Deutschland: Ukrainischer Staatsbürger wegen Nord-Stream-Explosionen angeklagt

von Otto Hofmann
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Deutsche Bundesanwälte haben Anklage gegen einen ukrainischen Staatsbürger wegen einer Reihe von Explosionen an der Nord-Stream-Pipeline im September 2022 erhoben, berichteten deutsche Medien am Mittwoch.

Öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ARD und Zeitungen Süddeutsche Zeitung Und Zeit Als Beschuldigter nannte er Serhii K., der im August 2025 aufgrund eines deutschen Haftbefehls in Italien festgenommen und an Deutschland ausgeliefert wurde.

Dem 50-jährigen ukrainischen Soldaten aus Kiew wird vorgeworfen, ein Team von sieben Komplizen bei der Operation angeführt zu haben, bei der drei von vier wichtigen Nord Stream-Gaspipelines in der Ostsee zerstört wurden.

Die Pipelines transportierten russisches Gas nach Europa, waren zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht in Betrieb.

K. wird außerdem vorgeworfen, zivile Energieinfrastruktur angegriffen zu haben, was nach internationalem Recht als Kriegsverbrechen gilt, sowie eine Explosion verursacht und Infrastruktur zerstört zu haben, berichteten deutsche Medien.

Was wissen wir über die Beweise gegen den Angeklagten?

Berichten zufolge stellten die Ermittler fest, dass K. das Sabotageteam anführte und das Kommando über die Segelyacht innehatte Andromedavon dem aus der Angriff angeblich durchgeführt wurde.

Berichten zufolge entdeckten Ermittler Spuren der militärischen Sprengstoffe HMX und RDX auf dem Andromeda.

Einer der sieben mutmaßlichen Komplizen von K. soll inzwischen während des andauernden Krieges Russlands in der Ukraine getötet worden sein.

K. wurde am 21. August 2025 in der italienischen Provinz Rimini festgenommen. Nach seiner Überstellung nach Deutschland am 27. November 2025 vollstreckte ein deutscher Richter am nächsten Tag den Haftbefehl und er sitzt seitdem in Untersuchungshaft im nördlichen Hamburg.

Berichten zufolge gelten die Beweise gegen den Angeklagten als erdrückend. So soll sich K. durch abgehörte Telefongespräche während seiner Auslieferungshaft in Italien selbst belastet haben.

Er kämpfte monatelang gegen seine Auslieferung nach Deutschland und trat irgendwann in einen Hungerstreik mit der Begründung, er sei misshandelt worden.

Wie soll die Operation abgelaufen sein?

Nach der Auslieferung schilderte ein Urteil des obersten deutschen Strafgerichtshofs, wie sich die Ermittler nach Einschätzung der Ermittler zu der Operation in der Ostsee entwickelten.

Den Erkenntnissen zufolge gingen K. und seine Komplizen – ein Kapitän, ein Sprengstoffexperte und vier Tiefseetaucher – an Bord Andromeda im Hafen von Wiek auf der deutschen Insel Rügen bis spätestens 8. September 2022.

Das Schiff war von einem Vermittler für mehrere Wochen gechartert worden.

Berichten zufolge befestigte das Team vier Sprengsätze mit zeitverzögerten Zündern an den Gasleitungen auf dem Meeresboden nahe der dänischen Insel Bornholm, in bis zu 80 Metern Tiefe.

Den Angaben zufolge handelte es sich bei den Sprengkörpern um Hochleistungssprengstoffe in militärischer Qualität, die zu massiver Zerstörung fähig waren und dazu bestimmt waren, auch in großen Tiefen zu explodieren, was am 26. September 2022 der Fall war.

Herausgegeben von: Rana Taha

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