- Ein Teil des neuen Wehrdienstgesetzes sieht vor, dass junge Männer eine Erlaubnis für einen Auslandsaufenthalt von mehr als drei Monaten benötigen
- Verteidigungsminister Boris Pistorius sagt, die Regel gelte derzeit nicht, könne aber gelten, wenn ein Konflikt wahrscheinlicher erscheint
- Der deutsche Inlandsgeheimdienst sagt, dass eine mit Russland verbundene Gruppe die inländischen Internet-Router von Menschen ins Visier genommen hat
Hier sind die neuesten Schlagzeilen von Deutschland am Mittwoch, 8. April 2026:
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat Wirtschaftsführer und Gewerkschaften zu einem Gipfel zur Energiepreiskrise eingeladen.
Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel sagt, dass das Treffen für Freitag im Finanzministerium angesetzt ist und Vertreter großer Gewerkschaften und Arbeitgebergruppen zusammenbringen wird.
Zu den Teilnehmern werden voraussichtlich Führungspersönlichkeiten der Gewerkschaften IG Metall und IGBCE sowie Führungskräfte des Bundesverbands der Deutschen Industrie und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände gehören.
Im Mittelpunkt der Gespräche steht die Frage, wie die Last der steigenden Treibstoffkosten für Haushalte und Unternehmen gemindert werden kann, sowie allgemeinere wirtschafts- und finanzpolitische Reaktionen, die von der Koalitionsregierung diskutiert werden.
Die Energiemärkte stehen seit Beginn des Iran-Konflikts unter Druck, da die Straße von Hormus von iranischen Streitkräften praktisch geschlossen wurde. Über die Route werden in der Regel etwa ein Fünftel der weltweiten Öl- und Flüssigerdgaslieferungen (LNG) befördert, und die jüngsten Angriffe auf Ölanlagen und Tanker haben die Preise deutlich in die Höhe getrieben.
Der deutsche Inlandsgeheimdienst hat vor einer Cyberkampagne gewarnt, die weltweit auf Internet-Router abzielt.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz teilte mit, dass die mit Russland verbundene Hackergruppe APT28 anfällige Router des Herstellers TP-Link infiltriert habe.
Die Behörden sagten, das Ziel bestehe darin, Informationen zu Militär, Regierung und kritischer Infrastruktur zu sammeln. Die Warnung wurde gemeinsam mit Partnerbehörden herausgegeben, darunter dem Federal Intelligence Service und dem Federal Bureau of Investigation.
Die APT28-Gruppe, auch bekannt als „Fancy Bear“, wurde bereits mit großen Cyberangriffen in Verbindung gebracht, darunter dem Hackerangriff auf den Deutschen Bundestag im Jahr 2015, einem Angriff auf die Zentrale der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands im Jahr 2023 und einem Verstoß gegen das für die deutsche Flugsicherung zuständige Unternehmen im Jahr 2024.
Die Agentur sagte, mehrere tausend TP-Link-Geräte seien weltweit angegriffen worden, wobei etwa 30 gefährdete Geräte in Deutschland identifiziert wurden. Seit Mitte März wurden die Betreiber benachrichtigt, teilweise wurden Kompromittierungen bestätigt, Geräte ausgetauscht oder gegen weitere Manipulationen gesichert.
Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius sagte, dass Männer im wehrfähigen Alter für längere Auslandsreisen keine Genehmigung benötigen.
Er sagte, diese Woche werde eine Verordnung zur Aussetzung der Verpflichtung erlassen, in der klargestellt werde, dass keine Genehmigungen erforderlich seien, solange der Militärdienst freiwillig bleibe.
Der Klarstellung folgte Kritik an einer Regelung im neuen Wehrdienstgesetz, wonach Männer im Alter von 17 bis 45 Jahren für Auslandsaufenthalte von mehr als drei Monaten eine Genehmigung benötigen.
Pistorius sagte, die Verfahren müssten einfach und praktisch bleiben und betonte, dass es in Friedenszeiten kein Genehmigungsverfahren und keine Meldepflicht für Reisen gebe. Er fügte hinzu, dass in einem Krisen- oder Verteidigungsszenario andere Regeln gelten würden, um sicherzustellen, dass die Behörden wissen, wer verfügbar ist.
Das neue Wehrdienstmodell in Deutschland ist freiwillig, es gibt derzeit keine Wehrpflicht. Die Politik zielt darauf ab, den Militärdienst attraktiver zu machen und gleichzeitig die Truppenstärke zu erhöhen.
Im Rahmen der Reform gelten für junge Männer ab dem Jahrgang 2008 obligatorische medizinische Untersuchungen, da die Regierung die Streitkräfte von knapp über 180.000 auf rund 260.000 Mann vergrößern will.
Die Überarbeitung ist eine Reaktion auf Sicherheitsbedenken im Zusammenhang mit Russland und sich ändernden NATO-Zielen, während die Debatte über das Gleichgewicht zwischen Freiwilligkeit und möglicher künftiger Wehrpflicht fortgesetzt wird.

Guten Tag aus der DW-Nachrichtenredaktion im sonnigen Bonn, wo die Kirschblüten gerade in voller Blüte stehen.
Sie sind dabei, wenn Verteidigungsminister Boris Pistorius auf ein aktuelles Gesetz reagiert, das deutsche Männer im Alter von 45 Jahren und darunter verpflichtet, eine Erlaubnis für einen Aufenthalt außerhalb des Landes für mehr als drei Monate einzuholen.
Das Gesetz trat im Januar in Kraft, aber die Regelung, sich außerhalb Deutschlands aufzuhalten, hat erst kürzlich die Aufmerksamkeit der Presse auf sich gezogen – und heftigen Widerstand hervorgerufen.
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