerdings gibt es in der Stadt vergleichsweise wenig Menschen in leitenden Managementfunktionen sowie viele Beschäftigte mit einfachen Tätigkeiten.

„Das Gutachten bestätigt erneut, dass wir auf einem guten Weg sind. Die Forscher raten uns zum einen, den Weg der Kooperation in der Region weiterzugehen und verweisen auf die WOB AG und die Projekt Region Braunschweig, die künftig verschmelzen sollen. Sie raten auch, den Forschungsflughafen und damit das Feld ‚Mobilität’ weiter zu stärken. Hier sehen die Gutachter Potenzial für Unternehmensansiedlungen und weiter einen Schwerpunkt der Wirtschaftsförderung." Die Stadt will außerdem an einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf arbeiten.

Foto: Clipdealer

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